Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Geist im Interview (April 2009)

"Die Black-Metal-Szene ist nach außen hin an Konservativismus, Klischeehaftigkeit, Kitsch, Engstirnigkeit und Talentlosigkeit kaum zu überbieten"

Das Cover-Artwork des kommenden Albums "Galeere"

Zum Thema

Geїst veröffentlichen Anfang Mai ihre neue Platte „Galeere“. Schon jetzt sei gesagt, dass da ein ganz heißer Anwärter auf die Schwarzmetall-Scheibe des Jahres auf uns zutreibt. Über die Neuerungen aus Sicht der Band, die Ziele der Musik und die Engstirnigkeit der Black Metal-Szene sprach mit uns Bassist und Songwriter Alboin.

 

The-Pit.de: Hallo und willkommen zum Interview. Wie geht es dir? Wie ist die Stimmung in der Band?

Alboin: Hallo! Mir geht es momentan ganz gut, danke der Nachfrage. In ein paar Tagen spielen wir das erste Konzert nach einer längeren Livepause, und wir sind alle sehr gespannt, wie das laufen wird. Die Stimmung ist daher gut, aber auch sehr konzentriert.

 

 

The-Pit.de: Ich denke, ich lehne mich nicht allzu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass euch mit eurem kommenden Album „Galeere“ ein kleines Meisterwerk gelungen ist. Wie zufrieden seid ihr selbst mit dem Ergebnis?

Alboin: Vielen Dank für das Lob. Wir sind überaus zufrieden mit dem Album – immerhin haben wir alles, zu dem wir fähig waren, in die Produktion gesteckt und gehofft, dass das Ergebnis auch anderen so viel gibt, wie es uns gibt. Das Album ist mindestens so gut geworden, wie ich es mir erhofft hatte, und das ist ein mehr als schönes Gefühl. Ich freue mich schon sehr darauf, es mir in seiner wunderschönen Verpackung ins Regal stellen zu können.

 

 

The-Pit.de: Wie seht ihr „Galeere“ im Vergleich zu euren bisherigen Alben? Was hat sich verändert, was ist geblieben, womit werdet ihr überraschen?

Alboin: Vermutlich wird das Album für einige Hörer eine ziemliche Überraschung sein – gerade für die, die uns nach „Kainsmal“ als Pagan-Metal-Band abstempeln wollten und damit leider ziemlich daneben gelegen haben. Im Vergleich zu den beiden Vorgängern sind wir in allen Belangen gewachsen – beim Songwriting, bei der Stimmigkeit des Konzeptes, ich hoffe, auch bei den Texten. Wir sind bessere Musiker geworden, wissen, wie wir klingen wollen und haben endlich die Möglichkeit, in einem professionellen Studio aufzunehmen. Das alles hebt „Galeere“ auf ein ganz anderes Level als die beiden anderen Alben – wobei alle drei Zeugen ihrer Entstehungszeit sind und damit ihre Berechtigung haben.

 

 

The-Pit.de: Neu ist die düstere Ausrichtung, die nicht nur mir richtig gut gefällt. Wollt ihr dabei bleiben?

Alboin: Das kann ich noch nicht genau sagen. Wir haben uns noch nicht darüber ausgetauscht, wie es nach dem Album weitergehen wird. Ich denke auch nicht, dass ich das bewusst beeinflussen kann. Meine Musik ist immer Ausdruck meiner Stimmung zu einem bestimmten Zeitpunkt gewesen, und das wird sie auch beim nächsten Album sein – und da ist, wie immer, alles möglich.

 

 

The-Pit.de: Eure Musik ist sehr emotional, sehr bewegend. Was wollt ihr damit erreichen? Welche Ziele habt ihr euch damit gesetzt?

Alboin: Stimmung, Atmosphäre und Gefühl sind alles und für mich der einzige Zweck, warum ich Musik höre und mache. Technik ist mir nicht so wichtig – die besten Alben sind technisch nicht perfekt, aber sie transportieren etwas. Das haben wir auch versucht, auf allen unseren Alben. Wenn unsere Hörer nach dem Genuss eines unserer Alben kein darüber hinaus anhaltendes Gefühl mitnehmen, haben wir etwas verkehrt gemacht. Ich denke, wer „Galeere“ intensiv und bewusst hört, den kann das Album kaum kalt lassen. Was der oder die Einzelne dann dabei empfindet, kann ich allerdings nicht beeinflussen, und das möchte ich auch nicht.

 

 

The-Pit.de: Ihr habt euch für die Veröffentlichung des Albums recht viel Zeit gelassen. Zwar hat sich das Warten definitiv gelohnt, aber trotzdem würde mich interessieren, ob es dafür bestimmte Gründe gab.

Alboin: Das Material ist eigentlich schon länger fertig. Durch die Trennung von unserem vorigen Label und von zwei Mitgliedern hat sich die Arbeit daran allerdings in die Länge gezogen. Ich war eine Weile lang sehr eingespannt und hatte keine Inspiration, mich mit Musik zu beschäftigen. Das Einarbeiten der neuen Mitglieder, das Proben der Stücke, das Bewerben für einen neuen Plattenvertrag und so weiter haben einfach ihre Zeit gebraucht, und die wollten wir uns auch nehmen. Nicht zuletzt musste ich „nebenbei“ mein Studium abschließen.

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna