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Gun Barrel im Interview (Februar 2017)

„Wir kommen doch noch aus einer Zeit, wo Bands Bands waren“

The-Pit.de: Darfst du da beim Schreiben schon mitreden oder wird dir wie bei den alten Songs da auch alles vorgegeben? Wenn die Rede von einem richtigen Bandgefüge ist, dann muss auch entsprechend Input geliefert werden?

Rolf: Ja...(alles lacht)

Heiwi: ...das steht in meinem Vertrag. Rolf ist da sehr entspannt und sagt, dass jeder etwas beisteuert. Und wenn jemand ein geiles Riff oder einen geilen Song hat, dann wird der ausprobiert. Wenn der passt, dann gut, wenn nicht, dann ist das eben so. Thomas und ich haben ja schon bei subStyle zusammen gearbeitet. Jetzt kommen wir in solch ein Dreiergefüge, welches seit tausend Jahren zusammenspielt, da ist doch klar, dass man sich erst einmal aneinander gewöhnen muss. Man muss ja auch erst verstehen, wie die Jungs arbeiten, wie sie sich Songs erarbeiten, wie entstehen bei den Dreien Songs. Das ist doch bei jeder Band etwas komplett anderes. Bei manchen Bands kommt eine komplette Vorproduktion von irgendeinem. Hier ist das komplett anders, hier hat jeder sein Scherflein, da kommt dann auch mal: „Du, den Part, den du da als Idee hattest, der ist total scheiße, ich würde da lieber so etwas machen.“ So etwas befruchtet sich ja gegenseitig und so entsteht dann ein Song. Ich persönlich mag diese Herangehensweise sehr, weil du danach ein Produkt hast, das von einer kompletten Band geschaffen worden ist und alle damit zufrieden sind. Das ist die beste Art und Weise, einen Song zu präsentieren. Und die beiden neuen Songs sind definitiv auch so entstanden. Rolf und ich sind da beide sehr fleißig und ich gehe davon aus, dass wir in absehbarer Zeit etwas präsentieren können.

The-Pit.de: Tom, jetzt bist du derjenige, der zu den beiden „Alteingesessenen“ 2004 dazugestoßen ist. Du hattest ja auch eine Einarbeitungsphase. Würdest du bestätigen, dass man so besser voneinander besser profitiert und muss man seine eigene Arbeitsweise auch ein Stück weit überdenken?

Tom: Ich finde die Zusammenarbeit schon sehr entspannend. Jeder schmeißt was rein und dann gibt es fünf Leute, die darüber befinden, ob es cool ist oder eben nicht. Manchmal gibt es auch drei zu zwei-Entscheidungen, da läuft der Prozess immer sehr demokratisch ab. Der lief aber auch schon immer total demokratisch ab. Und wenn einer sagt, dass er das überhaupt nicht spielen kann, dass es bei ihm überhaupt nicht ginge, ja gut, dann wird halt etwas Neues gesucht. Das ist also sehr entspannt. Rolf ist der einzige bei uns, der eine Recycling-Tonne besitzt, wo die Ideen, die wir vor zehn Jahren schon abgelehnt haben, immer wieder herausgezogen werden, bis alle irgendwann müde sind und keine Kraft mehr haben, dagegen zu halten. Gutes Beispiel dafür ist eigentlich „Dancing On Torpedoes“ (auf der „Brace For Impact“ von 2012 zu finden; Anm. d. Verf.)....

Rolf: ...der zehn Jahre brach lag und auf einmal sagt der Toni: Ey geil. Ich dreh mich da um und kicher nur vor mich hin (was er dann auch bildlich vormacht)...

Tom: ...aber ich habe gehört, dass Rudolf Schenker auch so eine blaue Tonne hat und „Still Loving You“ (auf der Scorpions-Langrille „Love At First Sting, 1984; Anm. d. Verf.) aus solch einer Tonne gekommen ist...

Heiwi: ...ach echt? Geile Nummer.

Tom: Da hatte er auch zehn Jahre gebraucht, um die Band zu überzeugen. Hat er immer wieder geklimpert und alle haben gestöhnt. Irgendwann hieß es dann „Geil, dass wir das noch nie gehört haben.“ Manche Dinge brauchen ihre Zeit.

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