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Kadavrik im Interview (Juni 2007)

"Man soll sich viel vornehmen, vielleicht erreicht man ein bisschen davon..."
Zum Thema

Die jungen Melodic Death Metaller Kadavrik aus Wesel haben in unserer Redaktion schon im Vorfeld mächtig Eindruck hinterlassen, da bei ihnen einfach alles stimmig ist ... sowohl die Bühnenperformance macht so richtig Laune, als auch die neue CD der Jungs, die so richtig stark ausgefallen ist und die Ihr in unserer Review-Section findet.

Es wurde also Zeit, sich diese Musiker mal vorzuknöpfen, um vielleicht heraus zu bekommen, warum alles, was sie abliefern, so derart hochklassig ist.

Genug der einleitenden Worte, hier kommen die Antworten..

 

The-Pit.de: Hallo, geht´s Euch gut?

 

Frank: Jawoll!

 

The-Pit.de: Gut, dann legen wir jetzt mal gleich los.

Erstmal herzlichen Glückwunsch zu Eurer neuen Scheibe.

 

 

alle: Danke!

(alle lachen)

 

The-Pit.de: Unser Review kann man ja schon auf Eurer Seite finden. Welche Reaktionen habt Ihr

sonst schon so dazu bekommen?

 

 

Niklas: Bis jetzt noch keine.

 

Marcel: Das Dumme ist, dass die CD ja noch gar nicht draußen ist. Wir versuchen

immer, ein Label zu kriegen. Die Promo ist schon draußen mit zwei Werbeliedern. Die

ist natürlich sehr gut angekommen. Die Leute waren überrascht, denn wir haben

Fortschritte gemacht. Wir sind noch nicht lange dabei und im Vergleich zu der Demo

von 2005 ist es auf jeden Fall ein paar Zacken professioneller geworden.

 

 

The-Pit.de: Jetzt lasst uns mal zu Euren Anfangstagen kommen.

Wie fing das alles mit der Band an?

 

 

Marcel: O je …

 

Frank: Aber ein paar Sachen lassen wir weg, ne?

 

alle: lachen

 

Frank: Das fing eigentlich so an, dass vier Jungs in der 11. Klasse eine Metalband

machen wollten. Sie konnten alle keine Instrumente spielen. Alle haben sie

ausgelacht. Sie haben sich dann einfach Instrumente gekauft. Sie haben dann so angefangen, irgendwo im Keller bei unserem Keyboarder Marcel, mit einem Kinder-

keyboard und so. Das Dumme war: Sie hatten noch keinen Schlagzeuger. Dazu haben

sie mich dann immer so … ja, genervt. Ich war noch so ein kleiner Techno-Fuzzie mit

kurzen Haaren. Sie haben mich dann immer gefragt: „Frank, willst Du nicht

Schlagzeuger werden?“ Und ich immer so: “Nee, kann ich nicht, will ich nicht …“

Und irgendwann wollte ich dann doch und hab im Jugendzentrum Karo einen

Proberaum organisiert, und da fing das halt direkt an.

Also, wir konnten gerade so Grundtechniken bzw. …ja, okay, wir konnten nichts.

Wir haben sofort als Band durchgestartet. Nach einem halben Jahr hatten wir dann schon Lieder, die wir heute noch live spielen, z.B. „Haste“.

 

 

Oli: Wir haben auf jeden Fall das Problem gehabt, dass wir unsere Instrumente nicht beherrschten. Also, wir haben mit der Idee, eine Band zu machen, auch die Instrumente angefangen zu spielen und haben alle bis auf Frank keinen Unterricht genommen, sondern alles auto …, auto …

 

Frank: ist ganz schwer, das Wort …

 

Oli: Ne, ich bin heiser … Wir haben uns das alles autodidaktisch beigebracht. Das hat dann natürlich ein bisschen gedauert am Anfang, bis es dann losging. Aber irgendwie hatte jeder so ein bisschen was an Talent für sein Instrument und es funktionierte dann einigermaßen, so nach und nach …

 

The-Pit.de: Frauen fragt man ja nicht nach ihrem Alter, aber ich darf das bei Euch ja tun … Also, darf man Euer Durchschnittsalter in der Band erfahren?

 

Niklas: Ja, wir sind alle 20, außer einer, der ist 19. Aber wir sind alle in der gleichen Stufe gewesen in der Schule, wir kennen uns schon ziemlich ewig.

