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Gun Barrel im Interview (Mai 2014)

„…wir haben uns irgendwie Respekt verschafft…“

Direkt im Anschluss bietet sich dann noch die Möglichkeit, mit Sänger Patrick ein paar Worte zu wechseln.

The-Pit.de: Die wollten dich die ganze Zeit aufs Korn nehmen, so schlecht bist du doch auch nicht…

Patrick: (mit einem schelmischen Lächeln)…das schmerzt unheimlich. Ich weiß, warum die Sänger immer nach zwei Alben abhauen.

The-Pit.de: Wir hatten uns schon einmal drüber unterhalten. Ich vertrete die These, dass du kurz nach deinem Einstieg bei Gun Barrel noch ein bisschen brauchtest, dich von einem guten Sänger zu einen guten Frontmann zu entwickeln. Jetzt ist das zweite Album heraus, ihr habt zahlreiche Konzerte gespielt. Du reißt jetzt die Show an dich, die anderen können machen, was sie wollen. Wie fühlst du dich selber in deiner Rolle?

Patrick: Was heißt an mich reißen? Man wächst in solch eine Band natürlich rein. Gerade wenn du als junger Musiker in eine gestandene Band einsteigst. Ich bin ja durchaus 20 Jahre jünger als die anderen. Ich habe das Gefühl, dass ich reingewachsen bin. Ich fühle mich sehr wohl mit den Jungs, egal, ob auf der Bühne oder im Proberaum. Zumindest auf der Bühne merkt man das. So etwas wie der Altersunterschied ist kein Thema, nichts zu spüren in der Richtung. Ich habe echt so das Gefühl, angekommen, gelandet zu sein.

The-Pit.de: „Damage Dancer“ ist ja jetzt dein zweites Album, gesanglich finde ich das auch kompakter. Inwieweit hast du dich auch noch umgestellt?

Patrick: Bei der „Brace For Impact“ hatte ich noch das Problem, dass ich zwei Sänger vor mir hatte, die ich beide auf ihre Art sehr, sehr geil fand. Der Guido hat wie ein Hirsch geröhrt, die Guido-Songs hätte auch keiner besser als Guido selbst singen können, die Xaver-Songs hätte keiner besser als Xaver singen können. Dann mache ich das erste Album mit der Band und ich hatte das Gefühl, dass ich alles zeigen muss, was ich habe. Alles. Zwei Jahre später höre ich mir das Album an und sage mir: „Hey Junge, schalte doch mal einen Gang zurück!“ Genau das habe ich bei der „Damage Dancer“ auch getan, ich hatte nicht mehr diesen Drang, immer völlig „over the top“ zu sein. Ich bin eher dazu übergegangen zu fragen, was der Song denn an der Stelle braucht. Gerade im Metal ist das immer so eine Sache mit den hohen Tönen. Braucht der Song jetzt einen Scream? Die Songs brauchten das nicht wirklich. Wenn der Song das nicht braucht, muss ich mein Ego nicht noch vor den Song stellen, das wäre Quatsch.

The-Pit.de: Ich hatte mit den beiden vorhin auch über den Jahrestodestag von Xaver gesprochen. Da haben beide gesagt, dass du sie manchmal noch an Xaver erinnerst. Wie gehst du so mit dem Todestag um?

Patrick: Ich habe die Band mit Xaver immer sehr gerne gemocht. Ich habe den Xaver selber sehr gerne gemocht. Es gibt immer wieder Momente, wo man dran denkt. Ich singe eine Nummer, dann flasht kurz im Hirn auf, wie du diese Band diese Nummer hast spielen hören. Das kommt immer wieder mal durch, ganz klar. Ich glaube aber, dass ich mich in den letzten zwei Jahren ein bisschen davon gelöst habe. Am Anfang war da dieses Gefühl von Fußstapfen. Klar, ich singe seine Songs, habe aber für mich persönlich auch die Angst ein bisschen verloren. Ich stecke nicht in den Fußstapfen, ich mache es halt einfach. Ich mache es so, wie ich es tue, singe die Songs, so wie ich sie singe und hoffe und denke, dass er das auch gut finden würde.

The-Pit.de: Du hast bei Majesty ein paar Backing Vocals aufnehmen können. Was hast du da an Erfahrung sammeln können?

Patrick: Backing Vocals habe ich ja schon häufiger gesungen. Das war einfach sehr witzig. Die haben mich angerufen, ob ich das machen würde. Wir haben in dem Telefonat gleich Nägel mit Köpfen gemacht, einen Termin ausgesucht, dann bin ich freitags da runter getuckert, samstags morgens um zehn standen wir im Studio, dann ging das rund. War ein lustiger Tag, abends gingen wir noch einen trinken – man kannte sich ja schon von der Tour mit Grave Digger. Man mochte sich sowieso schon. War im Endeffekt ein schöner Tag.

The-Pit.de: Möchtest du unseren LeserInnen auch noch etwas mit auf den Weg geben?

Patrick: An alle, die das lesen und heute Abend nicht hier sind: Selbst schuld. Vielleicht kommt ihr das nächste Mal vorbei. Ansonsten bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die das Dingen hier bis zum Ende gelesen haben, weil die offenbar Interesse an uns haben. Danke.

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