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Knorkator im Interview (November 2011)

"Unsere Scherze sind subtiler geworden"

Knorkators Ideen für Liedgut werden nicht auf dem Klo geboren - hier live in Bochum

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The-Pit.de: Das war jetzt sicher eine von diesen ultimativen Antworten, die du immer so beantwortest.

Alf Ator: (Überlegt) Nein, eigentlich nicht. Ich habe sie sonst anders beantwortet, weil dann die Frage direkter war: „Sach ma, falln dir deine Sachen uff´m Klo ein?“ Und dann erzähle ich eher von der eigentlichen Erstehung. Es gibt drei Baustellen – das muss ich dir mal erzählen: Die eine ist die Idee, worüber man einen Song schreiben könnte, das ist für mich immer ganz wichtig. Manche schreiben so vor sich hin oder machen ein Gitarrenriff (macht es vor), so geht das bei mir nicht. Ich brauche immer eine Grundidee, von der ich sage, dass es sich lohnen soll, darüber ein Lied zu machen; es muss also wirklich ein philosophischer Gedanke sein. Dann brauche ich natürlich eine Melodie, Harmoniestruktur, Riff, Satz o.ä. Und dann brauche ich Worte, weil die Idee nicht automatisch gleich formuliert ist. Wenn ich sie einfach nur formuliere, ist es vielleicht ein Prosatext, aber es soll ein Lied werden, also brauche ich geflügelte Worte, geile Slogans, die im Ohr bleiben oder die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann und die vielleicht auch noch von dem niederen Volk schnell aufgenommen und mitgegröhlt werden können. Wenn man dann die Idee hat und dazu den Slogan, der das artikuliert, dann treffen die sich und dann habe ich in meiner Schublade mit Melodien verschiedene Sachen, an denen ich über Jahre arbeite und mal wieder weglege und raushole und wenn dann etwas davon passt, vielleicht nur ein Riff davon, dann entsteht die eigentliche Kernschmelze, aus der der Song entsteht und dann gehe ich erst ins Studio und gucke, wie das Schlagzeug passt und der Text ausgearbeitet werden kann. Dann baut sich das erst auf, davor ist es eher wirr.

The-Pit.de: (Beim Foto knipsen und schon fast Verabschieden) Ich bin ganz froh, dass wir das Interview nicht mit der Kamera aufgenommen haben, da ich sonst vor Stumpens Reaktions Angst gehabt hätte.

Alf Ator: Ach so, na ja, wir haben uns dazu entschieden, dass ich den Hauptteil der Interviews mache, weil Stumpen zwar oft sehr unterhaltsam ist, aber wir sind zur Zeit mehr daran interessiert, Informationen in die Welt zu streuen, als unser ohnehin schon zu sehr Comedyimage zu unterstützen

The-Pit.de: Als ich den Leuten erzählt habe, dass ich euch interviewen werde, wurde häufig gesagt, dass ihnen die Musik nicht so zusagt, wobei ich gerade bei euch die Texte sehr wichtig finde.

Alf Ator: Na ja, was soll ich sagen? (Überlegt) Sowohl die Texte als auch die Musik sind einfach göttlich (lacht). Schön für uns ist es zu merken, dass, wenn Leute über unsere Songs schlecht schreiben man an der Formulierung schon merkt, dass es doch sehr oberflächlich war. Aber die Leute, die näher reingehört haben, denen bleibt gar nichts weiter übrig, als es zu loben (alles lacht laut).

The-Pit.de: Möchtest du zum Abschluss noch etwas sagen?

Alf Ator: Meine große Botschaft an die Welt? Wir haben eine große, gemeinnützige Aktion, zu der ich die Welt zur Unterstützung aufrufen möchte. Die Aktion heißt: „Rettet Alf Ator“. Es gibt dort ein Konto. Das ist die Nummer 301 63 26 bei der Deutschen Bank mit der Bankleitzahl 100 700 24. Jede Spende ist willkommen, der Kontoinhaber ist ein Strohmann namens Alexander Thomas. Wir freuen uns, wenn ihr da mitmacht, damit es vorwärts geht.

Nun sind wir also gespannt, was dieser Aufruf bringen wird. Auf jeden Fall ging damit eine sehr spannende halbe Stunde vorbei und The-Pit.de bedankt sich herzlich bei Alf Ator für die ausführlichen Antworten und bei Janet, der Managerin von Knorkator, die das Interview ermöglichte.

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