 

The-Pit.de: Warum hat Euch Eure Sängerin Jenni im Juni 2004 verlassen?

 

Niklas: Oh, sie hat unsere Band auch nur für zwei Monate, glaub ich, beglückt, vielleicht waren es auch drei. Es war so, dass wir in der Schule angesprochen worden sind von einer Freundin von uns, dass sie eine Freundin hätte, die auch Metal hörte und die eine Band suchte. Da haben wir es halt versucht. Es hat nicht funktioniert. Wir haben nicht zusammen gepasst, musikalisch hatten wir wahrscheinlich auch verschiedene Vorstelllungen und so. Da gab es dann so einen kleinen Streit, aber letztlich sind wir dann friedlich auseinander gegangen, weil wir gemerkt haben, dass es so keinen Sinn ergibt.

 

Oli: Es war auch die Zeit, als wir so ein paar Sachen gecovert haben. Da konnte sie mitsingen. Und als wir dann angefangen haben, neue Lieder zu schreiben, da fehlte die Zusammenarbeit. Ich glaube, um noch weiter mitzusingen, hätte sie ziemlich nah mit Niklas zusammenarbeiten müssen. Das war irgendwie nicht möglich und deswegen hatte sie wenig Parts, wo wir wussten, was sie singen soll. Dann hatte sie zuwenig zu tun und das passte einfach nicht.

 

The-Pit.de: Hat sich seit der Bandgründung Euer Stil geändert oder ist es immer nur Melodic

Death gewesen?

 

 

Niklas: Es war von der ersten Minute an Melodic Death Metal, aber natürlich hat sich der Stil geändert, indem er tiefer geworden ist. Also, er hat mehr Tiefgang bekommen und komplexer ist er geworden. Er ist jetzt sehr viel harmonischer, sehr viel komplexer, sehr viel mehr Theorie steckt hinter der Musik mittlerweile.

 

Marcel: Dadurch, dass in der Band alle wirklich sehr unterschiedliche Musik hören; also, wir hören eigentlich jede Form des Metal, von Gothic Metal über Black, Death, Melodic, also im Prinzip alles. In Kadavrik haben wir es wirklich geschafft, alle Stile zu kombinieren, so dass wir alle mit diesem Mix zufrieden sind.

Ja, das macht uns, denke ich, aus. Mit der Zeit gab es schon immer so ein paar Ausrutscher, ich sag mal „Above The Weak“, der so ein Ausrutscher ist zum Black Metal hin, oder „Baptised In Alcohol“ mehr so zum Heavy Metal. Also, dass da alle Stile, die wir so mögen, auch zur Geltung kommen mit der Zeit.

 

 

The-Pit.de: Wo seht Ihr Eure größten musikalischen Einflüsse?

 

Marcel: Also, meine absoluten Favourites sind Children Of Bodom, weil sie mich im Prinzip vom Songwriting her, vom Auftreten her und allem beeinflusst haben. Das alles beeindruckt mich sehr. Allerdings finde ich nicht unbedingt, dass sich dieser Einfluss in unserer Musik wieder findet. Da finde ich, ist es sehr viel vielseitiger. Da kommen dann schon die bereits erwähnten Einflüsse noch dazu.

 

Oli: Was ich noch dazu sagen wollte, ist, dass die Lieder nicht von uns allen zusammen geschrieben werden. Also, das Ganze konzentriert sich meistens auf Niklas, der schreibt die Songs meistens am PC, noch dazu oft mit meiner Hilfe. Deswegen finde ich es eigentlich recht erstaunlich, dass wir immer alle so zufrieden sind mit dem Mix. Aber wir stimmen ja auch meistens darüber ab, welche Lieder wir spielen, weil wir mehr Songs zur Auswahl haben, als wir nachher spielen.

 

Niklas: Im Prinzip spielen wir nur jedes zweite Lied, was wir komponieren.

 

Frank: Das stimmt nicht ganz. Im Prinzip spielen wir in Bestzeiten wirklich von zehn Liedern drei. Also gerade das I-Tüpfelchen vom Sahnehäubchen.

Und deshalb sind wir alle so zufrieden damit.

