Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Iron Kobra im Interview (März 2012)

Rumpeln sich die Gelsenkirchener Metalpunx zum Erfolg?

Lightning Lord Python

Zum Thema

 

The-Pit.de: Ein paar Live-Shows haben wir von The-Pit.de ja schon begleitet, doch bei eurem vermeidlich größten Konzert, dem Thrash Assault, waren wir nicht vor Ort. Was gibt es von dieser Erfahrung zu berichten?

Don Viper: Oh, ich habe da gar nicht mehr so viele Erinnerungen. Wir wurden ein oder zwei Wochen vorher gefragt, ob wir da spielen können, weil eine andere Band ausgefallen ist. Das haben wir natürlich gemacht, das war ganz ok, als Opener ist es aber ein bisschen doof, wenn sich die Halle gerade erst füllt. Aber so war das schon ganz ok.

Lightning Lord Python: Das war auf jeden Fall eine coole Bühne und als wir fertig von der Bühne gingen, waren noch nicht einmal alle Fans in der Halle. Da haben halt viele Fans viel verpasst. Das war ok, kein Überflieger.

Sir Serpent: Der Gig war in der Posthalle in Würzburg, eine riesige Halle, das war schon ganz cool. Es ist ja auch ganz wichtig für uns, bei einer Olli-Veranstaltung zu spielen, weil er auch einer der ersten Fans war, und wir haben natürlich ein bisschen gehofft, dass wir auch auf einer anderen Veranstaltung spielen können.

Lightning Lord Python: Vielleicht auch mal auf dem Keep It True oder so.

The-Pit.de: Letztes Jahr im Oktober haben wir von euch gleich mehrere Shows hintereinander begleitet, da ragte ein wenig für mich die Show mit Tokyo Blade heraus. Da gab es ja ein paar Besonderheiten wie z.B. das gesungene Solo in „Ronin“…

Sir Serpent: …das war ja das kleinere Übel an diesem Abend.

The-Pit.de: Ich finde solche spontanen Aktionen total gelungen. Wie kam es dazu?

Lightning Lord Python: Aus irgendeinem Grund war bei Ronin die Gitarre verstimmt, da habe ich noch während des Songs versucht, sie nachzustimmen, aber da war Hopfen und Malz verloren. Da habe ich mir dann überlegt, dass ich sie dann weglege. Und dann kam das Solo - was machst du da? Dann singe ich einfach (Was sich hier so locker anhört, wurde natürlich durch eine längere Lachparade unterbrochen - Anm. d. R.). Ansonsten war das ein geiles Konzert, bis auf die Schwierigkeiten hinterher mit Tokyo Blade.

Sir Serpent: Da wollten wir eigentlich nicht drauf eingehen, aber ich sag mal so: Wenn man 30 Jahre im Musikgeschäft ist, dann sollte man eigentlich wissen, wie man einen Verstärker anschließt. Aber das Konzert war cool. Das Helvete ist ja auch ein bisschen so unser Stammclub und weil wir immer da spielen, haben wir uns schon ein großes Stammpublikum aufgebaut.

The-Pit.de: Ihr hattet ja im Helvete zweimal kurz hintereinander gespielt und trotzdem sind alle gekommen. Seid ihr da selber überrascht?

Sir Serpent: Ja, auf jeden Fall.

Ringo Snake: Das war Anfang 2011 auch schon so, erst im Februar und dann direkt im März, und es war bei beiden Konzerten total voll. Beim zweiten Konzert haben wir damit gerechnet, dass die Leute direkt nochmals kommen.

The-Pit.de: Seid ihr die Band so auf dem letzten Drücker? Beim Powerwolf-Gig und bei der Steelpreacher-Party gab es ja verblüffende Parallelen. Ist das ein bisschen die spontane „Leck mich am Arsch, wir machen das schon“-Einstellung?

Ringo Snake: Man hat da ja nicht immer die Wahl, man muss ja einfach spielen.

Lightning Lord Python: Das ist aber auch irgendwie ein bisschen die Rock’n’Roll-Attitüde. Wir haben auch nie großen Bock auf super Soundcheck zu machen nach dem Motto: Oh nee, ich möchte da noch den Gesang ein bisschen lauter oder so. Am Ende ist der Sound auf der Bühne eh immer scheiße, damit muss man leben und dann eine gute Show abliefern. Es ist doch unerträglich, wenn Bands eine Stunde Soundcheck machen.

Ringo Snake: Das lässt sich ja nicht immer berechnen. Wir sind immer pünktlich losgefahren, aber ein Stau kann schon mal dazwischen kommen.

Sir Serpent: Man muss aber dazu sagen, dass wir z.B. bei dem Andernach-Gig einen Abend vorher in der Schweiz gespielt haben. Wir haben dem Veranstalter vorher schon gesagt, dass es knapp wird, dass wir dann morgens um fünf Uhr schon los müssen, wir haben darauf mehrmals hingewiesen und auch gefragt, ob wir die Opener-Position tauschen können. Als dann nicht getauscht werden konnte, haben wir dann gesagt, dass wir als Opener eventuell auch ein bisschen zu spät kommen. Wir kamen punktgenau, waren dann so abgehetzt, dass wir unser Set innerhalb kürzester Zeit durchgespielt haben, so dass wir am Ende sogar noch Zeit übrig hatten - schlecht gelaunt auf der Bühne.

Lightning Lord Python: Ich war noch total verkatert, da musste ich erst einmal ein Bier trinken, so schlecht ging es mir.

Ringo Snake: Ich finde es schon besser, vor dem Gig noch ein bisschen Zeit zu haben und nicht so gehetzt auf die Bühne zu gehen, damit man das richtig genießen kann. Man ist noch gar nicht richtig da, da ist es auch schon wieder vorbei.

Sir Serpent: Da bereitet man sich auf einen Gig vor, hat Spaß daran, dann fährst du hin, gehst auf die Bühne, spielst kurz und dann gehst du schon wieder nach Hause. Das ist eher nicht so unser Ding. Es gehört einfach dazu, dass man schon vorher mit den Leuten abhängt, danach dann auch, einfach schon, um im Backstage Kontakte zu anderen Bands zu knüpfen.

 

Seite
comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“