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Halestorm im Interview (Dezember 2010)

"It's kind of a Mischmasch"

Toni und Lzzy beim Interview

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Halestorm ist eine amerikanische Formation aus zwei Geschwistern (Lzzy und Arejay Hale) und zwei weiteren Bandkollegen, die in diesem Jahr ihr erstes Album „Halestorm“ veröffentlicht haben. Female fronted Rock in auffällig amerikanischem Style. Pünktlich empfing mich (anscheinend) die Mutter der Hale-Geschwister und lotste mich in den Aufenthaltsraum/das Umkleidezimmer der Band. Allemann waren versammelt, Klamotten wild verteilt – einladend! Die Band war aufgeschlossen. Lzzy und ich setzten uns auf das einzige noch sitzbare Möbel in diesem kleinen Raum und begannen zwischen surfenden Gitarristen und Fotografen das Interview. Lzzy leuchtete mich mit ihren großen bunten Augen, der wilden Frisur, dem pinken BH und dem weißen Ledermieder an und schnallte sich nebenbei ihre komplizierten Schnür-Schuhe zu. 

The-Pit.de: Du und dein Bruder haben Halestorm gegründet. Erzähl mal, wie diese Idee zustande kam. Habt ihr schon immer alles gemeinsam gemacht?

Lzzy: Ja, wir standen uns schon immer sehr nah. Wir haben schon in jungen Jahren damit begonnen Instrumente zu spielen. Im Wohnzimmer unserer Mutter haben wir geübt. Es war ein ziemlich lautes Haus (lacht).Wie wir zu unserem Namen gekommen sind ist eine witzige Geschichte. Wir hatten unseren ersten Auftritt außerhalb von zu Haus, es war bei einer Talentshow auf einem Jahrmarkt. Wir wollten uns dort nicht als „Lizzy und Arejay“ vorstellen, denn wir wollten einen Bandnamen haben, obwohl wir ja nur zu zweit waren. Und so fiel uns dann auf dem Weg dorthin „Halestorm“ ein, Hale ist unser Nachname. Nach der Show waren wir von der Reaktion der Leute dermaßen begeistert, dass ich meinen Bruder fragte „Do you wanna do this again“? Und so machten wir einfach weiter und blieben beim Namen Halestorm.

The-Pit.de: Hattet ihr auch mal eigene Bandprojekte vorher?

Lzzy: Nein, das ist unsere allererste Band überhaupt!

The-Pit.de: Wer von euch schreibt eigentlich die Texte, wie entsteht die Musik? Macht ihr beide das zusammen? Und wer hat generell das Sagen?

Lzzy: Bisher habe ich hauptsächlich die Lyrics verfasst. Wobei, wenn manchmal einer der Jungs etwas Witziges sagt, dann schreibe ich es sofort auf und verarbeite es dann irgendwo in einem Songtext. Aber im Grunde läuft das schon alles immer gemischt ab, jeder trägt auf seine Art und für seinen Part etwas dazu bei. „It’s kind of a mischmasch“ (die Verfasserin wundert sich, dass dieses Wort auch im Amerikanischen gebräuchlich ist und entfacht damit eine Unterhaltung zu den Wurzeln der Hale-Geschwister).Unsere beiden Elternteile sind aus Deutschland, genau genommen meine Großmütter beider Seiten. Wir sind auch eigentlich in Deutschland geboren, also irgendwie steckt das in uns und äußert sich dann ab und zu. Bedauerlicherweise hatte ich nie wirklich die Gelegenheit, deutsch von meinen Großeltern zu lernen. „Dankeschön“ und „Guten Tag“ sind bekannte Phrasen. Ein Teil der Familie kommt aus der sächsischen Gegend. Naja, „bad accent“ halt (grinst und imitiert „Dankeschön“ auf sächsisch).

The-Pit.de: Ihr wurdet Anfangs noch von eurem Vater am Bass unterstützt. Wie ist das jetzt, ist er ab und zu mal als Ersatz dabei?

Lzzy: Wir versuchen, dass das nicht vorkommt (lacht). Als wir anfingen, war ich 13 und Arejay 10 Jahre alt. Da war es für uns sehr schwierig, andere Kinder zu finden, die ebenso besessen wie wir musiziert haben und die dieselbe Unterstützung der Eltern genießen konnten. Wir hatten manchen Gitarristen oder Bassisten dann für weniger Wochen, bis die Eltern gesagt haben „No no! Not in a rockband!“. Also hat unser Vater dann zwangsläufig Bass gespielt. Davon gibt’s auch noch Videos auf YouTube zu sehen.

The-Pit.de: Euer Album „Halestorm“ ist in den USA im April 2009 erschienen, aber erst ein ganzes Jahr später in Deutschland. War dies eure Entscheidung, wurde dies vom Plattenlabel bestimmt oder hatte das noch andere Gründe?

Lzzy: Ich habe keine Ahnung. Es lag nicht in unserer Hand. Das Label und Management hat das aus „politischen“ Gründen beschlossen und befand es für sinnvoller, wenn es erst kurz vor unserer ersten Tour in Deutschland erscheint. Hätten wir es zum selben Zeitpunkt wie in den USA veröffentlicht, dann wären wir noch nicht in der Lage gewesen, hier drüben Konzerte zu spielen. Wir haben aktuell eine Live-DVD, welche gerade in den USA erschienen ist und sogar in wenigen Wochen in Deutschland veröffentlicht wird! (nickt stolz)

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