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Leprous im Interview (Oktober 2017)

Himbeeren aus Georgien

The-Pit.de: Letztes Jahr habt ihr die DVD „Live At Rockefeller Music Hall“ veröffentlicht, wo ihr jede Menge Gäste hattet, wie Ihsahn und euren vorigen Drummer Tobias Ørnes Andersen, was das Ganze besonders interessant machte. Da dies alles aufgenommen wurde – wart ihr etwas nervöser als bei einer normalen Show oder macht euch das nichts mehr aus?

Simen: Doch sicher – ich jedenfalls war nervöser. Normalerweise werde ich nicht sonderlich nervös, aber wir hatten mit einigen unvorhergesehenen technischen Schwierigkeiten, die sich auf unsere Moral auswirkten, zu kämpfen. Aber letztlich hat schon die Begeisterung der Fans mein Selbstvertrauen schnell wieder aufgepäppelt. Ich bin sehr glücklich mit dem Endresultat, denn es ist sehr ehrlich, es gab nicht viel Postproduktion und „Schummeln“. Es ist wie es ist.

The-Pit.de: Aber warum kam das nicht auf Blu-ray heraus? Ich hab jedenfalls nirgendwo eine gefunden.

Simen: Das weiß ich leider auch nicht.

The-Pit.de: Ihr scheint Titel zu mögen, die nur ein Wort enthalten, auf „The Congregation“ waren auch bereits fast alle Songs mit lediglich einem Wort betitelt. Ist das Zufall oder macht ihr das tatsächlich mit Absicht?

Simen: Hmm, ich denke, es ist dadurch einfacher zu merken. Wozu ein scheißlanger Hipster-Titel, wenn du auch konkret sein kannst? (lacht)

The-Pit.de: Ihr habt einen neuen zweiten Gitarristen in der Band, sein Name, Robin Ognedal, ist in diesem Interview schon gefallen. Warum hat sich Øystein Landsverk, der immerhin 13 Jahre in der Band war, dazu entschieden, das Handtuch zu werfen, und wie ist es mit dem Neuen? Wo habt ihr ihn aufgegabelt?

Simen: Øystein wollte für seine Karriere und seine Familie andere Prioritäten setzen. Eine sehr verantwortliche und zu respektierende Entscheidung. Auch wenn wir ihn vermissen, ist Robin doch eine großartige Ergänzung für die Band. Wir kommen praktisch alle aus derselben Gegend, daher kennen wir uns als Musiker schon eine sehr lange Zeit. Robin hat Øystein bereits auf der US-Tour ersetzt. Er ist ein toller Kerl und außerdem ein sehr guter Gitarrist, also war er unsere erste Wahl, als wir nach einem neuen Gitarristen suchten.

The-Pit.de: Ich denke, nach und nach erntet ihr die Früchte eurer Arbeit – in Deutschland hat „Malina“ immerhin Platz 34 in den Albumcharts erreicht. Wie ist das eigentlich in den USA, wo du gerade die letzte US-Tour erwähnt hast? Ist es schwerer, dort erfolgreich zu sein im Vergleich zu Europa? Vor allem angesichts eurer völlig unkommerziellen Musik…

Simen: Nun, das letzte Mal, als ich nachsah, waren wir auf Platz 19 in den Billboard Charts in der Kategorie Rock. Keine Ahnung, ob das eine große Leistung ist, aber ich denke, es ist schon irgendwie cool. Wir denken schon viel an den US-Markt und würden natürlich gerne dort groß werden wenn möglich, aber naja: Eins nach dem anderen.

The-Pit.de: Was hörst du momentan privat so für Musik und was waren für dich die bisher besten Alben in diesem Jahr?

Simen: Zurzeit höre ich sehr viel von einem Saxophonisten namens Chris Potter und seinen diversen Bandprojekten. Al Greens altes Zeug läuft bei mir momentan auch sehr viel, die Foo Fighters haben gerade ein großartiges neues Album herausgebracht. Aber das Beste, was ich dieses Jahr entdeckt habe ist ein Typ namens Moses Sumney – dieser Tage höre ich nicht so viel Rock und Metal.

The-Pit.de: Ende Oktober und im November geht ihr mit Agent Fresco auf Tour, was musikalisch denke ich eine sehr passende Kombination darstellt. Seid ihr da selber drauf gekommen oder hat euch das euer Management vorgeschlagen?

Simen: In der Tat eine sehr passende Kombination! Wir wollten sie auf Tour einladen, ich glaube nicht, dass unsere Booking-Agentur bereits vor dieser Entscheidung eine Meinung dazu hatte. Jedenfalls freuen wir uns sehr darauf, mit dieser Band die Bühne zu teilen!

Wir freuen uns natürlich ebenfalls auf diese angekündigte Tour. Jedem, der Lust hat auf wirklich originelle Bands, die noch mit wirklich neuen Ideen aufwarten und völlig eigenständig tönen, sei diese Tour ans Herz gelegt und selbstverständlich auch Leprous’ aktuelles Album „Malina“.

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