 

 

The-Pit.de: Nun zur aktuellen Scheibe: Woher nahmt Ihr die Inspiration für Eure Texte? Okay, „Baptised In Alcohol“ lassen wir dabei mal außen vor …

 

alle: lachen

 

Frank: Ja, also, ein paar von unseren Texten sind persönlich, z.B. „Alive With Nothingness“. Den habe ich z.B. geschrieben. Also, ich bin momentan Zivildienstleistender an einer Hauptschule und deshalb ein bisschen frustriert. Deshalb handelt der Text von Leuten, denen ich mehr oder weniger meine Verachtung aussprechen wollte. Also, im Prinzip könnten die vom Hass leben. Jedenfalls zeigt dieser Text ein bisschen meinen Frust gegenüber diesen Leuten, die sich einfach nicht bessern wollen. Andere Texte von uns sind Metalszenarien. Man muss dazu sagen, dass bei uns erst der Niklas die Musik schreibt, teils mit Oli, und dass dann die Texte kommen. Das heißt, wir haben dann nicht einen Text und gucken dann: „Ja, da wollen wir dann düstere Stimmung zu haben“, sondern wir haben ein Lied und denken dann „ja, was könnte man da für ein Szenario drum herum spinnen“.

 

Da haben wir z.B. unser Titellied „The Die Is Cast“: Da haben wir jetzt einen Text über jemanden, der umgebracht wird und der quasi in dem Text seine Ängste vor dem Tod ausspricht und sich ein bisschen bemitleidet, dass er sich nicht verabschieden konnte von den Leuten, die er liebt. In diesem Lied zieht quasi im epischen Mittelteil und mit dem Solo noch mal sein Leben vor seinem geistigen Auge instrumental an ihm vorbei.

Also, wie gesagt, im Prinzip steht bei uns die Musik im Vordergrund.

 

 

The-Pit.de: Wie lief bei Euch der Songwritingprozeß ab?

Durfte hier jeder seine Ideen einfließen lassen?

 

 

Niklas: Also, in Prinzip ist es so, dass die meisten Lieder ja erstmal von mir geschrieben werden. Dann schreib ich drei, vier Riffs und so was. Dann besucht mich der Oli, wir wohnen zum Glück ziemlich in der Nähe. Und dann überlegen wir: „Was würde jetzt wieder passen, wie können wir das Ganze ausbauen…“ und so. Und so entsteht dann das Lied mehr oder weniger theoretisch am PC. Wenn wir dann den fertigen Entwurf haben, schicken wir den per email rum.

Die meisten Lieder werden dann eingeprobt und zwei Wochen, bevor wir dann einen Auftritt haben, macht man sich dann mal Gedanken über einen Text. Das kommt schon mal vor.

 

 

Marcel: Also, mittlerweile bin auch ich als Keyboarder dazu übergegangen, mich einfach zuhause mal hinzusetzen und einfach so ein bisschen Keyboard zu spielen. Wenn dann plötzlich eine Melodie kommt, wo ich denke: „Wow, die klingt geil!“, dann schreib ich die auch in den PC und schicke die dann dem Niklas, damit er die dann irgendwie in seine Lieder integrieren kann oder einfach einen ganz neuen Song draus machen kann.

Da haben wir jetzt gerade eins, das fast fertig ist und vielleicht spielen wir das demnächst, da ist dann auch mal was ganz Neues mit drin.

 

 

The-Pit.de: Wie kam es denn zu der Zusammenarbeit mit Andreas Funke, der im Übrigen einen

sehr guten Job geleistet hat?

 

 

Niklas: Ja, Andreas hat in der Tat einen sehr, sehr guten Job geleistet und er ist auch schon ein guter Freund von uns geworden. Zu der Zusammenarbeit kam es, als ich uns mal für die Metal Night, die ja von Midwinter organisieren, beworben habe. Da hat er mir dann ein Promopaket von seinem Studio zugeschickt. Das uns spontan sehr zugesagt, weil der Sound gut war, die Preise waren echt sehr okay, und da haben wir uns für ihn entschieden.

 

Frank: Er ist ein sehr, sehr lieber Mensch mit viel Geduld. Und der hat´s echt gebracht.

 

The-Pit.de: Wer ist verantwortlich für das geniale Coverartwork der Scheibe?

