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Godslave im Interview (Dezember 2013)

Konsequenter Thrash Metal und seine Folgen

Nicht ganz pünktlich zur neuen Scheibe „In Hell“ hat sich The-Pit.de Godslave-Gitarrist Bernie mal wieder an den Fernsprecher geholt um über das neue Album zu quatschen. Dass es nicht nur bei rein technischen Fragen bleibt, ist eh klar. Was der Thrasher sonst noch zu erzählen hat und wie es um die Band bestellt ist, lest ihr hier.

The-Pit.de: Hi Bernie. Schön, dich wieder zu hören. Godslave wachsen und gedeihen. Wie läuft es denn mit der neuen Scheibe?

Bernie: Grundsätzlich dürfen wir uns nicht beschweren. Die Reviews fallen minimal schlechter aus als bei „Into The Black“. Dazu muss man aber sagen, dass „Into The Black“ ja wirklich sehr überdurchschnittlich angekommen ist und „In Hell“ von vorneherein ein schweres Los hatte. Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis auf der Presseseite und überwältigt von den Reaktionen der Fans. Bei denen sieht es nämlich dieses Mal wesentlich besser aus als beim Vorgängeralbum.

The-Pit.de: Ihr habt das Label gewechselt. Warum?

Bernie: Grundsätzlich stimmt das. Allerdings sind wir unser eigenes Label. Wir haben uns entschieden, alles selbst in die Hand zu nehmen. So sind wir frei in unseren Entscheidungen und müssen uns auch nur über das aufregen, was wir selber verbockt haben. Das war uns ein großes Anliegen. Für die Promoarbeit, die wir selber nicht leisten können, haben wir uns Gordeon Music als Partner mit ins Boot geholt.

The-Pit.de: Ihr wart vorher bei SAOL, oder?

Bernie: Genau. SAOL ist aber keine Plattenfirma. Das ist ein Dienstleistungsservice, der den Bands praktisch die Arbeit erleichtert und mit großen Partnern arbeitet. Da bekommt man dann das Rundum-Sorglos-Paket für einen bestimmten Betrag. Die ganze Arbeit machen dann SAOL.

The-Pit.de: Viele Bands gründen ja inzwischen ihr eigenes Label.

Bernie: Eigentlich ist es ja das Beste, was man machen kann. Dieses Märchen, dass es Bands geschafft haben, die bei einem Label unter Vertrag sind, stimmt schon seit vielen Jahren nicht mehr. Leider glauben aber viele Bands und, was noch viel schlimmer ist, Fans, dass es nach wie vor so ist. Dadurch lassen sich viele vom Namen einer Plattenfirma verarschen. Doch nur allzu oft bieten diese ja gar nicht qualitativ gute Musik an, sondern einfach die Musik, die sich gerade im Moment eben gut vermarkten lässt. Außerdem darf man nicht vergessen, dass früher die Labels Geld für die Bands ausgegeben haben und es heute oft umgekehrt ist. Das heißt, oftmals bezahlt die Band das Label und nicht mehr andersherum.

The-Pit.de: Es gibt aber eben auch viele Musiker, die die Wichtigkeit der Selbstvermarktung noch nicht so richtig erkannt haben und sich als reine Künstler verstehen und nicht als Kaufmann.

Bernie: Zur heutigen Zeit funktioniert diese veraltete Denkweise nicht mehr. Das war früher mal so, aber heute laufen die Dinge anders. Viele Bands, die bei kleinen Labels unter Vertrag sind schielen etwas neidisch auf die Selbstvermarkter. Andererseits haben wir auch Anfragen von Labels erhalten und immer wenn wir gesagt haben, dass wir selbständig arbeiten wollen, dann wurden wir immer mit einer gewissen Abschätzigkeit bedacht. Dazu kommt, dass man als selbständige Band auch mehr Verantwortung tragen muss. Da kann man die Schuld, dass etwas nicht gelaufen ist, nicht auf jemand anderen abwälzen.

The-Pit.de: Apropos Schuld. Euer Verhalten eurem Titelmaskottchen gegenüber ist auch nicht ganz lupenrein. Genaugenommen ist Horst eine arme Sau. Warum hat er denn kein Herz mehr und reißt sich die Haut vom Gesicht?

Bernie: (lacht) Das ist ganz lustig, dass du mich darauf ansprichst, denn bisher kamen schon von vielen Seiten Beschwerden, dass wir den Horst immer so misshandeln. Die abgebildete Situation auf den CD Covers zeigt immer die Überlegungen, die gerade aktuell waren, als wir die Scheibe gemacht haben. Die letzten beiden Jahre waren für Godslave recht problematisch. Einen Großteil der Sorgen bereitete uns unser Sänger Thommy. Bereits vor den Aufnahmen zu „Into The Black“ hatte er Probleme mit seiner Stimme bekommen. Ein Arzt hat dann eine Stimmbandentzündung diagnostiziert. Diese hat sich dann aber wieder beruhigt und alles schien wieder gut zu sein. Während der Tour mit Hatred verschlimmerte sich die Situation aber wieder und Thommy musste immer mehr Gewalt aufwenden um die Stimme aufrecht zu erhalten. Das war natürlich nicht der richtige Weg und es kam wie es kommen musste: Irgendwann ging gar nichts mehr. Ein Spezialist fand dann einen Knoten auf den Stimmbändern. Erschwerend kommt hinzu, dass Thommy beruflich sehr viel reden muss und somit auch dort seine Stimme nicht schonen kann. Die Situation hat ihm dann vier Wochen Arbeitsunfähigkeit eingebracht, weil er gar nicht mehr sprechen durfte. Seit diesem Moment hat Thommy viele Stunden in der Logopädie und beim Gesangsunterricht verbracht. Jetzt geht es ja auch wieder aufwärts. Dieser Zeitraum war für die Band sehr anstrengend, weil wir ja nicht wussten, ob unser Fronter wieder fit wird. Das Schicksal der Truppe stand in den Sternen. Gut gefühlt haben wir uns dabei nicht. Das war eine Scheißzeit. Erfreulicherweise hat sich dann irgendwann herauskristallisiert, dass es auf jeden Fall weitergehen wird. Angetrieben hat uns auch immer der Support unserer Fans. Wir haben die Probleme von Thommy niemals publik gemacht, aber wir mussten einen Gig im Hunsrück canceln. Unabhängig davon haben wir so viel Zuspruch von Leuten aus aller Welt bekommen, dass wir nicht einfach so hätten aufhören können. Als dann klar wurde, dass der Schreihals wieder ans Mikro darf waren die größten Probleme eigentlich schon wieder gelöst.

The-Pit.de: Ich habe in der Review zu „In Hell“ ein bisschen am Sound herumgekrittelt. Kannst du meine Kritik nachvollziehen?

Bernie: Nachvollziehen kann ich deine Meinung schon. Ich bin aber komplett anderer Überzeugung. Der Hintergrund gestaltet sich so, dass wir nach „Into The Black“ ziemlich unschlüssig waren, was wir denn nun am Sound verbessern sollten. Wir waren und sind mit dem Ergebnis dieser Platte vollkommen zufrieden. Das stellt dich als Musiker natürlich vor ein Problem, denn niemand möchte zwei Alben machen, die zu 100% gleich klingen. Daraufhin haben wir „Into The Black“ nochmals analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass uns das Schlagzeug nicht natürlich genug klingt. Somit war die Mission für das neue Album geboren. Wir haben bei „In Hell“ alle Instrumente an einem vorher ausgetüftelten, möglichst natürlich klingenden Schlagzeug orientiert. Damit verschiebt sich natürlich die Perspektive auf den Sound und das Endergebnis verändert sich. Im Normalfall nimmt man als Prämisse möglichst fette Gitarren und mit den Mitteln moderner Computerproduktionen ist das ja auch keine Schwierigkeit mehr. Das verändert sich ganz stark wenn man die Gitarren aus dem Fokus nimmt und an deren Stelle die Drums setzt. Will man jetzt so einen völlig überfetten Sound, dann kann man gleich mal die Kompressoren auspacken oder gleich möglichst viel triggern. Das wollten wir aber nicht. Das Schlagzeug sollte so klingen als stehe man daneben. Ich habe da ein ganz aktuelles Beispiel dazu. Wir waren mit Warbeast unterwegs und bei einem Auftritt stand ich neben der Bühne und dachte mir: Dieses Schlagzeug klingt einfach saugeil. Die Kesselsammlung hatte eine ordentliche Klangdynamik und einen richtig tollen Sound. Als ich mir danach die CD angehört habe, war ich von den Drums schwer enttäuscht, weil diese auf der Scheibe richtig eklig klingen, zumindest im Vergleich zum Originalsound. Inzwischen habe ich eine richtige Abneigung gegen überzogen produzierte Schlagzeugaufnahmen. Die letzte Overkill ist zum Beispiel so ein Fall. Ich kann mir das Teil nicht mehr anhören ohne einen Würgereiz. Die Scheibe ist eigentlich so geil, aber der Sound ist unerträglich. Vor allem die Snare klingt völlig daneben und künstlich. Bei „In Hell“ haben wir sehr darauf geachtet, dass uns das nicht passiert. Wenn aber die Drums schon möglichst real klingen, dann kann man die Gitarren nicht völlig anders mischen und so kommt es, dass der Sound auf der neuen Platte ein bisschen roher ist als auf der vergangenen Scheibe.

