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Final Depravity im Interview (Mai 2014)

"Viele Labels haben uns über Monate hingehalten"

The-Pit.de: Damals meintest du noch immer: Schneller, härter. Jetzt setzt ihr aber auch auf jede Menge Groove. Woher kommt die veränderte Einstellung?

Dennis: Das war damals ein bisschen junge Naivität, würde ich sagen. Wir waren jung, haben uns das ein bisschen anders vorgestellt. Die erste Platte ist nicht schlecht, die zweite Scheibe finde ich persönlich musikalisch um Welten besser. Wir sind einfach mehr im Leben, die Musik ist deutlich anspruchsvoller. Es war halt schwierig, mit Schumi und Luc andere Elemente mit einzubringen, die waren halt immer sehr versteift. Als wir angefangen haben, waren wir fünfzehn oder sechzehn Jahre jung, die waren so stur. Wir waren einfach zu naiv. Bei der zweiten Platte ist das natürlich ganz anders. Ich bin froh, dass ich den Oliver gekriegt habe, mit ihm hatte ich schon früher musiziert. Ich könnte mir keinen anderen an der zweiten Gitarre wünschen. Generell vom Drummingstyle kam auch der Groove. Jerome spielt extrem präzise und hart und er bringt einfach mal so auch bei der Probe seine geilen groovigen Ecken. Dann kommen natürlich die coolen Riffs von Oliver und mir, das harmoniert einfach super. Wir haben dann viele Sachen eingebaut, die cooler ankommen.

The-Pit.de: Da schließt sich dann ja der Kreis. Ihr habt ein akustisches Zwischenspiel auf der CD, live sogar mit Drumsolo eingebaut, da merkt man ja schon, dass sich was geändert hat…

Dennis: …ja, auf jeden Fall, das ist schon ganz anderer Sport als früher. Da sind wir natürlich auch alle sehr froh.

The-Pit.de: Tom Angelripper half ja damals sozusagen als Protegé früher aus. Bindet er sich noch immer ein oder ist er aus dem Rennen?

Dennis: Er ist ganz aus dem Rennen. Wir sind super Freunde und wenn eine CD herauskommt, dann bekommt er sie auch, und wenn wir privat in eine Bar gehen oder so, dann treffen wir uns auch. Das gehörte alles zur ersten Platte, die Zukunft mit der neuen Platte hat nichts mit Tom zu tun. Das waren die Anfänge bis zur „Nightmare 13“, dann aber nicht mehr.

The-Pit.de: Meiner bescheidenen Meinung nach hätte die Snare ein wenig mehr knallen können, darüber hatten wir uns ja schon in der Zeche Carl unterhalten. Was entgegnest du mir da?

Dennis: Klar, jeder hat einen anderen Geschmack. Das ist halt genau die Snare, die wir aufgenommen haben. Bei der ersten Platte hatten wir das noch getriggert, das ganze Schlagzeug komplett getriggert. Wir haben auf dem Schlagzeug vom Ventor aufgenommen und wir haben nichts dran gemacht. Jeder Schlag ist genau so, wie Jerome ihn gespielt hat. Wir finden den Schlagzeugsound einfach nur echt und nicht wie bei den ganzen Deathcore-Sachen voll getriggert bis zum Geht-nicht-mehr. Wir als Thrash-Metal-Band wollten halt so ein Album herausbringen, welches eher wie live klingt, schon auch modern, aber nicht wie Deathcoregekotze halt. Wir wollten halt nichts dran machen und es so lassen, wie es nun ist. Wir sind super zufrieden mit dem Sound.

The-Pit.de: Du hast jetzt Ventor ins Spiel gebracht. Auf Facebook hattet ihr erwähnt, dass er euch ein bisschen unter die Arme gegriffen hätte. Wie weit ging das?

Dennis: Im Studio hat er ein bisschen geholfen, bei den Aufnahmen war er dabei. Er hat Jerome auch ein paar Tipps gegeben, was er mal ausprobieren soll. Warum auch nicht, kann uns ja nicht schaden. Er hat auch probiert, labeltechnisch etwas zu organisieren, weil er auch einfach die Connections dazu hat. Da hatten wir dann die Rückmeldungen der Labels, dass sie das momentan nicht bräuchten. Ein Label hatte auch zurückgemeldet, dass sie momentan zu viele Thrash-Metal-Bands hätten und keine kleine Band mehr aufnehmen könnten. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

The-Pit.de: Kreator zu covern lag ja irgendwie nahe. Habt ihr es euch damit nicht ein bisschen zu einfach gemacht oder ist das eher ein Dankeschön?

Dennis: Natürlich auch als Dankeschön, das findet der Ventor natürlich richtig cool und das feiern auch die Jungs von Kreator ab. Wir wollten halt irgendwie einen Coversong machen. Wir waren im Proberaum und haben gesagt: „Komm, wäre das nicht geil, du bist doch der Sohn vom Ventor, wenn wir einfach nen Scheiß-Kreator-Song covern?“ Wir haben uns auf „Pleasure To Kill“ geeinigt und das einfach gemacht.

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