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Gloryful im Interview (Oktober 2014)

"Am Ende des Tages muss eine Band wachsen, mit sich selber, mit ihren Aufgaben, mit den Zielen und mit der Erfahrung…"

Sind sie die Hoffnungsträger des deutschen Heavy Metal? Oder doch nicht? Das ist egal, denn wo auch immer die Gelsenkirchener Power-Metaller auftauchen, da ist dann auch ganz viel ehrliches Gloryful drin. Schnell hatten sie mit der „Ocean Blade“ ein zweites Album nachgelegt, doch einmal mehr scheint auch bei ihnen keine Ruhe einzukehren, die Ereignisse überschlagen sich. Aber lest selbst, was Frontmann Johnny la Bomba in dem Telefonat so preisgibt.

The-Pit.de: Johnny, lass uns über eure Musik reden. Herzlichen Glückwunsch zu einem bärenstarken Album, auch wenn ich persönlich das Shanty so überhaupt nicht leiden kann. Ich bin halt ein richtiger Balladenhasser. Ich mochte ja auch schon die Ballade auf dem Debüt nicht.

Johnny: (muss offensichtlich schmunzeln) Ja, der Song war da, wir haben einfach ein bisschen dran rumgebastelt, da hat sich das mehr oder weniger ergeben, dass er irgendwie in die komplette Story reinpasste. Mir war auch durchaus bekannt, dass du als Balladenhasser giltst, aber ich fand es schon ganz spaßig bei den ganzen Reviews, dass es immer Leute gibt, die meinen, dass es der geilste Song wäre, andere aber meinen fragend, dass sie es gar nicht verstehen, wie man so etwas überhaupt veröffentlichen könne. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass der Song so falsch eigentlich gar nicht sein kann. Dass er mal polarisieren wird, das war klar, das hat aber nicht dazu geführt, dass das Album eklatant verrissen wurde. Ich bin eigentlich zufrieden damit, wie es ist.

The-Pit.de: Zwei Dinge sollten wir vielleicht aufarbeiten. Ihr habt Kritik dafür einstecken müssen, dass ihr eure Release-Show im Bottroper Cage Club eingeplant hattet. Kannst du das mal aufdröseln?

Johnny: Der Jens und ich hatten seit Januar eigentlich nur konsequent mit dem Album zu tun, da hatten wir dann den eigentlichen Zeitpunkt verpasst, eine eigene Release-Show zu planen. Das haben wir soweit hinausgezögert, dass wir irgendwo an dem Punkt waren, dass wir eigentlich auch keine Location mehr gefunden hatten, wo es sich gelohnt hätte, dass an genau diesem Datum machen zu können. Uns war schon immer klar, dass der Cage Club nicht unsere erste Wahl war, die hatten aber sofort zugesagt. Das war das einzige, was wir hatten. Ich hatte auch noch im Lükaz nachgefragt, beim Predi im Helvete auch, und auch die anderen üblichen Verdächtigen hier im Ruhrgebiet, aber teilweise habe ich überhaupt keine Antwort bekommen, die meisten haben aber gesagt, dass es einfach zu kurzfristig sei. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass wir damals beim Unterschreiben des Plattenvertrages mit Massacre Records auch schon eine Show im Cage Club organisiert hatten, da hat es sich dann ein bisschen nach Old School, ein bisschen nach „Wir kommen nach Hause“ angefühlt.

The-Pit.de: Nächster Aufreger, der dann angesprochen werden muss - euer Gitarrist Vito ist raus, Adrian ist neu dabei. Was ist passiert?

Johnny: Der Adrian war ja seither schon Ersatzgitarrist. Ich hatte ihn damals gefragt und er war bereit, parat zu stehen und den Ersatz zu spielen. Der Vito hatte damals schon beim Einstieg bei Gloryful klar gemacht, dass Exotoxis seine Hauptband ist. Das hat dann immer dazu geführt, dass wir Konzerte parallel planen mussten, dass Termine mit Exotoxis kollidierten. Das passiert ja eigentlich automatisch. Das war bis dato nicht das Problem, weil Exotoxis so viele Konzerte eigentlich nicht gespielt hatten. Die Situation hatte sich beim Vito insofern geändert, dass er jetzt Berufsmusiker ist. Das heißt, er ist darauf angewiesen, dass er mit seiner Musik Geld verdient. Der spielt ja jetzt auch noch in einer zweiten Band, wo er als Songwriter auch voll involviert ist und womit die gebucht werden, fließt letzten Endes auch Geld, so dass Vito ja auch von diesem Geld lebt. Bei Gloryful ist das nie so gewesen. Und wie das halt so ist, die Veranstaltungen sind am Wochenende, und so kollidiert mittlerweile der Job vom Vito mit unseren Auftritten. Jetzt mit dem zweiten Album sieht das auch so aus, dass das Booking nach und nach mehr wird. Letztes Jahr hatten wir fast 40 Auftritte und ich befürchte, dass es dieses Jahr mehr wird, wenn nicht, dann im nächsten Jahr. Und wenn natürlich an der Stelle immer wieder ein Adrian Weiß als Ersatz gebucht werden muss, sich aber nie wirklich in die Band integrieren kann, dann leidet auch immer die Bühnenpräsenz unter dieser Geschichte. Das haben wir irgendwo gesehen. Als dann wieder Konzerte abgesagt worden sind oder mit Adrian gespielt werden mussten, da mussten wir leider eine paar Gespräche ins Rollen bringen, wie das denn zukünftig sein sollte. Den Job kann der Vito nicht wegdiskutieren, der ist einfach da, und bei einem Berufsmusiker müssen wir dann halt zurückstecken. Die Pläne laufen halt komplett in eine andere Richtung. Da mussten wir dann in den sauren Apfel beißen, das war keine schöne Sache. Das war jetzt auch nicht, dass wir das gerne gemacht haben. Der Vito ist und war ja auch ein Freund. Wir hätten den Schritt nicht machen müssen, wenn unsere Ziele und die Projekte, die wir alle haben, sich nicht gegenseitig gestört hätten. Dann wäre das nie ein Thema gewesen. Aber es ging halt nicht anders. Adrian kann alle Konzerte spielen, er kann sich von seinen anderen Projekten soweit zurückziehen, dass wir den Plan jetzt weiterfahren können. Da haben wir jetzt aus unserer Sicht keine andere Möglichkeit gehabt.

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