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Infernäl Mäjesty im Interview (Mai 2017)

Gottloser Karfreitag

Sänger Chris stand uns Rede und Antwort.

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Die kultige Band Infernäl Majästy (gegründet 1986) lebt wieder und veröffentlichte am Karfreitag, dem 14. April 2017 ihr neues Album „No God“. Aus diesem Anlass stand ein Gespräch mit dem Originalsänger Chris Bailey an, das ihr im Folgenden lesen könnt.

The-Pit.de: Hallo Chris! Schön, dass du dich bereit erklärst, einem kleinen Magazin wie The-Pit.de auf seine Fragen zu antworten. Das zeigt ja, dass ihr euren Underground-Wurzeln nicht entsagt habt.

Chris: Mit großem Vergnügen. Wurzeln sind wichtig, denn damit hat es angefangen.

The-Pit.de: Der Old-School-Thrasher kennt mit Sicherheit das allererste Kultalbum deiner Band „None Shall Defy“, aber auch nachkommende Generationen sollten mit der einen oder anderen Arbeit vertraut sein, denn gänzlich habt ihr euch nicht aufgelöst. Dennoch tauchen immer wieder Fragen zu euren Anfängen auf. Vielleicht fangen wir etwas chronologisch mit den Fragen an.

Chris: Das ist es, was mich dazu inspirierte, an einem neuen Buch zu arbeiten, das die ganze vollständige Entwicklung von Infernäl Mäjesty, beginnend von Anfang an, anführt. Geschichten und Einblicke folgten durch die Veröffentlichungen wie „Unholier Than Thou“ und „One Who Points To Death“. Nach „None Shall Defy“ haben Nemes und Psyco unerwartet die Band verlassen und wir kämpften Stück für Stück. 30 Jahre später haben wir „No God“ veröffentlicht und schauen nach vorne.

The-Pit.de: Mehrmals hast du Fragen zum Debütalbum bekommen und hier zeigen sich Einflüsse von Slayer, Possessed, Dark Angel oder Death aus den USA für mich, aber auch hierüber hinaus zeigend. Habt ihr denn damals auch europäische Bands als Einfluss eurer Musik angesehen? Wart ihr ein Teil der damaligen Tape Trading Szene? Wie fing es an?

Chris: Wie die meisten jungen Metalheads damals warst du der Wirkung von vielen tollen Bands ausgesetzt, aber als Slayer und Venom die Szene aufwirbelten, habe ich die Musik gefunden, die ich gesucht hatte. Venom waren ein großer Einfluss auf mich wie Bathory und Celtic Frost. Du liegst richtig, Death und Slayer hatten auch große Einflüsse. Ich liebe „Scream Bloody Gore“ und „Haunting The Chapel“. Ich war nicht in die Tape-Trading-Szene eingetreten, sammelte nur Alben und machte meine eigenen Tapes in der späten Nacht von FM-Radiosendern, nahm die Songs von ihnen auf. Dies hat mir bei der Suche nach neuer Musik geholfen, um sie zu kaufen. Oder damals hat man die Musik auch nach Albumcovern gekauft und hoffte, dass sie gut wird.

The-Pit.de: Das Cover ist wie bei vielen anderen zeitgenössischen Bands eher dürftig ausgefallen. Die Grundidee ist gut, aber deren Verwirklichung ist weniger anspruchsvoll ausgearbeitet. Wie kam es dazu? Wenig Geld? (Kannst du mir eine Hintergrundstory erzählen?)

Chris: Wir haben das Kunstwerk in Auftrag gegeben und eine Idee beschrieben. Wir wollten einen grimmigen Tyrannen der Hölle, der das Tuch der Zeit und des Raums reißt und somit den wahren Gott enthüllt. Er schuf genau das, was wir beschrieben hatten. Auch rückblickend hätte ich jetzt nichts geändert. Ich war aber zunächst enttäuscht, da ich nicht glaubte, dass es heavy genug aussah, obwohl das Konzept da war. Das Cover wirkt erst langsam über sich hinaus, was „None Shall Defy“ im Nachhinein einzigartig höllisch macht.

The-Pit.de: Welche Bands begeistern dich heutzutage oder da du länger am Ball bist, empfindest du eh Vieles als eine Abkupferung alter Glanztaten?

Chris: Es gibt viele neue Bands und Musik, die ich wirklich mag. Ich denke, es ist eine tolle Zeit, in Musik involviert zu sein, unabhängig davon, was dein Stil ist. Es gibt so viel Chancen jetzt im Vergleich zu vor 30 Jahren und das Niveau des Songschreibens und des musikalischen Könnens ist hervorragend. Als wir „No God“ geschrieben haben, haben wir wirklich nur bis zum Tellerrand geschaut. Die Bands, die du mich jederzeit spielen hörst, reichen von Dimmu Borgir und Septicflesh bis hin zu Holycide und Thrawsunblat.

The-Pit.de: Standen diesmal Bands als Vorbilder bei der neuen Albumproduktion Pate?

Chris: Nein, aber wir haben uns sehr viele Gedanken gemacht, welche Elemente auf dem Album für uns wichtig waren. Wir fühlten, dass eine höhere Produktionsqualität ein besserer Weg war, um die dunkle Atmosphäre, die über die Songs hängt, zu betonen.

The-Pit.de: High Roller Records bringt endlich eure Scheiben auf den Markt. Bist du darüber informiert, wie gut diese gekauft werden? Besteht eine große Nachfrage? Bekommst du Mails von Fans?

Chris: Es ist noch früh zu erfahren, aber in ein paar Wochen werden wir ein Update bekommen. Alles was wir jetzt wissen, ist, dass die Bewertungen fantastisch sind. Realistisch gesehen, wenn man sich das große Bild anschaut, weiß niemand, wer wir sind, so versuchen wir immer, unsere Reichweite zu erweitern. Ich habe ernsthaft im Laufe der Zeit gearbeitet, um mit den Interviews das Interesse am Album „No God“ aufrechtzuhalten. Ich habe gerade die Lyricvideos für „Signs Of Evil“ jetzt auf unserem YouTube-Channel und unserer Facebook-Seite veröffentlicht. Die meiste Kommunikation mit unseren Fans passiert dort. In allen Foren lieben sie das neue Album wirklich.

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