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Kadavrik im Interview (Januar 2013)

„Man muss unterscheiden zwischen Ziel und Erwartungen - es hat den Weg zum Ziel vielleicht verkürzt“

Interviewpartner, Gitarrist und Frontmann Niklas

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Die Ruhrpott-Melo-Deather Kadavrik veröffentlichen Anfang des Jahres mit „N.O.A.H.“ ein tolles, aber nicht überall auf Verständnis stoßendes Album. Touren mit Napalm Death oder aktuell mit Graveworm geben zusätzlichen Gesprächsstoff, da passt es ganz gut, dass man sich in die Backstage-Sessel des Helvetes lümmeln kann, um ein wenig die aktuellen Themen aufzuarbeiten. Frontmann Niklas sowie Drummer Frank The Tank stellen sich den Fragen.

The-Pit.de: Hi Niklas, hi Frank The Tank, stellt euch doch zu Beginn schnell vor.

Frank The Tank: Wir sind Kadavrik, uns gibt es seit dem kalten November 2003, seitdem machen wir zusammen melodischen Death Metal. Das ist sehr seltsam, gerade jetzt, wenn man ein Mikrofon unter der Nase hat, dann weiß man gar nicht, was man sagen soll.

Niklas: Ich kann aber noch etwas sagen. Wir sind keine Band, die sich aus Leuten gegründet hat, die schon in Bands spielen, sondern tatsächlich waren wir ein Freundeskreis in der Schule und wir haben uns gesagt: Okay, wir gründen eine Band, du spielst jetzt Gitarre, du spielst jetzt Keyboard, du spielst jetzt Bass. Jeder hat dann ein Instrument gekauft und dann haben wir angefangen, zu lernen und in der Band zu spielen.

Frank The Tank: Und es war eine glückliche Fügung, gerade weil es so war, dass jeder von uns sein Instrument dann auch konnte und mochte. Ich mag es sehr gern, Schlagzeug zu spielen, ich möchte kein anderes Instrument spielen. Es hätte ja auch sein können, dass ich überhaupt kein Taktgefühl habe. In der allerersten Bandprobe habe ich halt "bum chuck, bum chuck" gespielt, die Standardrockrhythmen halt und es hat irgendwie sofort funktioniert. Insofern war das Schicksal da auf unserer Seite.

The-Pit.de: Das war dann damals schon besser als der Midnight-Schlagzeuger vor ein paar Monaten hier im Helvete, der den Rhythmus nicht mehr drauf hatte und nach dem dritten Song besoffen zusammenbrach…

Niklas: Das kenne ich sonst noch von den Toten Hosen.

Frank The Tank: Das ist auch eine glückliche Fügung des Schicksals, vielleicht auch eines unserer Talente, dass wir auch betrunken sehr, sehr gut eine Show durchziehen können.

The-Pit.de: Am Merchstand habe ich vorhin noch eher scherzhaft gefragt: Warum stehen da Kadavrik-Fans, die die neue CD noch nicht haben? Haben sich eure Erwartungen mit „N.O.A.H.“ denn erfüllt?

Niklas: Man muss unterscheiden zwischen Ziel und Erwartungen. Die Ziele sind halt nie die Erwartungen. Das Ziel ist natürlich immer deutlich höher gesteckt, insofern hat es die Erwartungen erfüllt. Man nimmt sich natürlich jedes Jahr ein Ziel vor, doch das Ziel, damit durchzustarten, haben wir noch nicht geschafft. Aber wir haben einen großen Sprung nach vorne gemacht und sind auf dem richtigen Weg. Es hat den Weg zum Ziel vielleicht verkürzt.

Frank The Tank: Für mich ist „N.O.A.H.“ einfach die geilste Scheibe, die wir bisher gemacht haben, und darauf kam es mir halt eigentlich auch an. Es ist ganz einfach so, dass wenn man ein neues Album aufnimmt, dann ist es halt das nächste große Ding, auf das man sich konzentriert, wofür einfach so viel Energie und Lebenszeit geopfert wird, was heißt geopfert, das klingt ja so, als ob es etwas Schlechtes wäre, als ob man es machen müsste. Ja irgendwie muss man es ja doch wieder machen, es treibt einen so, und wenn wir uns die „N.O.A.H.“ anhören, das manchen wir halt manchmal, wenn wir im Bus unterwegs sind, dass wir manchmal unsere eigene Mucke hören, dann sagen wir auch mal: Das ist geil, das hätte anderes besser gepasst. Aber bei der „N.O.A.H.“ ist es wirklich so, dass wir rundum zufrieden sind.

Niklas: Es gibt ja so Standardsätze wie „Das Album ist unser „Reign In Blood“ oder so, und den könnten wir auch hier bringen. Für uns ist es tatsächlich erst einmal das Beste, was wir gemacht haben und das erste Album, was wirklich Potential hat, wirklich durchzubrechen. Insofern wäre der Satz auch für uns anwendbar, allerdings schäme ich mich auch ein bisschen, diese Standardfloskel zu benutzen. Ich würde schon sagen, dass es ein Meilenstein in der Kadavrik-Geschichte ist, ob es ein Meilenstein der Metalgeschichte ist, das wird sich noch zeigen.

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