Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Helheim im Interview (August 2011)

"Wir werden unsere tiefsten Wurzeln immer im Black Metal haben, aber Musik ist mehr als das und das ist der Grund, warum wir sie erkunden wollen."

Behalten einen ernsten Ton in ihrer Musik und ihrem Image: Helheim

Zum Thema

Selten erhält eine Band so spät in ihrer Karriere noch so einstimmig Anerkennung, wie es Helheim mit ihrem neuen Album „Heiðindómr Ok Mótgangr“ gelungen ist. Fernab von üblichen Klischees und mit einem genauso rauen wie komplexen Sound ist es den Norwegern gelungen, einen neuen Meilenstein im Viking Metal zu erschaffen, der die Band spielfreudiger denn je zeigt. Wir sprachen mit Sänger und Bassist V'Gandr, der nicht nur einen genaueren Einblick in „Heiðindómr Ok Mótgangr“ und die Entwicklung Helheims eröffnete, sondern auch über seine ganz persönliche Beziehung zum Heidentum und dessen Wert für die heutige Welt berichtete.

 

The-Pit.de: Hallo! Das Feedback zu eurem aktuellen Album „Heiðindómr Ok Mótgangr“ ist sehr positiv ausgefallen, was die Reviews betrifft; viele Leute sagen sogar, dass es das stärkste Album in eurer Karriere ist. Habt ihr so viel Euphorie erwartet?

V'Gandr: Nein, um ehrlich zu sein, wussten wir nicht, was wir erwarten sollten, aber wir wussten selbst, dass es bei Weitem unsere beste Leistung ist. Es ist sehr befriedigend, all das großartige Feedback zu sehen und dass die Leute verstanden haben, was wir mit diesem Album wollten.

The-Pit.de: Mir erscheint es, als ob einer der größten Unterschiede zwischen „Kaoskult“ und „Heiðindómr Ok Mótgangr“ die viel dunklere Stimmung auf Letzterem ist, was ich in erster Linie dem Einsatz organischerer Instrumente wie Hörnern oder Pauken anstatt des Keyboards zuschreiben würde. Stimmst du mir zu und war es eure Intention, eine düsterere Atmosphäre als zuvor zu erschaffen?

V'Gandr: Exakt, Mann. Wir wollten einen düstereren und kälteren, zynischeren Sound und die Musik bildet das sehr gut ab, denke ich. Wir werden älter und auch weiser, so dass unsere generelle Haltung ernster wird. Also sollen die Musik und die Texte das auch wiedergeben.

The-Pit.de: Eure Musik ist in letzter Zeit ziemlich progressiv geworden und geht oft weit über Black Metal hinaus, obwohl es scheint, als ob eure Wurzeln noch immer in diesem Genre liegen. Viele Bands, die sich mit heidnischem Glauben beschäftigen, behalten ihren Sound für eine lange Zeit oder verändern ihn überhaupt nicht, also wie ist die Veränderung in eurer Musik über die Jahre zustande gekommen?

V'Gandr: Wir glauben stets an inneren Fortschritt und Diversität, da das Fehlen dieser Stagnation bedeutet. Wir wachsen als Menschen, wir finden mehr heraus, wissen mehr, zum Guten oder zum Schlechten. So sollte auch der musikalische Aspekt sein, eine nie endende Suche nach Perfektion. Wir werden unsere tiefsten Wurzeln immer im Black Metal haben, aber Musik ist mehr als das und das ist, warum wir sie erkunden wollen.

The-Pit.de: Eine Sache, die auf „Heiðindómr Ok Mótgangr“ heraussticht, ist definitiv euer neuer Gitarrist Noralf, dem ihr eine Menge Raum gelassen habt, insbesondere was die großartigen Gitarrensoli betrifft. Inwieweit hat er den Stil des Albums beeinflusst?

V'Gandr: Ein ganzes Stück. Wir wussten, dass er es auf eine bessere Art als Thorbjørn machen konnte und wir gaben ihm eine Menge Freiheit. Sein Stil und seine Leidenschaft waren wirklich das, was Helheim brauchten, um uns weiterzubringen, also sehen wir ihn als wichtigen Teil der Band.

The-Pit.de: In einigen Songs, zum Beispiel in „Vig Og Mot (Sindighet)“, verwendest du klaren Gesang, den ich fast schon als exzentrisch bezeichnen würde – ich haben einen solchen Stil noch nie zuvor in ähnlicher Musik gehört, um ehrlich zu sein. Ist das bloß dein Gesangsstil oder hattest du eine spezielle Intention, als du diese Vocals aufgenommen hast?

V'Gandr: Es ist genau genommen ein Gastsänger und sein Stil ist einzigartig. Wir wollten klaren Gesang beim schnellsten Teil des Albums, nur um zu zeigen, was für einen Kontrast das erschafft. Ich finde, er klingt wie ein kaputter Steven Tyler von Aerosmith (lacht).

Seite
comments powered by Disqus

Von Erinnerungen, Rückblicken und Genuss

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna