Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Long Distance Calling im Interview (Dezember 2019)

Schweigen ist Gold

The-Pit.de: Entstehen bei euch die Songs als Gemeinschaftsproduktion in Jams oder passiert es eher, dass einer mit einer mehr oder weniger fertigen Nummer ankommt?

Janosch: Das ist total unterschiedlich. Auf der Blu-ray befindet sich ja unter anderem ein Stück, das erst mal nur „Interlude“ heißt – das haben unser Bassist und ich zum Beispiel hauptsächlich am Rechner geschrieben, da hab ich dann auch die Beats programmiert etc.. Das kommt inzwischen auch immer mal vor, seit wir uns eben auch dieser elektronischen Schiene mehr geöffnet haben. Es kann aber eben auch sein, dass wir uns alle im Proberaum treffen, drauflos spielen und dann entsteht ein Song.

The-Pit.de: Hast du ein Lieblingsalbum von euch? Wobei Musiker ja eh meistens die letzte nennen, die sie aufgenommen haben…

Janosch: (überlegt) Puh… ich hab auf jeden Fall eines, das ich am wenigsten mag und das ist „The Flood Inside“, das war, wie ich leider zugeben muss, in vielerlei Hinsicht nicht unsere Sternstunde, aber ansonsten hab ich bei unseren Platten überall immer wieder bestimmte Songs, die ich gern mag. Natürlich war die letzte Platte „Boundless“ insofern was Besonderes, als dass die vier Leute, die die ganze Zeit über Long Distance Calling bildeten, dieses Album geschrieben und performt haben, ohne Externe wie in den Jahren zuvor, die etwas beigesteuert haben. Aber auch die selbstbetitelte war sowohl produktionstechnisch als auch songschreiberisch ein sehr großer Schritt für uns, doch letzten Endes gibt es auf allen Alben Songs, die ich gerne mag.

The-Pit.de: „The Flood Inside“ ist auch das einzige Album, von dem ihr auf „Stummfilm“ keinen Song spielt.

Janosch: Das ist richtig. Wobei es auch da ein, zwei Songs gibt, die ich gut finde, aber insgesamt passt es halt nicht so.

The-Pit.de: Dieses Jahr haben sich ja auch Zodiac wieder reformiert und da beim Rock Hard Festival 2019 sowohl LDC als auch Zodiac gebucht wurden, hast du dort mit gleich zwei Bands an einem Tag gespielt. Wie war das so?

Janosch: Das war cool! Mir haben beide Auftritte Spaß gemacht und es war sehr schön. Da ich zweimal an einem Tag gespielt habe, musste ich auch nur einmal fahren – ich kann da nur positiv drüber berichten.

The-Pit.de: Die Stimmung bei Long Distance Calling war auch echt gut. Es war vielleicht nicht sonderlich voll, da das RHF ja nun mal sehr traditionell ausgerichtet ist, aber die, die anwesend waren, haben diese Abwechslung definitiv begrüßt.

Janosch: Ich finde das auch durchaus mutig von dem Veranstalter. Wir sind nicht wirklich eine Metalband, auch keine Hard Rock-Band, wobei ich es persönlich auf einem Festival gerne mag, mir auch tatsächlich verschiedene Musik anzuhören. So was wie das Party San zum Beispiel wäre für mich unvorstellbar, ich könnte mir nicht drei Tage lang nur Gebolze anhören. Deswegen finde ich es schön, wenn ein Festival wie das Rock Hard sich traut, auch mal jemand einzuladen, der von dieser traditionellen Ausrichtung abweicht. Wir haben jedenfalls gutes Feedback bekommen, es hat Spaß gemacht zu spielen und von daher denke ich, waren alle happy.

The-Pit.de: Noch mal kurz zu Zodiac: Kann man da demnächst mit einem neuen Album rechnen oder was gibt es für Pläne?

Janosch: Da fangen wir jetzt an, neue Songs zu schreiben und haben wieder Spaß daran, zusammen Musik zu machen, also ist es sehr gut möglich, dass es da bald was Neues zu hören gibt.

The-Pit.de: Das freut mich zu hören und ein besseres Schluss-Statement kann es ja kaum geben.

Janosch: Vielen Dank und vielleicht sieht man sich dann nächstes Jahr in der Elbphilharmonie.

Eine Erfahrung, die mit Sicherheit sehr reizvoll sein dürfte. Im September 2020 wird es wie erwähnt so weit sein, mal sehen, ob Long Distance Calling und vielleicht auch Zodiac bis dahin mit neuem Material aufwarten werden.

Seite
comments powered by Disqus

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen