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The-Pit.de: Euer erstes Demo ist ja jetzt auch auf CD herausgekommen. Wie kam es dazu?

Sir Serpent: Die „Battlesword“-EP haben wir ja schon 2010 herausgebracht und sie war relativ schnell ausverkauft, dann kann sie noch auf Tape und war wieder schnell ausverkauft. Irgendwann hatte uns der Sasch von Mighty Monster Records angeschrieben und nachgefragt, ob er das nochmals veröffentlichen dürfe. Wir fanden die Idee nicht schlecht, denn dann wäre die EP wieder verfügbar. Er wollte das in Kooperation mit Battle Cry Records machen, die ja schon bekannt dafür sind, echt coole Re-Releases von deutschen Metalbands wie Stormwitch oder Tyrant zu machen, jetzt z.B. auch Vectom. Das hat wunderbar funktioniert. Wir haben ihm alles geschickt und innerhalb von zwei/drei Monaten hat er es dann herausgebracht. Das Dingen sieht super aus, ein cooles Booklet ist drin mit einer kleinen Geschichte von Iron Kobra und allen Texten, sanft am Sound verändert, nichts Großes, klingt aber ganz nett. Es ist halt wieder cool, etwas wieder im Backing-Katalog zu haben, weil wir momentan echt wenig haben, und dadurch, dass es immer wieder neu herausgebracht wird, verbreitet es sich ja auch immer mehr. Andere Labels, andere Kunden, die sich unsere Musik anhören.

The-Pit.de: Kommen wir einmal zu neuem Material. Wie sieht es denn damit aus?

Lightning Lord Python: Zwei neue Songs, zum einen „Avenger“, den man schon von unseren Live-Shows her kennt, und ein Cover von Medieval Steel, gesungen von Meister Cagliostro von Attic, haben wir jetzt aufgenommen. Sie ssind auch so gut wie fertig gemischt, die sollen bald kommen.

Sir Serpent: Wir hoffen, dass die Songs zum Portugal-Konzert herauskommen, denn es bietet sich insofern an, dass ein portugiesisches Label das Ganze auf Vinyl herausbringen wird.

The-Pit.de: Ihr habt auch schon an weiteren Songs gefeilt, ich durfte vorhin ja schon zuhören. Wann ist da ein Release zu erwarten?

Don Viper: Die Songs sind eigentlich fertig und stehen soweit. Für ein Album-Release wollen wir noch ein paar alte Songs nehmen, drei von der Demo, einen Song von der EP, zusammen sind das dann zehn Tracks.

Sir Serpent: Das Material ist soweit fertig, aber die Frage ist eher wie. Ganz lange hat sich kein Label für uns interessiert und jetzt auf einmal kommt ein Wust an Mails mit Angeboten auf uns zugeballert, da ist es für uns sehr schwierig, eine Entscheidung zu treffen, was das Beste für uns wäre. Da müssen wir mit den Labels jetzt in Verhandlungen treten und aushandeln, was wir davon haben. Wir wollen ja auch, dass unsere Musik ordentlich vertrieben wird, dass wir coolere Gigs spielen können…

Lightning Lord Python: …und wir wollen dieses Mal auch in einem vernünftigen Studio aufnehmen. Manchmal braucht man auch frischen Wind.

Don Viper: Deswegen machen wir jetzt auch ein paar Testaufnahmen mit jemandem, der einfach ein bisschen mehr Abstand hat, der das dann besser beurteilen kann.

Ringo Snake: Für uns sind die Songs noch zu frisch, um sie beurteilen zu können.

The-Pit.de: Anfang 2011 hattet ihr ein Konzert mit Skull Fist als Headliner veranstaltet. Skull Fist selbst haben ja jetzt einen große Sprung nach vorn gemacht. Habt ihr den Eindruck, dass ihr da ein wenig auf der Stelle tretet?

Don Viper: Das kann ich gar nicht so richtig sagen. Ich weiß gar nicht, wie das bei Skull Fist zustande kam, die waren letztes Jahr auch dreimal auf Tour.

Lightning Lord Python: Wir haben zu Skull Fist ein gutes Verhältnis, auch persönlichen Kontakt, und was sie mit den vielen Touren haben, ist natürlich auch Licht und Schatten. Die reißen sich tierisch den Arsch auf, an ein geregeltes Leben ist da auch nicht zu denken, und gleichzeitig sind sie nicht groß genug, um davon wirklich leben zu können. Das ist schon eine schwierige Position. Klar, da haben wir natürlich das Nachsehen.

The-Pit.de: Wo zieht ihr dann für euch eine Grenze, wenn es heißt, mehr Shows zu spielen? Wie viel würdet ihr riskieren?

Sir Serpent: Das ist schwierig. Vor ein paar Wochen haben wir schon alle gesagt: Ok, wenn es jetzt wirklich die Möglichkeit gäbe, dass wir ein super Angebot für ein Album bekommen und dazu noch einen fetten Managementvertrag, dann hätte keiner von uns gesagt, dass wir das nicht machen. Für jeden von uns ist das ja auch der Lebensinhalt. Die Band ist für mich das Wichtigste nach ein paar anderen Dingen.

Don Viper: Wir machen das ja jetzt schon über drei Jahre und das ist schon ein fester Bestandteil. Das ist ja schon ein kleiner Traum, einmal eine kleine Tour machen zu können. Wir haben aber gar keine richtigen Ziele oder wissen, wo es zu Ende ist. Das müssten wir in der Situation richtig entscheiden.

Lightning Lord Python: Auf jeden Fall muss das dann auch in den nächsten ein bis zwei Jahren passieren. Wenn das nicht ist, dann ist der Zug auf jeden Fall abgefahren.

Sir Serpent: Wir sind alles Studenten und haben teilweise auch Nebenjobs, dementsprechend ist das schwierig, alles unter einem Hut zu bekommen. Momentan funktioniert es und in den nächsten zwei, drei Jahren wird es auch noch funktionieren, aber was danach ist, das müssen wir erst noch schauen. Ich finde aber trotzdem ganz wichtig, dass man seiner Linie treu bleibt. Groß werden oder nicht, es ist natürlich schon cool, wenn man riesige Touren spielen kann, aber wenn wir unser Logo oder unseren Sound verändern müssten oder gar am Line-Up, oder aber ein schwules Piratenimage annehmen müssten, dann geht das natürlich nicht.

 

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