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Knorkator im Interview (November 2011)

"Unsere Scherze sind subtiler geworden"

Knorkator verscherbeln auch mal Sachen bei eBay - Buzz Dee hier in der Bochumer Matrix

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The-Pit.de: Ihr seid dafür bekannt, gut auszusehen. Gibt es Lieblingsoutfits von euch?

Alf Ator: (Überlegt) Ja, ich fühlte mich immer ganz wohl in einem Kostüm aus der Plüschzeit. Das war so eine gelbe, kurzärmelige Weste mit einem blauen Plüschrollkragen. Dazu gab es blaue Armstulpen, eine kurze gelbe Hose und gelbe Beinstulpen. Das sah zwar auch lächerlich aus, aber es hatte etwas sehr Cooles. Aber ich habe es dann nachher trotzdem nicht mehr angezogen, weil es zu den nächsten Konzepten nicht gepasst hat. Sehr geil war das Plastiktütenoutfit. Das hat wirklich reingehauen, weil es so etwas noch nicht gab, aber das haben wir jetzt auch eine Tour gemacht und jetzt ist auch gut, weil es echt heiß da drin ist. Jetzt habe ich erst einmal mein Gewand und fühle mich darin sehr wohl und weiß auch noch gar nicht, ob ich das jemals ändern will. Vielleicht wird es irgendwann statt Gold Silber oder Platin.

The-Pit.de: Wo kommen eure Kostüme dann hin, wenn ihr die nicht mehr tragt? Sammelt ihr sie im Schrank?

Alf Ator: Zum Teil. Ich habe da so eine Kiste, wo die alten Kostüme drin sind. Manchmal haben wir in vergangenen Zeiten, wenn wir Geldmangel hatten, welche bei eBay versteigert. Da hat man dadurch immer noch die eine oder andere Mark verdienen können.

The-Pit.de: Ja, ich weiß, dass der Buzz Dee dort auch ein paar seiner Gitarren versteigert hat, was ich schade finde.

Alf Ator: Ach, der hat doch genug. Er hat so viele Gitarren in seiner Laufbahn gesammelt. Er hat auch wirklich nicht seine Lieblingsstücke versteigert, sondern die, auf die er verzichten konnte. Aber bei Gitarren ist es auch so, dass die wirklich guten, die er live spielt und die er zum Einspielen im Studio nimmt, welche sind, die zwischen 2000 und 4000 € kosten. Und bei eBay ist gar nicht klar, ob man das Geld dafür auch bekommt. Das heißt, er hat da eher solchen Schrott verkauft, der normalerweise für einen Hunni weggehen würde und er hat vielleicht 400€ bekommen und hat sich natürlich ein Loch in den Bauch gefreut.

The-Pit.de: Als ich mich auf das Interview vorbereitet habe, hatte ich die beiden neuen Songs von euch mit Tim Tom als Ohrwurm. Was war dein Ohrwurm in letzter Zeit?

Alf Ator: (Überlegt eine Weile) Ohrwurm? Ich hatte eher ein anderes Lied im Kopf, was mir die ganze Zeit, was mir die letzten Tage nicht aus dem Kopf ging – es ist aber nicht von Knorkator. Es ist ein alter Song von Billy Joel: „And So It Goes“. Aber während der Entstehungsphasen war jeder Song irgendwann eine Zeit lang ein Ohrwurm, wenn ich ihn gemacht hatte, denn wenn es keiner war, habe ich ihn auch nicht weiter verfolgt. Ich weiß noch, dass zum Beispiel „Bleib stehn“ schon vor der Auflösung im „Machen“-Begriff war, mit Arbeitstext, die Melodieführung war schon da, er hatte noch ein anderes Tempo. Das musste sich alles noch finden, aber es war eine schöne Zeit, als ich an dem gearbeitet habe. Ansonsten war „Warum“ lange Zeit ein Ohrwurm. Ich meine, so etwas wie „Du nich“ hat nur im Refrain ein bisschen Melodie, aber hmm.

The-Pit.de: Ja, aber der ist trotzdem gut geworden. Ich frage mich da immer wieder, wie du auf solche Ideen kommst. Ich würde dabei vermutlich auch dem Klo sitzen und…

Alf Ator: Das ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Du bist nicht die erste Person, die das vermutet. In Wirklichkeit ist das so, dass der Moment, wo man denkt „Ey, kick ma“, das ist irgendwann. Das ist auch gar nicht, wenn man alleine ist, sondern manchmal mit Leuten zusammen. Man schnappt eine Formulierung auf oder jemand erzählt etwas und verhaspelt sich und daraus entstehen Ideen, gerade wenn Chaos ist. Wenn dann die Idee greifbar ist und es mit dem Arbeiten losgeht, dann muss man alleine sein. Dann ist es aber leider auch nicht das Klo, sondern das Studio. Wenn man sich jetzt ein Klo ins Studio stellen würde, dann würde es auf dem Klo sein.

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