The-Pit.de: Wobei man ja jetzt nicht behaupten kann, dass die Gitarren nicht gut klingen

Bernie: Wir sind mit dem Ergebnis absolut zufrieden. Jetzt stehen wir nur vor dem Problem, dass wir nicht wissen, was wir beim nächsten Album anders machen wollen.

The-Pit.de: Hattet ihr einen größeren Leistungsdruck nachdem „Into The Black“ so gut abgeschnitten hatte?

Bernie: Gute Frage. Die Antwort ist ja und nein. Nach „Into The Black“ waren wir davon überzeugt, dass die Scheibe das beste war, was wir jemals gemacht hatten und wir hatten keine Strategie, wie wir das noch hätten toppen sollen. Nun, nach „In Hell“ ist die Situation diese, dass wir der Meinung sind, dass „In Hell“ die beste Platte ist, die wir je gemacht haben und wir haben keine Ahnung wie wir das jemals toppen sollen (lacht). Ich hoffe inständig, dass es beim nächsten Album wieder so sein wird. Natürlich setzt man sich immer unter Druck. Man will sich ja verbessern und nicht verschlechtern. Wir haben Anfang 2012 begonnen die Songs für das neue Album zu schreiben. Diese Phase der Entstehung einer neuen Scheibe bleibt meist den zwei Gitarristen, also Meyer und mir, überlassen. Er bringt meist fertige Riffs mit und wir arrangieren sie dann zu kompletten Songs. Normalerweise geht mir das gut von der Hand, aber dieses Mal hatte ich eine völlige Blockade. Ob das nun wirklich am vermeintlich höheren Druck lag, das kann ich nicht sagen. Irgendwann hat sich das aber wieder eingependelt und wir haben in zwei Monaten acht Songs geschrieben. Darauf folgten wieder zwei Monate ohne sichtliche Fortschritte. Der ganze Rest der Platte entstand dann in einem weiteren Mondzyklus und fertig war „In Hell“. Logisch erklärbar ist das nicht, aber dieses Mal lief die Arbeit eher ruckartig als homogen.

The-Pit.de: Wart ihr wieder bei Phil Hillen im SU2-Studio?

Bernie: Ja, und davon werden wir auch nicht abweichen. Phil Hillen ist für uns ein sechstes Bandmitglied. Wir sind sehr gut mit ihm befreundet und wir haben ja schon sehr viel mit ihm gearbeitet. Er weiß eben ganz genau was er zu tun hat wenn wir etwas von ihm wollen. Diese Interaktion mit ihm ist sehr viel wert. Wenn mir was im Kopf rumschwirrt kann ich mich ihm relativ leicht verständlich machen und er reagiert auch prompt wenn was daneben läuft. Es gab für uns auch gar keinen einzigen Grund nicht zu ihm zu gehen. Unsere CDs klingen alle so unterschiedlich, dass man auch sicherlich nicht behaupten kann, dass wir seit längerer Zeit immer die gleiche Schiene fahren.

The-Pit.de: Der Sound ist somit eine der größten Veränderungen zum Vorgängeralbum.

Bernie: Das kann ich so unterschreiben. Die Songs sind zwar ein bisschen experimenteller als bei der Vorgängerscheibe, aber man kann bei jedem Lied unsere Handschrift erkennen. So viel ausprobiert wie auf „In Hell“ haben wir zuvor aber noch nie. Trotzdem ist am Schluss ein Godslave-Album daraus geworden. Eine Vorgabe für uns selbst hatten wir vorab aufgestellt. Wir hatten gemerkt, dass wir meist nur schnelle Sachen spielen und nun wollten wir auch mal was grooviges machen. Das ist nicht immer geglückt, denn meistens werden die Songs automatisch schnell. Bei „New Blood“ und „This One Step“ hat es aber funktioniert. Die beiden Songs sind deutlich grooviger als alles, was wir sonst so gemacht haben.

The-Pit.de: Gerade weil die Songs so groovig sind habe ich nicht wirklich mit ernsthaften Hintergedanken versucht sie mal mit Hatred zu vergleichen. Es hätte ja sein können, dass ihr zuviel Kontakt hattet und ihre Art des Thrash Metals ein bisschen auf euch abgefärbt hat.

Bernie: Es ist ganz witzig, dass du das Thema ansprichst. Wir wurden schon von einem Radiomoderator darauf angesprochen, dass wir von Hatred beeinflusst wären. Das ist insofern witzig, weil wir in der Band das alle nicht nachvollziehen können. Das Alleinstellungsmerkmal der Franken ist für mich Bacchus am Gesang. Die Art wie er singt gibt es bei uns gar nicht. Deshalb finde ich es komisch wenn Leute von außen behaupten, dass wir von Hatred beeinflusst worden wären. Wir in der Band sehen das nicht so. Wobei es natürlich trotzdem möglich wäre, denn man wird ja immer von allem um einen herum in der einen oder anderen Art und Weise beeinflusst.

The-Pit.de: Wie geht es weiter mit Godslave? Arbeitet ihr schon an der nächsten Platte?

Bernie: Im Moment sind wir noch auf Tour. Jetzt ist der erste Teil gerade rum und wir haben mal zwei Wochen Pause. Die können wir auch ganz gut gebrauchen, denn wenn man die ganze Woche arbeitet und dann jedes Wochenende zwei Gigs spielt, dann schlaucht das schon ganz gewaltig. Ich bin vor ein paar Wochen umgezogen und nutze nun die geringe Freizeit, die ich noch habe, um irgendwelche Kisten auszupacken und ähnliches. Da merkt man dann erst wie wichtig das Wochenende eigentlich zur Entspannung ist. Wir haben geplant Anfang des neuen Jahres ganz ausgeruht und entspannt mit dem Songwriting zu beginnen. Es wäre dann zwar noch lange kein Termindruck, aber es kann nicht schaden, wenn man an die Sache etwas ruhiger herangehen kann. Ende 2014 oder Anfang 2015 wäre es dann wieder soweit um ins Studio zu gehen. Die neue Scheibe sollte dann im Herbst 2015 herauskommen. So ist es jetzt mal geplant. Bis dahin wird aber sicherlich noch einiges passieren.

The-Pit.de: Vielleicht gibt es ja in der Zwischenzeit wieder eine Split-CD von euch. Warum macht ihr eigentlich immer noch diese Splits?

Bernie: Das ist ein sehr interessantes Thema. Darüber haben wir uns in letzter Zeit viele Gedanken gemacht. Zu der ganzen Split-CD-Sache kam es erst, als wir gerne mal eine 7“-Vinyl machen wollten. Das Problem an der Sache war einfach nur, dass wir die Scheibe so nicht finanzieren konnten. Die Lösung waren diese Splits. Inzwischen ist es so, dass wir schon wieder für die nächste Scheibe planen. Die nächste CD sollte gemeinsam mit Eradicator, mit denen wir ja auch auf Tour sind, entstehen. Es ist noch nicht ganz sicher, ob das klappt. Es liegen uns noch ein paar Steine im Weg. Für uns ist das mehr eine Spaßaktion. Großartig zu verdienen ist an den CDs nichts. Außerdem kann man mit diesen Split-CDs immer gut die Pause zwischen zwei Alben überbrücken und es gibt immer einen exklusiven Song, den man nur auf dieser CD findet. Das ist natürlich vor allem was für unsere Sammler-Fans und soll auch als Dankeschön für deren Support gelten.

The-Pit.de: Wird es die Songs auf den Split-CDs also nie wieder auf irgendeiner Scheibe geben?

