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Leprous im Interview (Oktober 2017)

Himbeeren aus Georgien

The-Pit.de: Worum geht es im sehr traurigen „The Last Milestone“? Was ist für dich der „letzte Meilenstein“?

Simen: Für mich ist „The Last Milestone“ eine wunderschöne Ausnahme. In allen anderen Songs in Leprous’ Karriere waren die Bandmitglieder in das Schreiben und die Aufnahmen der Songs involviert, außer diesem. Ich erinnere mich, als Einar die kreative Eingebung für dieses Stück hatte. Wir tourten in Australien mit der von dort stammenden Band Voyager. Wir hatten einen Day-off in Brisbane, es war regnerisch und wir sahen als Zeitvertreib „The Revenant“ im Kino. Der Soundtrack dieses Films ist fantastisch mit seinen schleppenden Akkordfolgen. Filme, TV-Serien, Bücher und Podcast sind großartige Inspirationsquellen für Komponisten.

The-Pit.de: Hattet ihr bei den Orchestrierungen, speziell bei diesem Song, Hilfe von außen, jemand, der Erfahrung in diesen Dingen besitzt und die Orchesterparts arrangiert hat?

Simen: Einar stellt keine Überlegungen zu einer spezifischen Instrumentenpalette an, wenn er programmiert und mit MIDI arbeitet, deswegen brauchte er einen Experten, um die Streicher für die Songs zu arrangieren. Raphael Weinroth-Browne ist der extrem talentierte Cellist, der in den Streichersequenzen zu hören ist, zusätzlich hat er die geschriebenen Parts arrangiert.

The-Pit.de: Hast du, neben dem erwähnten „Bonneville“, sonst noch bestimmte Lieblingssongs auf der Platte? Für mich sind es „Leashes“ (unglaublich eingängig), „Mirage“ und der Titeltrack.

Simen: Ich denke, der Titeltrack ist mein Favorit. Einar singt wie ein Engel und die Komposition ist sehr aufrichtig, ehrlich. Sie beinhaltet keine dominierenden Bassparts, aber das ist egal – ein wunderschöner Song ist ein wunderschöner Song. „Bonneville“ ist wie gesagt mein zweitliebstes Stück, schon allein wegen Baards donnerndem Drumming, und dann noch „Leashes“ wegen seines Bassparts.

The-Pit.de: Was ist die Hintergrundgeschichte zum Musikvideo von „From The Flame“?

Simen: Die Story ist simpel. „Troll“, ein norwegischer Regisseur schrieb das Skript, doch er und seine Kinder wurden krank, als der Clip gedreht werden sollte, also mussten wir die Verantwortung übernehmen und das Skript gemeinsam mit den Schauspielern interpretieren. Was es repräsentiert… hmm… Ich bin nicht sicher und ich glaube auch nicht, dass das sonderlich wichtig ist, da die individuelle Interpretation von Kunst für sich selbst spricht.

The-Pit.de: Bitte erkläre die Bedeutung des Coverartworks.

Simen: Wir tourten mit dem Devin Townsend Project und Between The Buried And Me vom Spätjanuar bis März Anfang dieses Jahres. Wir sahen das Merch-Sortiment von BTBAM und es sah verdammt gut aus. Ihr grafisches Profil hatte eine spezielle Ästhetik, mit der wir uns gerne beschäftigen wollten. Sie hatten einen Typen namens Corey Mayers, den wir kontaktierten und er machte einen Entwurf für das „Malina“-Cover. Wenn ich mich recht entsinne, behielten wir gleich den ersten Entwurf und fügten später nur noch die kleine alte Lady hinzu.

The-Pit.de: Wie würdest du eure musikalische Entwicklung vom ersten Album bis heute beschreiben, und wie würdest du Leprous’ Sound jemandem erklären, der noch nie einen Ton eurer Musik gehört hat?

Simen: Zunächst: Wenn dein fünftes Album genauso klingt wie dein erstes, machst du irgendwas falsch. Mir ist es egal, was irgendjemand darüber sagt, ob der musikalische Ausdruck „true“ oder „authentisch“ ist – das ist nichts weiter als eine Ausflucht aus Furcht vor Veränderung oder Ablehnung. Ich respektiere Leprous sehr in diesem Sinne. Sie waren jünger und verrückter, als sie „Tall Poppy Syndrome“ und „Bilateral“ herausbrachten. Der Wendepunkt kam meiner Meinung nach mit „Coal“. Dort nahmen sie sich Zeit, um jeden musikalischen Part richtig auszuloten. „The Congregation“ war sehr kalt und explosiv, und „Malina“ ist organisch und reflektiert all diese Referenzen.

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