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Krashkarma im Interview (November 2010)

„Straight To The Blood“ ist wie ein Alkoholdrink – das geht sofort in den Kopf.

Entspannung pur im Backstagebereich des Underground in Köln (Foto: Jörg Litges)

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The-Pit.de: Wenn man allerdings an das Video zu „What We Are“, wo du, Niki, nackt auf der Toilette sitzt, denkt, dann ist dieses Bild aber auch eine ständige Gratwanderung. Steckt das Prinzip „Sex Sells“ ein wenig dahinter? Spielt ihr auch ein bisschen damit?

Ralf: Auf jeden Fall. In dem Video speziell geht es darum: Du siehst die Niki nackt auf dem Klo singen und du denkst: Oh geil, eine nackte Frau auf dem Klo. Und wenn du da noch drüber nachdenkst, dann kommt der Schnitt und dann sitze ich nackt da, in der gleichen Unterwäsche mit meinen Strümpfen. Und dann denkst du dir: Ahh! Das brennt dir ins Gehirn. Das sind Effekte, mit denen wir spielen. "Sex sells" als Haken und dann kommt aber der Schock hinterher, wo du Sachen siehst, die du nicht sehen willst. Das ist der Crash mit dem Karma.

The-Pit.de: Auf eurer Homepage steht, dass es nur eine gute Show war, wenn du blutest. Was haben die Fans zu erwarten?

Ralf: Manchmal fließt halt Blut (lachend), dann hab ich mir halt den Finger aus Versehen an der Gitarre aufgeschlitzt, manchmal fliegt mir das Mikrofon vor den Kopf; da fließt hier und da schon manchmal Blut. Was ich damit ausdrücken will, ist Folgendes: Wenn ich nach der Show fertig bin – also nicht im blutenden Sinne, sondern eher erschöpft bin – dann war das eine gute Show für mich. Wenn ich herunterkomme und total im Arsch bin, dann war es eine gute Show. Und so gehe ich die Shows auch normalerweise an. Ich habe immer die Attitüde, dass jede Show die letzte Show sei. Und so spiele ich das auch, und dann ist es egal, ob zwei oder 20000 unten stehen. Die Show geht ab und da gebe ich auch alles. Und dann kann halt auch mal ein bisschen Blut fließen, wenn man halt falsch hinfällt. Das ist schon ein paar mal vorgekommen.

The-Pit.de: Dann erübrigt sich schon fast die Frage, ob du auf Schmerzen stehst.

Ralf: Nicht unbedingt, aber das ist die wahrste Form der Realität.

The-Pit.de: Du hast es selbst schon erwähnt – du bist auch anderweitig aktiv wie z.B. die Tour mit Wizo. Wie kam das zustande? Rührt das noch aus den alten Feuer-Tagen her?

Ralf: Noch lang vor der Feuer-Zeit – das sind alte Kumpels von mir, die Wizos. Die haben angefangen, Musik zu machen, da habe ich gerade angefangen Gitarre zu spielen. Die kenne ich schon seit Ewigkeiten, seit dem zweiten Demo. Wir unterstützen uns immer gegenseitig. Der Sänger, Axel, ist noch einer der wenigen, der mich in Amerika auch immer besucht. Wir sind immer in Kontakt – er ist einer meiner besten Freunde. Es stand immer im Raum, wenn sie größere Festivals spielen, ob ich die Gitarre übernehmen mag. Da habe ich gesagt: Ja klar. Das sind meine Kumpels, das ist der Hammer. Für unsere Platte habe ich mir auch viel Equipment vom Axel ausgeliehen. Von daher unterstützt man sich gegenseitig.

The-Pit.de: Vier Wochen warst du bei Nine Inch Nails – ein überschaubarer Zeitraum. Konntest du für dich etwas mitnehmen?

Ralf: Das, was ich mitnehmen konnte war: Sobald es mal ein „Million Dollar“-Unternehmen ist, geht das anders ab. Hey, dann ist es brutal, wie die Kommunikation sich verändert. Was ich auch mitbekommen habe ist: Alle kochen auch nur mit Wasser. Manchmal denkt man sich: Das sind Götter, wie machen die das? Und dann schaut man hinter die Kulissen und denkt sich: Wow, das ist auch nur ein Schattenspieler. Da ist die Kerze und hier ist die Figur und hier ist die Leinwand. Was du von außen und von hinten siehst, sind zwei verschiedene Sachen. Also, jeder kocht mit Wasser. Es war kurz eine geile Zeit, mit den Jungs mitgerockt zu haben.

The-Pit.de: Zumindest hast du die Industrial-Einflüsse verstärkt mitbekommen.

Ralf: Diese Einflüsse habe ich schon davor gehabt, die Bands kannte ich auch alle, ich habe sie auch gehört, die finde ich auch sehr geil. Deswegen habe ich mich auch dazu entschlossen da mitzumachen.

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