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Klabautamann im Interview (Februar 2012)

Voll Heavy Metal!

Klabautamann sind ein Zwei-Mann-Projekt von Tim Steffens und Florian Toyka

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The-Pit.de: Christian ist ja in besonders viele Projekte bei euch involviert.

Tim: (lacht): Ja, der ist so etwas wie der musikalische Mastermind bei uns.

The-Pit.de: Ich hab letztens bei YouTube erst unter einem Video einen Kommentar gelesen, wo jemand geschrieben hat: „Christian Kolf = the new Mikael Åkerfeldt“ (Nein, ich war es nicht selbst – Anm. d. Verf.).

Tim: Schon irgendwie passend. Aber jedenfalls zeichnete sich das damals noch gar nicht so ab mit Zeitgeister. Es gab zwar schon ein paar Einzelprojekte wie zum Beispiel Valborg, ein paar Jahre später kamen dann Island – die hießen übrigens erst Kosmos Wald, fanden das dann aber doch irgendwie doof und haben sich umbenannt –, und da war der Florian auch schon involviert, und na ja, so haben sich dann die ganzen Projekte über die Zeit entwickelt. Wir haben in einem Proberaum geprobt, den es auch nach wie vor gibt, in Bad Godesberg im Hansahaus im Proberaum 308, und da sind im Prinzip die Bands entstanden, die zu Zeitgeister gehören. Dort sind auch viele Aufnahmen gemacht worden.

The-Pit.de: Wie seid ihr denn auf den Namen Klabautamann gekommen? Der ist ja auch eher ungewöhnlich.

Tim: Hm, lass mich mal zurückdenken… Als wir anfingen, haben wir das alles noch gar nicht so ernst genommen. Das war mehr so eine Verarschungsband. Wir haben zwar gerne Black Metal gehört, fanden aber die Einstellung der Leute häufig so ein bisschen Banane und wollten das alles deswegen ein wenig durch den Kakao ziehen. Wir hatten damals auch Liedtexte wie „Påskmust“, was eigentlich nur die Zutatenliste für ein schwedisches Ostergetränk ist, sich aber doch irgendwie sehr böse angehört hat, und damals kamen ja viele der bösen Black-Metal-Bands aus Skandinavien, und da dachten wir: Hey, cool, dann haben wir jetzt auch so einen bösen skandinavischen Text – über ein schwedisches Ostergetränk! (lacht) – und in dem Zug haben wir uns überlegt, was wohl die böseste Kreatur ist, die wir uns vorstellen können. Da sind wir natürlich zwangsläufig auf den Klabautermann gekommen (lacht). Und dann haben wir noch als Special dieses „a“ eingebaut, weil das ja auch voll Heavy Metal ist, irgendwelche Buchstaben zu ersetzen.

The-Pit.de: So wie statt eines „u“ ein „v“ hinzuschreiben.

Tim: Genau. Oder wie bei Motörhead das „ö“ oder bei Megadeth das weggelassene „a“.

The-Pit.de: Und wie kam es zum Albumtitel „Merkur“, dem Vorgänger der aktuellen Scheibe „The Old Chamber“? Ich meine, das Coverartwork ist ja auch sehr spacig mit den Sternen drauf.

Tim: Das Coverartwork ist erst nach der Benennung der Platte entstanden, und der Titel kam erst, nachdem wir alles aufgenommen hatten. Wir machen es eigentlich grundsätzlich so, dass wir erst die Songs instrumental fertigstellen und dann überlegen, was man darüber singen kann. Das ist so ein Teil unserer Philosophie sozusagen, oder wie wir halt an die Musik herangehen, weil wir der Meinung sind, dass besonders im Black Metal die Texte zwar nicht unwichtig, aber doch zweitrangig sind im Vergleich zur Musik. Allerdings kann ein richtig guter Text ein Lied auch noch mal aufwerten. Wir versuchen schon, Texte zu finden, die uns auch gut gefallen, wobei da nicht unbedingt ein großer Sinn dahinterstecken muss; das muss nicht zwangsläufig eine Handlung oder eine Aussage haben, sondern es ist wichtig, dass die Texte cool klingen, dass, wenn man die Worte spricht, sie eine coole Atmosphäre erzeugen. Meistens ist es so: Wenn wir die Songs fertig haben, gucken wir, ob der Kolf nicht ein paar coole Texte für uns fertig hat, wenn da noch Lieder frei sind, und dann macht er manchmal noch speziell Texte für einzelne Stücke. Und auf diese Weise kamen die Texte, die teilweise auch schon Titel hatten, zu den Songs dazu, und dann haben wir uns überlegt, ob wir die Arbeitstitel der Songs oder die von den Texten nehmen, und beim Song „Merkur“ haben wir uns halt dazu entschlossen, den Titel zu nehmen, den wir über den Text gelegt haben. Das hat sich erst im Nachhinein so ergeben. Anschließend stellte sich die Frage, wie wir das Album nennen wollten, also sind wir die Titel alle noch einmal durchgegangen und fanden schlussendlich „Merkur“ am coolsten.

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