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Krashkarma im Interview (November 2010)

„Straight To The Blood“ ist wie ein Alkoholdrink – das geht sofort in den Kopf.
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The-Pit.de: Ihr seid eine multikulturelle Truppe – deutsch, griechisch, amerikanisch – wie kommt ihr mit dem ganzen Nazidreck zurecht, der immer mehr nach vorn drängt?

Ralf: Das geht an uns komplett vorbei, ehrlich gesagt, da bin ich aber auch froh. Wir sind sowieso definitiv im linken Lager angesiedelt und mit der rechten Szene haben wir nichts zu tun. In Amerika ist das sowieso noch ein riesiger Breihaufen, da äußern sich wenige Bands politisch und da bekommt man das nicht mit. Und hier in Deutschland haben wir schon mitbekommen, dass es eine rechte Szene gibt. In Berührung sind wir zum Glück noch nicht damit gekommen.

The-Pit.de: Bist du in den USA der typische Deutsche und hier eher der Amerikaner?

Ralf: In Amerika bin ich definitiv schon ein leichter Arier, würde ich mal sagen – so nicht der typisch Deutsche, aber immer noch der zugewanderte. Und das ist auch ein Image, welches ich nicht ablegen mag. Das gibt es viel zu viele Leute, die einfach im Einheitsbrei versinken. Und dadurch, dass ich eine deutsche Herkunft habe, ist es etwas, was sich von dem Rest unterscheidet. Und das unterstreiche ich auch so, zum Beispiel mit „eins, zwei, die“. Da kann ich auch eine Geschichte erzählen und bringe den Leuten auch noch deutsch bei. Eine kleine Deutschstunde für Erstklässler.

The-Pit.de: Genau in eure Tour fiel auch der Tag zum Ground Zero. Seitdem haben sich Reisegewohnheiten verändert, mehr Kontrollen sind eingeführt worden und die Freiheit wird immer mehr eingesperrt. Wie hat sich das bei euch ausgewirkt?

Ralf: Wir sind eine Band und reisen natürlich auch viel international und uns bläht es definitiv auch an, diese Sicherheitssecurityscheiße, der ganze Mist, der da ab geht. Ich meine, das ist eine Riesenverarsche, was da abgeht. Ich find das nicht gut. Wenn du in Amerika bist, bekommst du das so nicht mit, aber wenn du natürlich reist und an die Flughäfen kommst und auch international reist, dann merkst du das. Ich habe auch das Gefühl, dass es hier an den Flughäfen in Europa brutalen Einfluss genommen hat, dieser ganze Securityquatsch. Da hat sich die Welt richtig zurückentwickelt, was da in New York passiert ist, nicht nur in Amerika, sondern global. Das finde ich superasi.

Niki: Alles ist einfach schwieriger geworden. Ich denke, dass es eher ums Geldmachen geht als vor Bedrohung zu schützen. Vielleicht liege ich auch falsch. Du wirst nicht überall bedroht, aber du wirst in allem eingeschränkt. Da gibt es einfach viele unwichtige Dinge wegen dieser Vorfälle. Man fühlt sich gerade am Flughafen wie in einen Käfig gesperrt. Sie nutzen die Angst. Toll ist das nicht.

The-Pit.de: In schöner herrlicher Fanzine-Tradition kommt jetzt meine immer abschließende Frage: Nennt uns doch mal eure Top 5 der Musik. Musik, die ihr bevorzugt.

Niki: Musik, die ich gerade besonders gerne höre? Ähm, das wechselt natürlich ständig. Ich mag sehr The Hives, dieser Band lausche ich sehr gerne, ich liebe auch sehr Massive Attack. Mmmh, was höre ich denn noch gerne – ich bevorzuge auch Zigeuner-Musik (und muss dabei lachen) – während ich hier bin, treffe ich so viele verschiedene Leute, die verschiedene Musikarten spielen und ich bin glücklich, so viele neue Sachen zu hören, bevor ich wieder zuhause bin. Ich finde das richtig klasse – ich mag diese Musik, das Akkordeon, ganz toll. Aber zurück zur Top 5. Ähm…Muse steht bei mir auch ganz oben an. Und wenn ich mal auf die Klassiker zurückgreifen darf – dann Led Zeppelin, egal welche.

Ralf: Ich bin da eher auf der AC/DC-Seite, nicht bei Led Zeppelin. Seit ich in Deutschland bin, gibt es auch ein altes Tape, was ich mal wieder ausgegraben habe: Suicidal Tendencies, Slayer, ganz viel und dann ähm, Hot Water Music ist eine von meinen Lieblingsbands. Kennt ihr die? Das ist eine Punkrockband aus Florida und die sind geil.

The-Pit.de: Das war es dann auch schon – ich danke euch beiden für eure Zeit.

Niki: Ich danke dir. Wir müssen jetzt aber auch los zum Soundcheck.

Ein herzliches Dankeschön geht natürlich nicht nur an Ralf und Niki für die Zeit, die wir beim Bierchen zusammen gesessen haben, sondern auch an Jörg von Hooked On Music, der uns beim Interview fotografierte und dafür lediglich ein kleines Fläschchen bekam - hehe. Und ein letztes fettes Dankeschön geht dann auch an Iris von Focusion, die dieses Interview eingestielt hatte und vorher auch für ein ausdauerndes Gespräch am Telefon zur Verfügung stand. Und hey Iris, du hattest verdammt noch mal recht: Niki ist heiß. Feurio

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