Bernie: Auf regulären Alben sicher nicht. Wir sagen jetzt aber nicht, dass die Lieder nie wieder irgendwo auftauchen werden. Die ersten beiden Split-CDs sind nun ja schon längere Zeit ausverkauft und die aktuelle steht auch kurz davor. Vielleicht machen wir in vielen Jahren mal eine Art Compilation oder so. Das soll dann aber so ausgelegt werden, dass das keine Geldmacherei wird. Pläne für so eine Aktion gibt es aber noch gar keine.

The-Pit.de: Es macht ja wenig Sinn, die Songs völlig im Keller verstauben zu lassen, nur weil sie einmal limitiert waren.

Bernie: Genau. „Vodcarnivore“ spielen wir momentan in jedem Set als letzten Song und „Our School“ spielen wir auch noch oft. Wir mögen die Lieder selber recht gerne, weil sie eben ein bisschen mehr in die Party-Richtung gehen und auch ganz gut ankommen. Schon aus diesem Grund sollten sie auf keinen Fall in Vergessenheit geraten.

The-Pit.de: Wir werden am 21.12. beim Tourabschluss dabei sein. Können wir etwas Besonderes erwarten?

Bernie: Ich verrate hier gar nichts! (lacht) Es gibt quasi dieses ungeschriebene Gesetz, dass man beim letzten Tourtag die Sau raus lässt und die mittourende Band so gut wie nur irgend möglich vom Spielen abhält. Da sind die Bands dann schon immer sehr kreativ um den letzten Tourtag zu einem unvergesslichen zu machen. Es macht viel Spaß, wenn man den Auftritt auch mal etwas lockerer sehen kann. Am Ende einer Tour muss einfach die Sau fliegen. Das ist eben so (lacht).

The-Pit.de: Logisch. Sonst wäre es ja auch langweilig.

Bernie: Stimmt. Wenn am letzten Tourabend nicht irgendetwas passiert, dann ist das wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass sich die Bands untereinander nicht so gerne mögen. Das kann man von uns und Eradicator nicht behaupten. Wir sind sehr gut befreundet und haben schon viel gemeinsam gefeiert. Allein schon aus diesem Grund wird es bestimmt heiß hergehen am 21.12. in Ulm.

The-Pit.de: Wir sind thematisch schon im Livesektor angekommen. Leider gibt es davon nicht nur gutes zu berichten. Viele Veranstalter sind 2013 Pleite gegangen. Wird es für Bands schwieriger Gigs zu finden?

Bernie: Leider wird es tatsächlich immer schwieriger. Festivalgigs sind insofern sehr wichtig, weil die Band dann auch die Möglichkeit hat, sich Fans vorzustellen, die nicht zu den Fans der Gruppe gehören. Wir versuchen auch immer so viele Festivalgigs wie möglich zu spielen. Ich kenne auch einige Festivalveranstalter persönlich und ich weiß, dass das extrem schwierig ist im Moment. Die Festivals, die noch funktionieren, müssen die Bands buchen, die die Leute hören wollen. Da wird dann zu irgendwelchen Coverbands gegriffen, um die örtliche Bevölkerung anzulocken und um die Sache zu finanzieren. Oft kann man einfach nicht anders. Es gibt nur wenige Veranstaltungen, die wirklich die Bands buchen können, die sie gerne haben möchten. Beim Dong Open Air oder beim Rock Hard Festival funktioniert das. Das sind aber Ausnahmeveranstaltungen. Andere brauchen eben Coverbands. Spätestens wenn die spielen, muss ich immer fluchtartig den Veranstaltungsraum verlassen.

The-Pit.de: Vielen Dank für deine Zeit, Bernie. Zum Abschluss noch die obligatorische Frage: Was dürfen wir von Godslave für nächstes Jahr erwarten?

Bernie: Die ersten Wochen des neuen Jahres werden wir ruhig angehen lassen. Ansonsten wird das Jahr 2014 geprägt sein von einzelnen Auftritten und vor allem vom Songwriting für die zukünftige Veröffentlichung. Der Versuch, eine Vinylscheibe auf den Markt zu bringen, wird auch 2014 noch einmal in Angriff genommen. Mal sehen, ob es dieses Mal klappt.

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