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Long Distance Calling im Interview (April 2009)

"Dani Filth? Der kann echt gar nichts!"

Florian Füntmann mit Long Distance Calling beim Winternachtstraum Festival 2009

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"Avoid The Light" (9.5 von 10 Punkten), der Nachfolger des oft gelobten Debüts "Satellite Bay" der Münsteraner Post-Rock-Formation Long Distance Calling, erscheint am 25. April. Zwar hat Gitarrist Florian Füntmann mit der Promotion des am selben Tag erscheinenden Albums seines zweiten Projekts Misery Speaks alls Hände voll zu tun, doch die Zeit, unsere Fragen zu beantworten, nahm er sich dennoch. Unser Own-Words-Special zu "Avoid The Light" ist unterdessen hier zu finden.

 

The-Pit.de: Hallo und willkommen zum Interview. Wie geht es dir? Wie ist die Stimmung in der Band?

Flo: Hallo! Mir geht es super und die Stimmung in der Band ist ebenfalls sehr gut. Wir sind sehr erfreut, dass „Avoid The Light“ so unglaublich gut bei der Presse und den Leuten ankommt.

 

 

The-Pit.de: Demnächst erscheint das genannte Album. Es ist deutlich vielseitiger und experimenteller ausgefallen als der Vorgänger. Woran liegt das? Kann es sein, dass euch die sehr positiven Reaktionen auf „Satellite Bay“ ein wenig beflügelt haben?

Flo: Ja, das auf jeden Fall. Ich glaube, wir haben uns dieses Mal einfach mehr getraut. Wir waren natürlich von den guten Resonanzen zu „Satellite Bay“ beflügelt und hatten dieses Mal große Experimentierfreude. Wir wollten das Ganze einfach etwas abwechslungsreicher, die Songs etwas rhythmischer gestalten und verschiedene Stimmungen in den Songs erzeugen.

 

The-Pit.de: Habt ihr euch denn vorher immer ein wenig gebremst, was die eher experimentellen Aspekte der Musik angeht?

Flo: Nein, das nicht. Wir haben immer die Songs geschrieben, die wir wollten, ohne uns selber zu limitieren. Wir sind einfach mittlerweile bessere Musiker geworden und als Band zusammengewachsen, was sich natürlich auf den technischen Aspekt auswirkt.

 

The-Pit.de: Was sind aus eurer Sicht die wichtigsten Neuerungen? Was gefällt euch besonders gut im Gegensatz zum Vorgänger-Album? Womit werdet ihr am meisten überraschen?

Flo: Wir haben dieses Mal mehr Wert auf rhythmische Spielereien gelegt. Auf „Satellite Bay“ gab es noch viele Parts, in denen eine Leadgitarre über einer relativ stumpfen Rhythmusgitarre liegt. Das wollten wir dieses Mal nicht mehr so intensiv betreiben und das Ganze interessanter gestalten. Auch Reimut hat sich dieses Mal mehr getraut und hat deutlich mehr Sounds in die Songs eingebaut. Die Tracks sind auch alle viel abwechslungsreicher, so haben wir beispielsweise eine menschliche Beatbox auf der Platte. Ich finde auch, dass die Songs alle verschiedene Stimmungen vermitteln – wir haben nicht nur melancholische Songs, sondern auch ein paar sehr entspannt daher kommende Nummern.

 

The-Pit.de: Wie zufrieden seid ihr selbst mit dem Endergebnis?

Flo: Also ich für meinen Teil bin sehr, sehr zufrieden.

 

The-Pit.de: Du sagst, ihr seid bessere Musiker geworden. Hättet ihr bei „Satellite Bay“ im Nachhinein etwas anders gemacht?

Flo: Ja, auf der Platte sind ein bis zwei Songs, die wir so heute sicherlich nicht mehr auf das Album gepackt hätten, aber eine CD spiegelt ja immer das wieder, wozu eine Band zu dem Zeitpunkt in der Lage war. Insofern bin ich eigentlich immer noch zufrieden.

 

The-Pit.de: Zwei von euch sind auch bei Misery Speaks aktiv und veröffentlichen mit dieser Band zeitgleich eine weitere CD. Wie sind die Stellenwerte der Bands verteilt?

Flo: Da machen wir keine Unterschiede. Beide Bands haben denselben Stellenwert. Bisher sind wir uns da konzertmäßig auch nicht wirklich heftig in die Quere gekommen. Bei ein paar Shows hatten wir Ersatzmusiker dabei, was aber absolut gut geklappt hat. Solange keine der beiden Bands darunter leidet, ist alles cool.

 

The-Pit.de: In der Hinsicht könnte man Long Distance Calling fast als musikalischen Ausgleich zu der deutlich aggressiveren Musik von Misery Speaks bezeichnen. Ist da was dran?

Flo: Ja, das ist absolut richtig. Ich sehe es in der Tat als musikalischen Ausgleich. Bei Misery Speaks machen wir ja viel härteren Sound, der auch gitarrentechnisch deutlich schwieriger zu spielen ist. Da ist die Musik von Long Distance Calling auch spielerisch deutlich entspannter. Es kommt mehr aufs Feeling an als auf Technik.

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