 

alle: lachen

 

Niklas: Das war mein Bruder, der das Ganze gemacht hat. Es steckt sehr viel Aufwand dahinter. Da ist zum einen das Artwork mit einer Fotostory drin. Diese Fotostory wurde extra fotografiert. Wir hatten ein Haus gesucht in unserer Heimatstadt, so ein altes Haus, ziemlich im Wald gelegen. Wir haben dort halt eine kleine Fotostory stattfinden lassen, und zwar erklärt die Fotostory die Story von „The Die Is Cast“. Also, man sieht quasi, wie der Mensch entführt wird, wie er sein eigenes Grab schaufelt, worum es ja auch im Text geht; und wie er dann letzten Endes erschossen wird. Das war ziemlich aufwendig, das hat uns auch viel Arbeit gekostet, aber ich glaube, es hat sich gelohnt, weil es damit die CD mehr oder weniger zu einem Gesamtwerk macht.

 

The-Pit.de: Und wie viele Eurer ureigenen Ideen stecken in dem Artwork?

 

Niklas: 100%-ig im Prinzip. Wir haben lange überlegt, was wir wollen. Wir haben erst überlegt, ob wir das Ganze etwas comicartig aufziehen oder so was. Wir wollten etwas Besonderes schaffen. Wenn man das alles zusammenfügt, hat sich dann das Bild von der CD ergeben. Wir haben das dann meinem Bruder mitgeteilt und dann haben wir das alles so umgesetzt.

 

The-Pit.de: Was sind jetzt nach VÖ der Scheibe Eure weiteren Ziele?

 

Marcel: Auf jeden Fall noch mehr Konzerte spielen, einfach auch mal im größeren Rahmen. Auch mal ein bisschen weiter weg als hier in unserer Region. Vielleicht auch eine kleine Tour, falls sich das anbieten sollte. Das wäre natürlich super-genial. Vielleicht auch mal ins Ausland. Das wird sich natürlich zeigen. Da wir noch keinen Plattendeal haben, können wir einfach nur hoffen und spekulieren.

 

Oli: Zu den Plattendeals: Wir haben letzte Woche viele Bewerbungen losgeschickt und warten jetzt auf Antworten. Falls keine kommt, werden wir die CD auf jeden Fall selbst rausbringen.

 

Frank: Mein Wunsch für die Zukunft ist einfach, dass die Band zusammenbleibt. Wir werden alle studieren, aber wir haben uns alle fest vorgenommen, dass wir es durchziehen werden. Ich habe mit dieser Band wirklich Dinge erlebt, die mich im tiefsten Innern erfüllt haben, z.B. unsere traumhafte Reise nach Norwegen. Einfach in den Van, Instrumente hinten rein, Gig gespielt. Ich denke, dass wir es einfach durchziehen werden.

 

The-Pit.de: Jetzt habt Ihr meine nächste Frage fast schon ein wenig beantwortet, aber noch mal zum Mitschreiben: Ihr habt sogar schon in Norwegen gespielt, womit Ihr vielen Demobands um Längen voraus seid.

Wie seid Ihr denn an diesen Gig gekommen?

Und wie seid Ihr dort angekommen?

 

 

Frank: Weil wir ihn wollten.

 

Niklas: Die Idee war: Wir haben alle Abitur gemacht. Traditionell fährt man nach dem Abi in Urlaub. Die meisten fahren nach El Arenal und nach Ibiza. Das war nicht so ganz das, was wir uns vorgestellt haben. Da haben wir uns überlegt, dass wir jetzt zusammen in Urlaub nach Norwegen fahren.

Wenn wir schon alle als Band in Urlaub fahren, warum dann nicht auch gleich ein Konzert da spielen? Dann haben wir uns ein paar Tage an den Rechner gesetzt und Leute angeschrieben aus Norwegen, ob sie nicht mal Lust hätten, mit uns zu spielen. Da haben wir spontan den ganz netten Eddy aus Ahrendal kennen gelernt, der spielt auch in drei Bands. Der hat uns dann spontan bei einem Konzert untergebracht. Das war supergut. Wir haben dort sehr viele Leute kennen gelernt, es war ein richtig, richtig geiles Fest.

Glücklicherweise lag das Konzert genau zur Mittsommernacht, wo in ganz Norwegen natürlich eine riesige Party gestiegen ist. Das war wirklich eine unglaubliche Nacht, sehr toll!

