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Knorkator im Interview (November 2011)

"Unsere Scherze sind subtiler geworden"

Alf ist gerne unter der Woche zu Hause, um z.B. die Fische zu füttern, hier am Wochenende in Bochum, Oktober 2011

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The-Pit.de: Ich habe euch damals in der Kleinstadt Beeskow und auf dem Queens Of Metal Festival 2008 live gesehen. Welche Konzertform ist euch lieber?

Alf Ator: Für uns ist es im Moment das Optimum von der Show, wenn wir in Sälen spielen, die ca. 1000 Leute fassen. Wir sind auch gerne auf Festivals und großen Veranstaltungen, aber gerade bei Stumpen ist es so, dass er viele Sachen macht, die man in 100m Entfernung gar nicht mehr so erkennen kann. Hier in Bochum merkt man schon, dass die Bühne ein bisschen eng ist und wir ein bisschen mit dem Platz haushalten müssen, was wir nicht gerne tun, aber das ist ja nicht so wild, aber das schränkt ein bisschen beim Purzelbäumeschlagen ein. Außerdem haben wir auch schon in großen Städten auf sehr kleinen Bühnen gespielt und andersum. Was Festivals betrifft, muss man immer ein bisschen aufpassen. Wir haben im letzten Sommer nicht so viele Festivals gemacht und machen auch im kommenden nicht allzu viele. Es gibt dabei immer so einen Zwiespalt bei großen und kleinen Festivals. Auf der einen Seite ist man auf den großen Festivals ein kleines Licht, spielt ggf. zu einer ungünstigen Zeit und kriegt auch wenig Geld. Dafür hat man die Chance, sich vor 40.000 bis 80.000 Leute zu präsentieren, was natürlich schick ist. Auf der anderen Seite ist es bei kleinen Festivals so, dass die mehr bezahlen, weil wir dort oft der Headliner sind, für den sie dann mehr Geld ausgeben, weil wir dann oft auch das Zugpferd sind, um die regionalen Bands zu featuren. Das ist natürlich schön, aber wenn man zu viele davon macht, spielt man sich auch ein bisschen kaputt. Wenn man das Musikgeschäft als Business sieht, bringt es zwar mehr Geld ein und man kann den Status besser ausschlachten, aber es bringt einen für die Zukunft nicht wirklich weiter.

The-Pit.de: Und man hat vielleicht keine Zeit zum Proben mehr? Ihr spielt die Konzerte gerade am Freitag, Samstag und Sonntag. Das klingt so, als wenn noch jemand bei euch arbeitet.

Alf Ator: Nein, das ist es nicht. Wir ruhen uns dazwischen schon aus, aber bei uns ist es schon noch ein Kriterium, an welchem Wochentag so ein Auftritt ist. Okay, heute ist Sonntag, insofern spricht das dagegen, aber Auftritte an Dienstagen sind nicht so gut besucht wie am Freitag/Samstag und deshalb konzentrieren sich die meisten Konzerte auf die Wochenenden. Aber das ist auch gut. Dann fahren wir wieder nach Hause und können wieder Fische füttern. Außerdem müsste man, wenn man wirklich monatelang unterwegs ist, ohne zu Hause zu sein, versuchen, die Dinge in die Wege zu leiten: Dass mein Sohn in die Schule geht und immer, wenn ich weg bin, muss ich organisieren, dass er irgendwo bei Freunden unterkommt und dann beschwert sich wieder die Klassenlehrerin, dass er keine Hausaufgaben hat – das kann ich ja nicht kontrollieren, wenn ich weg bin. Insofern finde ich es gut, dass ich unter der Woche immer mal wieder da bin und gucken kann.

The-Pit.de: Außerdem kannst du dann in der Woche wieder frische Windeln bei der Kleinen sammeln.

Alf Ator: Ja, da hat sich bloß die Mutter der Kleinen dagegen ausgesprochen. Sie möchte nicht, dass ihre Tochter für unseren Ruhm benutzt wird.

The-Pit.de: Gibt es Lieder, die ihr von euch gar nicht mehr hören könnt?

Alf Ator: Glücklicherweise eigentlich nicht. Ich habe so Lieder, von denen ich so aus dem eigenen Gefühl denke, dass die nicht mehr so viel bringen, aber da ist man selbst nicht so der Profi, das einzuschätzen. „Ich lass mich klonen“ ist so eins, aber ich musste feststellen, dass der gerade auf Konzerten ein sehr beliebter Song ist und die Leute dankbar sind, wenn man ihn spielt. Wir haben ja so viele gute Songs, dass wir für jedes Konzert auch wieder gute Songs wegnehmen müssen, um die anderen zu featuren. Natürlich haben wir jetzt besonders einen Großteil der Lieder des neuen Albums dabei.

The-Pit.de: Aber es gibt sicher auch viele Lieder, die ihr noch gar nicht gespielt habt? Ich würde mir beispielsweise „Ferien und Algerien“ wünschen…

Alf Ator: (Unterbricht) Nein, das ist ja nicht Knorkator. Und andererseits haben wir es auch schon gespielt, als es rauskam. Da waren wir eine andere Band – High Mud Leader- , die auch getourt hat und da wurde es auch gespielt, aber die Band hat sich wieder aufgelöst.

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