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Helloween im Interview (Juni 2021)

Sieben Alpha-Hein-Mücks

The-Pit.de: Ich finde es auch witzig, dass ihr „Skyfall“, das man mit seinen zwölf Minuten Länge und der überragenden Gitarrenarbeit am Ende als Albumhighlight bezeichnen darf, als erste Single ausgekoppelt habt.

Markus: Joa, wir haben uns gedacht: Warum nicht? – Ich meine, wer spielt in Europa schon groß Metal im Radio? Von daher können wir dann auch mal so einen Rocker mit Überlänge nehmen; das ist für die Fans cool und vielleicht kommt später ja noch ein anderer Song raus, wir haben auf jeden Fall genug auf Lager. Aber den wollten wir als quasi Herzstück der Platte schon gerne rausbringen.

The-Pit.de: Wie ist denn das überhaupt mit der Auswahl an Songs, die aufs Album kommen? Das ist ja wahrscheinlich – gerade wegen eurer wie angesprochen vielen guten Songwriter – auch nicht immer so ganz einfach… Geht ihr da demokratisch vor?

Markus: Ja, das ist schwer. Da sitzen wir wirklich immer und diskutieren, denn klar, mit so vielen guten Songschreibern haben wir halt das Luxusproblem, dass wir unheimlich viel Material haben und wir können natürlich nicht jedes Mal sagen: „Jo, machen wir halt ein Doppelalbum“. Da wird diskutiert und gemacht und gehört und da sind auch mal Produzenten, Leute aus dem Management oder der Plattenfirma dabei, die dann ihre Meinung sagen. Mit seinen eigenen Sachen objektiv zu bleiben ist ja oft gar nicht so einfach und wenn Außenstehende das mit Fan- oder Produzenten-Ohren oder was auch immer hören und eine andere Meinung haben, sind wir durchaus auch gern mal bereit, an einem Song zu arbeiten, den wir erst mal gar nicht so gesehen haben, der sich im Studio dann wahrscheinlich noch entwickelt. Ist schon manchmal hilfreich, wenn das auch mal mit fremden Lauschlappen gehört wird (lacht).

The-Pit.de: Der Song „Indestructible“ ist ja von dir – ist das so eine Art Anti-Corona-Song? Denn da heißt es immer wieder „We’re indestructible, ’cause we are one“.

Markus: Nee, als ich den geschrieben habe, war daran noch gar nicht zu denken; als wir den aufgenommen haben, ging es gerade erst damit los. Das Stück bezieht sich mehr auf ein Gefühl, das sich während der Tour eingestellt hat; als die Tour so gut ankam und man gesehen hat, was für eine Energie auch vom Publikum zurückkam und man eine totale Gänsehaut deswegen bekommen hat. Das war es eher, was ich vermitteln wollte. Und es hatte dann eher diese Ironie – du singst „We’re indestructible“ und bums, kommt dieses Scheißvirus und zerstört uns… Aber ist trotzdem eine positive Botschaft und den Song kann man in dem Zusammenhang natürlich auch als Durchhalteparole sehen, wir haben ja noch ein paar weitere Songs auf der Platte, die zum Durchhalten anregen, so was wie „Best Times“ zum Beispiel. So was brauchen wir jetzt!

The-Pit.de: Und „Mass Pollution“ dreht sich dann wahrscheinlich um die immer schlimmer werdende Umweltzerstörung…

Markus: Puh, alle Texte habe ich noch nicht auswendig drauf. Da musst du Andi fragen! (lacht)

The-Pit.de: Was sind deine persönlichen Favoriten auf dem Album?

Markus: Das ist eigentlich von Woche zu Woche anders. Manchmal stehe ich auf die schnelle, harte Ecke, die Weiki immer so schreibt, der hat ja auch seinen eigenen Stil, „Angels“ von Sascha finde ich herausragend, das gibt dem Album eine ganz geile Farbe mit der Orgel, aber auch die Andi-Dinger oder „Skyfall“… boah, kann ich echt gar nicht sagen, denn das ist alles so verschieden, dass es von Stimmung zu Stimmung anders ist.

The-Pit.de: „Fear Of The Fallen“ finde ich auch stark, das ist ja so etwas progressiv angehaucht und da stehe ich persönlich sehr drauf.

Markus: Jo. Dat geit alles, du (lacht).

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