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Knorkator im Interview (November 2011)

"Unsere Scherze sind subtiler geworden"

"Stumpen ist sowieso eine Mutation", Bochum im Oktober 2011

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The-Pit.de: In einem Videointerview hat dir Stumpen mal auf die Hose gemacht…

Alf Ator: (unterbricht) Ja, das ist das Schöne. Weißt du, da versucht man sein Leben lang Kunst zu machen, mit der man im Gedächtnis der Welt bleibt und es ist alles umsonst, aber was wirklich jeder weiß, ist die Kacke auf meiner Hose. Er wollte eigentlich nur pupsen, aber dann kam halt noch ein bisschen Land mit.

The-Pit.de: Sind eure Gags dabei geblieben oder haben sie sich, weil ihr reifer geworden seid, auch verändert?

Alf Ator: Es ist alles subtiler geworden. Wir machen immer noch gerne Gags untereinander, aber die Art und Weise hat sich sehr verändert. Sie sind anspruchsvoller geworden. Also zum Beispiel ist es mir ein Vergnügen, meine Bandkollegen zu verwirren, wenn wir mit dem Kleinbus unterwegs sind. Dann sage ich manchmal so etwas wie: „Ach, können wir da vorne – mitten irgendwo auf der Autobahn – kurz abfahren, ich muss da was erledigen.“ – Und die fragen mich dann: „ Was willst du denn hier erledigen?“ – „Das ist noch nicht so wild, nutzt das als Raucherpause. Das ist doch egal, das dauert nur 10 Minuten.“ Und was sie nicht wissen, ist, dass ich mir im Vorfeld unter meinen 3000 Facebook-Freunden irgendeinen rekrutiert habe, dem ich gesagt habe, er möge bitte irgendwann dort mit einer Aktentasche und einem Anzug an einer Ecke stehen und mir die Tasche übergeben, so dass ich damit verschwinden kann. So etwas tun wir.

The-Pit.de: Und wie sieht es da bei euren Fans aus? Ich habe neulich einen erlebt, der die Kotze eines Sängers gegessen hat. Gibt es so etwas bei euch auch?

Alf Ator: Also ganz so abartig kenne ich das eigentlich nicht. Vielleicht das Devoteste, was bei uns passiert ist, ist, dass während einer Instrumentalpause eines Songs bei uns – das werden wir vermutlich heute auch machen – , bei dem ich das Mikrofon habe und interpretiere, kommt Stumpen an und tupft mir den Schweiß überall vom Körper (zeigt u.a. die Stellen im Genitalbereich) und wenn er das dann ins Publikum schmeißt, dann reißen sich die Fans darum – manchmal, manchmal auch nicht.

The-Pit.de: So etwas Ähnliches macht doch auch die Bloodhound Gang, aber die pissen sich auch gegenseitig auf den Kopf.

Alf Ator: Ja, man glaubt uns das ja nicht, aber wir haben nie auf der Bühne irgendwie geschissen oder uns bepisst, aber das wird uns nachgesagt. Wir haben mal eine Zeit lang Kartoffelbrei und Schokolade gematscht und für dramaturgische Zwecke benutzt. Und als mein Sohn Tim Tom 2001 geboren wurde, habe ich im gesamten Jahr und im Sommer darauf seine Windeln gesammelt. Die haben wir mit Geschenkpapier und Schleifchen zusammengemacht – da sind in der Woche ca. 10 zusammen gekommen – und die Geschenkpäkchen konnten wir dann schön verteilen. Da war natürlich nicht immer Kacke, sondern auch mal nur Pisse drin. Wichtig war dabei für mich – wir konnten natürlich nicht verhindern, dass die Leute uns für plemplem halten - , dass ich dafür immer noch selbst gerade stehen konnte und das kann ich eigentlich. Wenn ich jetzt jemand wäre, der in der Vergangenheit auf der Bühne Hühner geschlachtet oder in die Ecke geschissen hätte, dann wäre mir das schon peinlich und das möchte ich nicht.

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