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Grave Digger im Interview (Januar 2015)

„…wir sind da kreativmäßig ungezügelt…“

Fast im Zwei-Jahres-Rhythmus lassen sich Grave Digger in der Zeche Bochum blicken und jedes Mal „zerren“ wir Frontmann Chris Boltendahl vors Interview-Mikrophon – nun ja, zerren ist da vielleicht übertrieben. Trotzdem schön, dass sich Chris noch vor dem Soundcheck Zeit nimmt, um sich einmal mehr den investigativen Fragen zu stellen.

The-Pit.de: Hi Chris, schön, dich wieder in Bochum zu treffen und dass es auch wieder mit dem Interview klappt. Das scheint ja zur Tradition zu werden. Letztes Mal hatten wir Anfang 2013 gesprochen und ich hatte ein bisschen darüber spekuliert, dass die German-Metal-Attack-Tour als Testballon erstaunlich gut lief. Was man jetzt via Facebook mitbekommt, läuft auch diese dritte Tour einfach nur fantastisch. Wie sieht dein Fazit zwei Jahre später aus?

Chris: Ich habe ja lange Bands gesucht und ich bin wirklich auch froh, dass ich diese drei Bands mehr oder weniger aus dem Hut zaubern konnte. Ob das ganze Konzept für die Zukunft so weiterläuft, wird man sehen, weil ich jetzt schon enorme Mühe hatte, Bands für diese Tour zusammenzubekommen. Das muss man einfach so sagen. Ich will jetzt nicht sagen, dass ich das sterben lasse, aber ob ich die German-Metal-Attack weitermache, muss ich einfach mal sehen. Das kommt auf die Bands an, ob ich da genug zusammen kriege. Noch mal soviel Arbeit investieren wie jetzt? Das war schon ein bisschen nervig. Beim ersten Mal war es…zack, beim zweiten Mal auch, dieses Mal richtig mühsam.

The-Pit.de: Wie suchst du die Bands denn aus?

Chris: Nach meiner Präferenz, sag ich mal. Ich rufe die Bands an, frage, ob sie Zeit und Lust haben, stelle ihnen das Konzept vor und dann geht es los in die Diskussion. Die einen brauchen Geld, ich kann aber nichts bezahlen, die Bands müssen aber auch nichts bezahlen, ein ganz einfaches Prinzip. Aber dann hörst du auch: Wir haben keine Zeit, keine neue Platte…bla bla bla. Meine Wunschbands habe ich dieses Mal einfach nicht zusammengekriegt. Beim ersten Mal hatte ich meine Wunschbands Majesty und Wizard innerhalb von ein paar Tagen zusammen, dieses Mal hat es einfach nicht funktioniert. Ich will jetzt aber nicht damit sagen, dass es hier der letzte Rest vom Schützenfest ist, Nitrogods waren schon ein Wunschkandidat, aber das ganze Drumherum war schon ein bisschen mühsamer.

The-Pit.de: Heute feiert ihr auch die letzte Show auf der Tour und traditionsgemäß gibt es dann immer ein wenig Störfeuer. Wie stehst du dazu und hast du dafür genug Humor übrig?

Chris: Über Humor verfüge ich schon relativ viel, aber die Störfeuer mag ich gar nicht. Die Leute, die kommen, können mit den meisten Späßen nichts anfangen, weil sie auch nicht in die Show integriert sind. Ich möchte den Leuten einfach eine ganz normale Grave-Digger-Show bieten. Wir machen das eigentlich nicht.

The-Pit.de: Wir könnten das natürlich von Jahr zu Jahr wieder diskutieren, wie sehr sich der Musikmarkt verändert. Bei Grave Digger habe ich den Eindruck, dass die Kurve weiterhin nach oben zeigt, wenn ich mir auch Shows wie beim Bäääm Festival 2014 oder auch Dong Open Air 2014 anschaue. Viele Bands klagen ja auch darüber, dass die Shows schlecht besucht sind usw. Wie beurteilst du eure aktuelle Entwicklung?

Chris: Wir versuchen, aus allem immer das Beste zu machen und den Leuten kontinuierlich Qualität zu liefern. Das haben wir mit „Return Of The Reaper“ wieder bewiesen. Witzigerweise arbeiten wir eigentlich mehr oder weniger schon am neuen Album, weil dieses Mal die Pause nicht so lang sein soll, keine zwei Jahre, das können wir auf jeden Fall schon sagen. Für uns steht der Qualitätsanspruch eigentlich an erster Stelle. Den für die Leute zu erfüllen ist unsere Leidenschaft, unsere Profession.

The-Pit.de: Was wäre denn die Schmerzgrenze nach unten, wo du sagen würdest: Jetzt ist dann aber auch gut…?

Chris: Ich sag mal so...wenn sich die Nachfrage bei Grave Digger bei Konzerten so unter hundert Leute bewegen würde, dann würde ich schon die Frage stellen, ob das noch Sinn macht. Aber da sind wir noch lange von entfernt, unsere Pläne zeigen auch nicht diese Kurve. Wir haben noch Bock drauf.

The-Pit.de: Wenn ihr den Zweijahresrhythmus unterbrechen wollt, dann erscheint also in 2015 eine neue Scheibe…

Chris: In 2015 noch nicht, aber am 15. Januar 2016. das ist schon klar, das haben wir schon mit Napalm Records so besprochen. Wir haben schon Ideen für das neue Album, der Albumtitel steht schon, wir arbeiten schon an Coverideen und an Riffs. Wir haben allerdings noch einige Aktivitäten zum aktuellen Album, aber wir sind da kreativmäßig ungezügelt und wissen auch schon, dass wir im Februar 2016 wieder hier in Deutschland auf Tour gehen werden. Ob jetzt mit der neuen German Metal Attack oder nicht, das müssen wir mal schauen. Alles andere aber ist soweit schon klar.

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