 

 

The-Pit.de: Wie schafft Ihr es eigentlich immer, eine derart geile Bühnenperformance auf die

zu legen?

 

 

alle: lachen

 

The-Pit.de: Seid Ihr ständig auf Konzerten der ganz großen oder zieht Ihr Euch in Endlosschleife

Videos Eurer Idole rein?

 

 

Marcel: Ja, ich meine, das ist eigentlich das alte Lied. Ich meine, ich habe schon oft erlebt, dass eine Band auf der Bühne wirklich geil war, aber die standen halt da rum. Ich bin der Meinung, eine Band muss schon was bringen. Ich meine, wenn eine Band will, dass das Publikum abgeht, dann muss ich auch meinen Teil geben. Dann muss ich auch was bringen. Wir geben alles auf der Bühne, schon von ersten Gig an haben wir alle auf der Bühne abgemosht, gepost, was weiß ich nicht alles … Das ist für uns selbstverständlich, das gehört für uns zur Qualität einer Band dazu.

 

Niklas: Viele Leute sagen ja, dass Bands, die viel posen, nichts drauf hätten. Dass man posen würde, um abzulenken. Das sehe ich ehrlich gesagt nicht so. Ich finde, das Posing ergänzt einfach. Also, ich finde, die Musik muss stimmen, die Show muss stimmen und dann ist der Gig perfekt. Das erlebt man immer wieder.

 

Marcel: Und dazu gesagt: Richtige Absprachen über irgendwelche speziellen Performances gibt es natürlich, aber relativ selten. Das meiste ist halt einfach spontan, so wie es kommt, wie man gerade auf der Bühne steht. Ich als Keyboarder bin natürlich davon etwas ausgenommen, weil ich meistens zwischen irgendwelchen Verstärkern und dem Schlagzeug eingeklemmt hinter meinem Keyboard stehe. Aber so durch Headbangen beim Spielen oder in den Passagen, wo ich nicht spielen muss, versuche ich einfach abzugehen oder schaue mir das an, was die anderen Jungs da vor mir machen. Also, vieles ist spontan und nur so einige Sachen wie halt: Der eine spielt mal bei dem anderen auf dem Instrument, die sind natürlich vorher abgesprochen, aber ansonsten ist alles relativ frei.

 

Oli: Dazu ist noch zu sagen, dass natürlich teilweise die Spiellastigkeit, also die Spielqualität ein bisschen leidet. Man kann es nicht 100 %-ig umsetzen, wie man im Proberaum steht. Bei Aufnahmen ist das eigentlich nicht nötig, mit Posen zu spielen.

 

Marcel: Wir haben schon erwähnt: Es ist auch so, dass wir nicht nur steif im Proberaum stehen, sondern dass wir auch sagen, dass wir einfach mal abgehen und dann auch springen, rennen rumlaufen. Das kommt halt durchaus vor. Wenn man dann irgendwas Cooles macht, macht man das dann nachher auch auf der Bühne, wenn es gut aussieht und Spaß macht.

 

The-Pit.de: Was waren für Euch die bisherigen Höhepunkte?

 

Niklas: Der bisherige Höhepunkt für mich war auf jeden Fall der Gig in Norwegen ... dass da alles so funktioniert hat … ein großer Höhepunkt. Jeder Auftritt ist immer wieder ein Höhepunkt, da man sieht, wie die Fangemeinde wächst und wie man Leute, die man noch nie gesehen hat, wirklich mit der Musik bewegen kann.

 

Oli: Ja, zuhause im Karo geht´s schon ziemlich ab, weil uns da natürlich auch viele Leute kennen. Aber ich finde, auch gerade Gigs, die weiter weg sind, machen Spaß, wenn man merkt, dass die Leute nicht nur mitmachen, weil sie uns kennen, sondern weil die Musik gut ist.

 

Frank: Ja, ich komme, wie der Niklas, eigentlich auch immer zum Höhepunkt

 

alle: lachen

 

Niklas: Es war sehr schön zu sehen, dass wir eine sehr loyale Fangemeinde haben. Selbst als wir in Norwegen gespielt haben, hatten wir noch zwei Leute aus Wesel dabei, die extra mehr oder weniger hinterher gereist sind, um uns da zu sehen. Das war schon ein Erlebnis. Ich meine, die haben dann natürlich auch Urlaub in Norwegen gemacht.

