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In Extremo im Interview (Januar 2011)

"In Extremo schaffen es, einen Rocksong mit einer poppigen Hookline in einer Sprache zu singen, die keine Sau kennt!"

Nicht nur Micha ist immer mit vollem Herzblut dabei

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2008 veröffentlichten In Extremo ihr bisher erfolgreichstes Werk: „Sängerkrieg“ schoss in die Charts, stürmte Platz 1 und brachte der charismatischen Band obendrein eine Goldene Schallplatte ein. Mehr als zwei Jahre später folgt nun der Nachfolger "Sterneneisen". Im Zuge der Veröffentlichung der neuen Platte, reisen In Extremo derzeit durch die deutschen Lande, stellen ihr vollendetes Werk vor und stehen Rede und Antwort in Interviews. Nachdem in Dortmund die Listening Session von „Sterneneisen“ durchweg zufriedenstellend verlaufen ist, trifft sich The-Pit.de mit der Band. Im Hilton Hotel haben sich Sänger Micha und der neue Schlagzeuger Specki die Zeit genommen, über ein paar musikalische Dinge zu reden. „Sterneneisen“ ist ebenso Thema wie die Tour und Reiner Morgenroth, der die Band vor ziemlich genau einem Jahr, unter beidseitigem Einverständnis, verlassen hat.

 

The-Pit.de: Zunächst einmal vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt! Fangen wir mit dem an, was für die Fans am offensichtlichsten ist: Das Album, Cover und Titel. „Sterneneisen“ ist das Metall, das entsteht, wenn ein Meteorit Richtung Erde kommt, und auf dem Weg nicht in der Atmosphäre verglüht, sondern einschlägt. Um dieses Metall ranken sich viele Mythen und Sagen, so soll zum Beispiel das Schwert Excalibur aus diesem Metall geschmiedet sein. Wie steht das Sterneneisen mit In Extremo in Verbindung?

Micha: Richtig. Es ist erst einmal ein positiver Ausdruck. Es hat etwas Positives. Wenn man jetzt mal zum Beispiel das Artus-Schwert nimmt, der hat damit auch für das Volk gekämpft und ansonsten gibt es da eigentlich nicht viel. Es ist einfach ein interessantes Wort, das hängen bleibt. Und für uns ist es in erster Linie ein positiver Gedanke. Das ist eigentlich alles.

Specki: Und dass es ein ganz edles Metall ist, natürlich! Wo man sagt: Passt ja auch vielleicht ein Stück weit zu der Platte. Es ist eine sehr kräftige, besondere Platte und es ist ein besonderes Metall. Und das fügt sich alles so zusammen.

The-Pit.de: Dann kommt bei euch auch das Heptagramm vor. Es ist auf dem Albumcover vertreten und ist groß auf dem Tour-Plakat zu sehen. Das Heptagramm ist ein siebenzackiger, griechischer Stern. Gerade die Sieben kommt bei In Extremo ja immer wieder mal vor...

Micha: Ja, wir sind auch sieben Leute. Sieben ist auch eine positive Glückszahl, sag ich mal, für viele und es steht auch irgendwie mit dem Sterneneisen in Verbindung. Das ist alles ein Konzept. Das passt eigentlich sehr gut zusammen. Wir lassen auch nichts Negatives an uns ran und sind auch nicht die Band, die sich einen Eimer Blut ins Gesicht schmiert.

The-Pit.de: Keine Schweineköpfe auf der Bühne…

Micha und Specki: Neee!

Micha: Mit so etwas sollte man nicht spielen

Specki: Köpfe rollen erst Backstage.

Micha: Ansonsten finde ich das einfach gut, mit dem griechischen, siebenzackigen Stern.

The-Pit.de: Ich finde das auch sehr zutreffend…

Micha: Auch der Motor hat sieben Zylinder, wenn man jetzt mal genau hinschaut.

The-Pit.de: Immer die Sieben. Ich werde mal darauf achten, wenn ich durch das Leben laufe. Dadurch, dass ihr sieben Leute seid, ist die Band natürlich relativ groß. Im Vergleich dazu haben die meistens Bands ja nur vier oder fünf Mitglieder. Da herrscht wahrscheinlich auch immer etwas Uneinigkeit, was die Bühnenshow angeht, oder auch welches Lied jetzt tatsächlich produziert wird, oder? Hält sich das bei euch die Waage, oder wonach entscheidet ihr, was ihr in die Tat umsetzt, oder was ihr wieder verwerft?

Specki: Eigentlich ist es so, dass wir immer versuchen, abwechslungsreiche und bunte Alben zu machen. Das ist jetzt nicht so, dass wir sagen, dass wir eine reine Mittelalter-Platte machen, aber auch keine reine Metal-Platte. Du sollst die Platte einlegen und dir denken, dass du den Play-Knopf am liebsten sofort wieder drücken willst, wenn sie einmal durchgelaufen ist. War cool, hat sich gut durchgehört und hat nicht gelangweilt. Wir haben natürlich immer ein wenig Registerarbeit zwischen der Rhythmusgruppe, die auch immer etwas mehr die rockige Abteilung bedient und dann gibt es die mittelalterlichen Instrumente, die von drei Leuten bedient werden und den Micha, der so ein bisschen dazwischen steht und versucht diese beiden Lager zusammenzukriegen. Das heißt natürlich nicht, dass sich diese beiden Lager bekämpfen, im Gegenteil, man schießt sich immer die Bälle hin und her und letztendlich ist das auch immer wichtig, damit es eine abwechslungsreiche Platte wird, bei der auch der Anspruch nicht zu kurz kommt.

The-Pit.de: Das ist euch auch durchaus gelungen! Ich freue mich darauf, wenn ich es nochmal hören darf.

Specki: Am 18. Februar 2011 kommt die Single und am 25. Februar 2011 das Album. Spätestens dann kannst du es wieder hören.

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