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Jesus Chrüsler Supercar im Interview (Januar 2017)

"Wir haben versucht, Songs zu schreiben, die dich förmlich anspringen"

Interviewpartner Robban

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Es gleicht schon mittlerweile der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen, wenn man sich durch die schwedische Szene wühlt. Wer 2016 gut aufgepasst hat, dürfte immer häufiger auf Jesus Chrüsler Supercar gestoßen sein. Wir haben bei der Band mal nachgehakt...

The-Pit.de: Hi Robban, lass mich zu Beginn mal ein Bild zeichnen: Ihr sitzt in einer Bar, genehmigt euch ein paar Bierchen, danach vielleicht auch ein paar Whiskey, die Luft ist rauchgeschängert und zack, da kommt die Idee für einen Bandnamen, der an die Rockoper Jesus Christ Superstar angelehnt ist... wie ist eigentlich Jesus Chrüsler Supercar entstanden?

Robban: Es war irgendwann Ende der Neunziger. Ich hing mit einem Freund ab, wir tranken ein paar Biere und hörten uns dabei Jesus Christ Superstar an, das Album, auf dem Ian Gillan singt. Kurz danach sind wir nach draußen gegangen und rauchten gemütlich eine, bis plötzlich mein Freund wie aus dem Nichts Jesus Chrüsler Supercar sagte und wir daraufhin uns erst schlapp gelacht haben. Dann habe ich das aber erst wieder vergessen. Als wir auf der Suche nach einem Bandnamen waren, erinnerte ich mich wieder daran und so ist es dann auch gekommen.

The-Pit.de: Im März 2016 habt ihr mit „35 Supersonic“ eure zweite Langrille veröffentlicht und setzt meiner Meinung nach auf weniger Death Metal, dafür aber mehr auf rauen Rock'n'Roll der Marke The Hellacopters, der punkigen Energie der Backyard Babies und auch reichlich Motörhead-Feeling. Wie würdet ihr selbst eure Entwicklung beschreiben?

Robban: Wir wollten schlichtweg nicht dasselbe Album zweimal machen und als wir mit dem Songschreiben anfingen, fühlten wir, es war mehr Punk, also ließen wir es einfach geschehen. Wir wollten schnelle, punkige, einhundert Prozent arschtretende Songs schreiben.

The-Pit.de: Was kannst du uns zu den Lyrics verraten, wie zum Beispiel dem höllisch groovenden „Death Row Blues“ oder auch „Lower Than Hell“ vom Debütalbum?

Robban: Wir wollen mit unseren Texten eigentlich keine wirkliche Botschaft vermitteln. Eigentlich wollten wir so düstere Texte wie nur möglich machen. Ich hatte mir mal die Texte von Glenn Danzig durchgelesen und mir wurde bewusst, dass die Texte nicht wirklich Inhalt haben müssen. Der Song „Death Row Blues“ handelt von der Straße des Todes. Wenn du dort zwischen Feuer und Dunkelheit watest, dann singe einfach den Song vom Tod. „Lower Than Hell“ hatte ich geschrieben, als ich darüber nachdachte, ob es denn noch etwas schlimmeres als die Hölle geben könnte.

The-Pit.de: Und was bedeutet „Death Street 16“ vom aktuellen Album?

Robban: „Death Street 16“ ist nichts anderes als die Adresse, wo der Teufel lebt, ein Platz, wohin du gehst, wenn du ein einfach nur Rock'n'Roll willst.

The-Pit.de: Von oder mit „From Hell“ habt ihr auch einen Videoclip abgedreht. Welches Konzept steckt dahinter?

Robban: Rein optisch laufen wir einfach von A nach B. Aber unter der rauen Schale handelt das Video davon, wie man sich gegenseitig hilft. Es dreht sich um Leute, die ein bestimmtes Ziel verfolgen, dieses einfacher erreichen können, wenn sie die Hilfe von Freunden oder manchmal auch Fremden annehmen können. Er handelt davon, dass man als Gruppe mehr erreichen kann als allein, wie jeder einfach immer mal eine helfende Hand braucht, wie man sich gegenseitig motivieren kann, wieder Hoffnung zu schöpfen, wenn alles rundherum in Dunkelheit zu versinken droht und alle Hoffnung verloren scheint. Und wie viel wert das sein kann, wenn man am Ende auch belohnt wird, wenn man das Ziel einmal erreicht hat.

The-Pit.de: Viele eurer Songs knacken noch nicht einmal die 3-Minuten-Marke. Ist das eure Version von „so tritt man in den Allerwertesten“?

Robban: Das könnte man so nennen. Es liegt natürlich immer am Hörer. Wir glauben, dass ein richtig guter Song eben nicht nicht länger als drei Minuten lang sein muss. Das Wichtigste an einem Song ist doch, dass er nicht nach einiger Zeit auch langweilig wird. Bei uns wird es dir nie langweilig und dir wird unser Song einfach immer gefallen. Schon von Anfang an haben wir versucht, Songs zu schreiben, die dich förmlich anspringen, rotzige und punkige Songs, und wir sind davon überzeugt, dass wir das auch richtig gut hinbekommen haben.

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