 

The-Pit.de: Wie steht es mittlerweile mit Euren Ambitionen, etwas aus der Band machen zu

wollen?

 

 

Niklas: Ganz, ganz, ganz groß steht´s darum. Bis jetzt war es relativ einfach, zusammen zu bleiben, da wir alle in Wesel wohnten und der Proberaum richtig gut gelegen war. Zivildienst war auch ganz gut, man hatte Geld verdient, man hatte viel Zeit. Jetzt steht natürlich das Studium an, was natürlich ein bisschen schwieriger wird, da wir in verschiedene Städte ziehen werden. Wahrscheinlich werden Frank und Marcel nach Münster ziehen. Christoph, Oli und mich wird es nach Bochum verschlagen, aber ich denke, das lässt sich noch managen.

 

Christoph: Also, sonst ist zur Ambition zu sagen: Wir haben natürlich große, aber wir machen uns da keine Illusionen. Wir haben natürlich Großes vor, wir würden uns auch freuen, wenn daraus wirklich was werden würde, aber es ist nicht so, dass wir sagen, wir machen das zu unserem Beruf. Wir gehen im Moment jetzt alle unseren Weg ins Studium, wie Niklas gerade schon erwähnt hat und wir wollen jetzt einfach weitermachen und schauen, was draus wird.

 

Niklas: man aber nicht Großes vorhat …

Man soll sich viel vornehmen, vielleicht erreicht man ein bisschen davon, dann ist es gut.

 

 

The-Pit.de: Wie sieht Eure derzeitige Promotionarbeit aus?

 

alle: lachen

 

Marcel: Ja, also, wir haben auf Gigs bereits sehr kostenlos oft zwei Lieder von unserem kommenden Album verteilt. Diese Songs gibt’s es übrigens auch auf unserer myspace-Seite zum Download. Wir spielen viele Gigs, wenn wir sie kriegen. Wir haben jetzt ein Review auf The-Pit.de ...

 

The-Pit.de: Ja echt? Das gibt´s doch gar nicht … Da muss ich mal schauen …

 

Oli: Das Wichtigste ist: Wir haben jetzt viele Briefe losgeschickt mit Promopaketen, Präsentationen über uns mit der neuen CD an alle Labels, die wir uns so vorstellen könnten. Wir werden jetzt die Post noch ein bisschen strapazieren und erstmal alles losschicken. Kostet zwar alles was, aber es lohnt sich hoffentlich.

 

The-Pit.de: Was haltet Ihr persönlich von politischen Statements in der Musik?

 

Frank: Kann man machen, muss man aber nicht.

Aber ich finde, ein bisschen blöd ist es, wenn man sich wie U2 als Friedensstifter hinstellt, so „Father Abraham, bla bla …“ Ich finde, im Metal muss man so was nicht hören. Wenn es zur Musik passt, gern, aber wir müssen das nicht krampfhaft haben.

 

 

Niklas: Ich finde, dafür gibt´s Metalcore.

 

The-Pit.de: Gut, machen wir einen Haken drunter.

So, dann ist es nun schliesslich an der Zeit für Eure letzten Worte…an Eure Fans und Leser von The-Pit …

 

 

Niklas: Dann möchte ich jetzt erstmal den Lesern von The-Pit danken. Dann möchten wir nach The-Pit unseren Fans danken und den Leuten, die uns seit der ersten Minute beistehen und natürlich auch allen, die nicht die Möglichkeit hatten, uns seit der ersten Minute beizustehen, sondern erst später dazu gekommen sind. Da ist dann schon mal unser Kameramann zu erwähnen und wie gesagt einige unserer Fans, die wir mittlerweile gesammelt haben.

 

Frank: Ja, und jetzt würde ich mich sehr gern betrinken … also, wir alle…

 

Niklas: Morgen früh sind wir alle wieder „Baptised In Alcohol“.

 

Frank: Wir sind sehr dankbar, dass wir immer so loyale Fahrer haben, die uns fahren, damit wir ein bisschen was trinken können. Und wir sind sehr froh über unseren Personal Tontechniker, ne, Dennis? Danke!

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Niklas, Oli, Marcel, Frank und Christoph von Kadavrik für das Beantworten unserer Fragen!

Wir wünschen Kadavrik für die Zukunft viel Erfolg!

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Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging