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Long Distance Calling im Interview (Dezember 2019)

Schweigen ist Gold

The-Pit.de: Guckt ihr denn auch selbst Stummfilme? Magst du so was?

Janosch: Von der Ästhetik her auf jeden Fall. Ich hab früher so Streifen wie „Nosferatu“, also die alten Horror-Stummfilme gern gesehen, das hat einfach total viel Charme. Und mit dem Schwarzweiß-Cover in der Kirche, das passt auch dazu, das hat so ein bisschen dieses Morbide und deswegen griff alles gut ineinander.

The-Pit.de: War anfangs, also natürlich noch bevor ihr die Setlist, den Titel und alles andere geplant hattet, noch die Überlegung da, auch Songs mit Gesang zu spielen oder war – auch nach dem letzten Album „Boundless“, das ja wieder komplett instrumental gehalten ist – gleich klar, dass diese Aufzeichnung eine rein instrumentale Angelegenheit wird?

Janosch: Das war klar. Wir wollten den Leuten von Anfang an etwas Besonderes bieten, wir haben uns Gäste geholt (einen Cellisten und einen Perkussionisten – Anm.d.Verf.), die noch mal ein neues Element mit einbringen, aber was Gesang angeht, war das klar. Wenn jetzt Jonas Renkse von Katatonia gesagt hätte: „Wisst ihr was, ich bin sowieso gerade in Köln, Hamburg oder Ludwigsburg unterwegs und kann ,The Nearing Grave‘ singen“ – wir haben ja das komplette „Avoid The Light“-Album gespielt, bis auf eben diesen einen Song –, hätten wir mit Sicherheit nicht nein gesagt, aber das wäre tatsächlich die einzige Option gewesen, etwas mit Gesang zu machen. Da Jonas aber nicht verfügbar war, war eigentlich klar, dass es eine rein instrumentale Show wird.

The-Pit.de: Da du erwähnst, dass ihr „Avoid The Light“ nahezu komplett gespielt habt: Florian (Füntmann; Gitarre – Anm.d.Verf.) betont auf dem Konzert auch noch mal, dass das Album zehnjähriges Jubiläum feiert. Habt ihr deswegen fast alle Stücke davon gespielt und fiel die Songauswahl für das Konzert generell schwer?

Janosch: Jein. Es war wegen des zehnjährigen Jubiläums tatsächlich klar, dass wir die komplette „Avoid The Light“ spielen und was die anderen Songs betrifft, haben wir viel von der „Boundless“ gespielt, aber wir mussten immer bedenken, dass wir in dieser besonderen Location, eben einer Kirche spielen. Unser Soundmann musste da schon kämpfen, um einen guten Sound hinzubekommen. Er hat es letztendlich geschafft, aber das war auch nur möglich, weil wir uns vorher mit ihm abgesprochen haben und er uns zu verstehen gegeben hat, dass wir sehr schnelle, harte Songs eher nicht ins Programm reinnehmen sollten, weil das sonst nur noch Matsch wird. Gerade mit vielen Schlägen auf die Snare und so weiter, das geht nicht gut. Das muss man so ein bisschen angleichen, aber es passte sowieso besser, ein abwechslungsreiches, stimmungsvolles Set zu haben, weil die Leute ja auch sitzen, weswegen wir dann auch eher die Songs gespielt haben, die ein bisschen cineastischer sind – hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht.

The-Pit.de: Im Allgemeinen haben Kirchen zwar eine schöne Akustik, sind allerdings ja natürlich nicht für elektrisch verstärkte Musik angelegt. Und dafür klingt das alles super, Bild und Ton sind überhaupt sehr gut, auch die Schnitte nicht so hektisch wie sonst bei vielen Live-DVDs aus dem Rock- und Metalbereich – das ist schon wirklich eine geile Aufzeichnung geworden.

Janosch: Danke. Aber das Lob muss ich natürlich auch weitergeben an die Menschen, mit denen wir zusammengearbeitet haben – unser Soundmann Flo, der Jojo, der das Album gemischt und gemastert hat, der Kameramann, der die Aufnahmen gemacht hat… Wir sind da superhappy mit, alle haben das Beste rausgeholt.

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