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Kvelertak im Interview (Juni 2013)

"Hauptsächlich habe ich deshalb angefangen Bass zu spielen, weil ich nicht wusste, wie man Gitarre spielt"

Sänger Erlend live in Action

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The-Pit.de: Ihr seid bereits jetzt unglaublich erfolgreich. Mit dem zweiten Album schon seid ihr bei Roadrunner, einem bekannten und renommierten Label, untergekommen – wenn euch zuvor jemand diesen Erfolg prophezeit hätte, hättet ihr den wohl für verrückt erklärt, oder?

Marvin: (sucht fast ein wenig verlegen nach Worten): Ja, das ist schön ein verrücktes Erlebnis… Es ist schon so viel passiert, was wir nie erwartet hätten, und wir sind einfach glücklich, auf dieser Tour sein zu dürfen. Weißt du, ich habe eine Familie zu Hause und bin total froh darüber, später mit etwas Geld in der Tasche nach Hause kommen zu können. Wir verdienen nicht übermäßig viel, aber wir können mit der Musik Geld verdienen – und das ist schon verrückt. It’s fucking crazy (lacht).

The-Pit.de: Wie hast du eigentlich angefangen, Bass zu spielen?

Marvin: Hauptsächlich habe ich deshalb angefangen Bass zu spielen, weil ich nicht wusste, wie man Gitarre spielt (lacht). Ich war da ungefähr zwölf und spielte simples Punkrock-Zeug, wo man nicht viel können muss, so Sex Pistols-mäßigen Kram.

The-Pit.de: Vom Ex-Sex-Pistols-Bassisten Sid Vicious gibt es ja die bekannte Anekdote, dass Lemmy ihm kurz Bassunterricht gegeben, es aber nach wenigen Tagen aufgegeben hat, weil Sid ein hoffnungsloser Fall war und Lemmy meinte, dass der nie wirklich lernen wird, ein Instrument zu spielen.

Marvin: Ja, richtig, hahaha.

The-Pit.de: Hast du zum Abschluss vielleicht noch irgendwelche amüsanten Tour-Anekdoten auf Lager?

Marvin: Oh Mann, das ist immer schwer, wenn Leute diese Frage stellen… (überlegt) Ich hab eine, aber die ist ziemlich lang… Ich komme aus dem nördlichsten Teil Norwegens, aus Finnmark. Letzten Sommer haben wir dort auf einem Festival gespielt und sind danach auf einer Aftershowparty gewesen. Es wurde sehr spät und plötzlich merkten wir: „Scheiße, in einer Stunde müssen wir am Flughafen sein!“ Also rannten wir schnell zum Parkplatz bei dem Festivalgelände, um ein Taxi zu finden, und auf einmal fuhr dieses Mädchen, das wir vom Festival kannten, neben uns her. Wir hielten sie an und sprangen in das Auto, und auf dem Beifahrersitz saß ihr Freund, der völlig besoffen war. BJ, Kjetil und ich begaben uns auf die Rücksitze, wovon der Typ ziemlich angefressen war – so nach dem Motto: „Was wollt ihr? Verpisst euch!“ Und Kjetil versuchte ihn zu beruhigen, aber der Kerl drehte sich um und versuchte Kjetil eine reinzuhauen, wovon wir ihn allerdings abhalten konnten. Und dann hat seine Freundin ihn aus dem Auto geworfen! Ich weiß nicht mehr, wie es dann genau weiterging, jedenfalls fuhren wir kurze Zeit später los, er stand an der Straße mit einer Flasche in der Hand, und als wir an ihm vorbeifuhren, warf er die Flasche gegen das Fenster, hinter dem Kjetil saß. Das Fenster ging zu Bruch und der Typ versuchte, dadurch in das Auto zu gelangen! Ich rief nur: „Fahr!“ Und das Mädchen geriet in Panik, schrie nur: „Nein!“ und den Namen ihres Freundes, und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, sodass wir im Graben landeten. Anschließend sind wir aus der Karre raus und es gab fast eine Prügelei. – Ziemlich verrückte Geschichte und gerade die einzige, die mir einfällt.

The-Pit.de: Das ist ja echt mal ganz schön seltsam. Eine Frage fällt mir doch noch ein: Was waren für dich die besten neuen Alben im letzten Jahr?

Marvin: Puh… (überlegt lange und checkt seinen iPod) Die neue Graveyard fand ich super. Aber ansonsten habe ich nicht so viel Neues gehört, um ehrlich zu sein, eher ältere Sachen. Zurzeit höre ich zum Beispiel viel Thin Lizzy, aktuell die „Black Rose“-Scheibe.

The-Pit.de: Na ja, damit macht man ja auch nichts falsch. Ich danke dir vielmals für das Interview!

Ein Dankeschön geht an Yassi von Pirate-Smile, die dieses Gespräch ermöglichte und lange genug warten musste, bis das Ganze endlich online ging – sorry for that! Kvelertak ließen es, wie im mit diesem Artikel verknüpften Konzertbericht nachzulesen, einige Stunden nach dem Interview so richtig amtlich krachen!

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