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Firewind im Interview (Mai 2020)

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The-Pit.de: Gibt es ein bestimmtes Imperium, das im Opener „Welcome To The Empire“ gemeint ist oder worum geht es in dem Stück?

Gus: Grundsätzlich geht es in dem Song um künstliche Intelligenz; Menschen bauen all diese Dinge, diese Maschinen und wir sind so abhängig davon geworden. Jahrelang wurde davon geredet und nun erleben wir es selbst. Alles Schlechte haben wir Menschen über uns selbst gebracht.

The-Pit.de: Wohl wahr. Was mir auch sehr gefällt, ist „Break Away“, das für mich einen Judas Priest-Vibe sowie grandioses Gitarrenspiel zu bieten hat, oder „Perfect Stranger“, das ein sehr cooles Riff besitzt und bei dem ich trotz des fehlenden s im Titel an Deep Purple denken musste.

Gus: (lacht) Ja, da denkt man natürlich sofort dran, auch wenn es ein komplett anderer Song ist.

The-Pit.de: Was sind deine eigenen Favoriten?

Gus: Ich mag eigentlich alle, das einzige Problem, das wir mit dem Album hatten, war ein Luxusproblem; dass wir uns nicht entscheiden konnten, was wir als Single auskoppeln (lacht). Wir haben dann „Rising Fire“ genommen, aber es hätte auch „Break Away“ oder „Devour“ sein können – wir hatten fünf oder sechs Kandidaten für Singles. Ich weiß nicht, es ist schwer zu sagen, ich mag „Welcome To The Empire“ sehr, ich mag auch „Break Away“ sehr, das du ja selbst erwähnt hast, „Overdrive“ ist cool – es gibt meiner Meinung nach viele Highlights auf der Platte. Aus verschiedenen Gründen, denn sie sind alle sehr unterschiedlich.

The-Pit.de: Ist es deswegen dann auch aus deiner Sicht euer bestes Album bisher? Ich weiß natürlich, dass viele Musiker ihr zuletzt aufgenommenes Album als das beste empfinden…

Gus: Nun, ich würde nicht unbedingt sagen, dass es mein All-time-Favorite ist, aber ich denke, ich kann auch in Zukunft sagen, dass es zumindest einer meiner Favoriten sein wird. Es gibt andere Alben, die mir aus verschiedenen Gründen viel bedeuten; wie aus unserer Frühphase „Burning Earth“ oder auch „Allegiance“, aber ich denke, das neue kommt direkt danach. Momentan ist es aber vielleicht wirklich mein Favorit, weil es eben gerade frisch ist und ich auch gutes Feedback bekomme und ich habe das Gefühl, dass es zumindest von den Leuten, die uns eng zugetan sind, auch in Zukunft als Highlight angesehen wird.

The-Pit.de: Was ja außerdem ein großer Schritt war, ist, dass ihr das Label gewechselt habt. Ihr wart lange bei Century Media unter Vertrag, nun seid ihr bei AFM. Wie kam es dazu?

Gus: Wir haben bei AFM 2017 angefangen, als sie „Immortals“ für Nordamerika lizensierten, denn in unserem vorigen Deal mit Century Media war Amerika ausgenommen; ich hatte selbst mal ein kleines Label, dort hatte ich einige der vorigen Alben veröffentlicht. Ich entschied mich, es mit AFM zu versuchen, die Alben dort zu lizensieren, um eine Beziehung aufzubauen und zu sehen, wie es läuft. Und es fühlte sich gut an mit den Leuten dort, sie hatten Lust auf eine Zusammenarbeit und daher unterschrieben wir vor zwei Jahren einen Multideal sowohl für Firewind- als auch meine Solo-Geschichten. Insgesamt für drei Firewind- und drei Soloalben. Eines der Soloalben wurde dort bereits veröffentlicht und dies ist nun das erste Firewind-Album.

The-Pit.de: Wie kam es überhaupt dazu, dass du Soloalben gemacht hast? Man könnte ja denken, dass Firewind ohnehin deine Band ist und du dort sowieso die ganze Musik schreibst.

Gus: Da hast du Recht, aber die Sache ist, dass Firewind 2013 eine Pause einlegten und ich war von einigen Dingen angepisst. Unser Sänger hatte uns verlassen und all so was und ich hatte Lust, mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten, mal was anderes zu machen, und so hab ich 2014 das Album „I Am The Fire“ gemacht und da dies sehr gut ankam, ging ich auf Tour, auch dies lief gut und dadurch entwickelte sich das irgendwie von selbst. Ich machte ein zweites Soloalbum und tourte mit anderen Gitarristen, die Helden von mir sind. Wieder so eine Art Luxusproblem: Ich habe nun sozusagen zwei Hauptbands und auch wenn ich in beiden der Boss bin, wird Firewind immer mein Baby sein, das ich habe seit ich ein Teenager war.

The-Pit.de: Wo du von deinen Gitarrenhelden sprichst und du ja selbst als herausragender Gitarrist angesehen wirst: Hast du einen, den du als den besten ansiehst?

Gus: Ich glaube, so etwas gibt es nicht. Es gibt so viele verschiedene Stile und so viele verschiedene Gitarristen. Ich meine, Jimi Hendrix war der Innovator des modernen Hard-Rock-Sounds, der so viele neue Sounds, Techniken und Stilistiken eingeführt hat, aber danach gab es so viele, die dies weiterentwickelt haben – also wie sollte man sagen, wer der Beste ist… da gibt es Eddie van Halen, Yngwie Malmsteen… welchen Maßstab sollte man ansetzen, um das festzulegen? Ich denke, jeder hat seinen eigenen Platz in der Rockgeschichte. Wenn ich mich für einen entscheiden würde, würde ich viel zu viele meiner anderen Helden vernachlässigen (lacht).

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