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Final Depravity im Interview (Mai 2014)

"Viele Labels haben uns über Monate hingehalten"

Lange haben sich die Gelsenkirchener Thrasher Final Depravity Zeit gelassen, um mit dem Release ihres zweiten Albums „Thrash Is Just The Beginning“ um die Ecke zu kommen. Da auch das letzte Interview gute drei Jahre alt ist, nutzen wir einmal mehr die Gelegenheit, Frontmann Dennis ‚Blaze’ Baron vor das Mikro zu zerren und den aktuellen Stand abzufragen.

The-Pit.de: Personaltechnisch hat sich in den letzten drei Jahren seit dem Debüt einiges getan. Drösel das Ganze doch bitte einmal auf und hoffst du, jetzt endlich eine stabile Mannschaft gefunden zu haben?

Dennis: Defintiv, würde ich mal sagen. Klar, in den drei Jahren ist soviel passiert, das war ja unglaublich. Man dachte ja schon, dass es den Bach runtergehen wird, als es mit Schumi und Luc nicht mehr geklappt hat. Zwischendurch ging es wieder bergauf, dann kam ja auch die Tour mit Onslaught, wo es dann richtig gut aufwärts ging. Dann kam aber wieder der Rückschlag, als Tristan (Drummer) abgehauen ist. Die Tour war für die Band doch das Positivste, was wir überhaupt gemacht haben. Wenn wir da nur schnell an einer neuen Platte gearbeitet hätten. Das Problem war, dass Tristan damals schon gesagt hatte, dass er gerne studieren möchte. Als er dann Anfang 2012 ausgestiegen ist, waren wir halt schockiert und wussten nicht, was wir machen sollen. Wir hatten eigentlich nur den Kandidaten Jerome, und den wollten wir dann auch haben, weil es hier in der Szene keinen gibt, der besser spielt. Wir haben ihn dann gefragt, gut, dass er ja gesagt hat. Alle zusammen haben wir die neuen Songs einstudiert, dazu musste er ja auch noch ein paar alte Songs lernen, was dann auch ein bisschen gedauert hat. Das war das beste, was wir machen konnten, den Jerome zu uns zu holen.

The-Pit.de: Das zweite Studioalbum ist jetzt endlich raus. Warum hat das so lange gedauert?

Dennis: Die Platte war ja quasi schon im Februar/ März 2013 fertig aufgenommen. Danach ging es dann zum Mixen und Mastern, Ende April hatten wir das komplette Endprodukt inklusive Artwork perfekt. Dann haben wir darauf hingearbeitet, einen großen Deal zu bekommen, was wir auch bekommen hätten, aber viele Labels haben uns über Monate hingehalten. Das war dann eher nur Smalltalk nach dem Motto „geil, aber…“. Irgendwann im Frühjahr hatten wir zwei Optionen mit einem durchaus großen Label, die wollten aber die Platte erst im Frühjahr 2014 herausbringen. Ein anderes größeres Label wollte uns auch sehr gerne nehmen, das Release wollten sie aber erst im Sommer 2014 vornehmen. Da haben wir uns gefragt: Haben wir das nötig? Wozu noch ein halbes Jahr und mehr warten, bis die Platte auf einem größeren Label herauskommt? Scheiß drauf! Unseren Fans ist es völlig egal, auf welchem Label unsere Platte herauskommt, denen ist es egal, wo wir unter Vertrag stehen, die wollen unsere Musik hören. Wir sind dann einen neuen Vertrag mit Nihilistic Empire eingegangen und haben einen neuen, besser laufenden Vertrieb gekriegt. Ich denke, damit haben wir erst einmal das Beste gemacht, damit das zweite Album endlich auf den Markt zu bringen.

The-Pit.de: Der Titel geistert ja schon lange bei euch rum, schließlich habt ihr vor drei Jahren bereits passende Shirts dazu getragen. Wie alt ist er wirklich?

Dennis: Den Titel gibt es schon seit 2008. Er ist damals bei unseren ersten Shirtmotiven durch unseren alten Manager Martin Sosna entstanden. Das kam irgendwie cool an. Wir wollten ursprünglich für die zweite Platte einen anderen Namen, doch wir hatten uns überlegt, ob es nicht wie ein kleines Trademark wäre, wenn wir diesen Spruch verwenden würden. So haben wir auch ein größeres Spektrum, um auch andere Texte zu schreiben und uns nicht nur auf eine Sache zu versteifen. Eher ein großes Umfeld, wo wir viele Elemente einbringen können. Wir dachten, dass der Name auf jeden Fall cool ist und super zu der Platte passen würde. Deswegen haben wir das gemacht, und das kommt auf jeden Fall bisher gut an.

The-Pit.de: Die Releaseshow hattet ihr dann auf einem Freitag, den 13. Habt ihr keine Angst vor den bösen Omen?

Dennis: Wir haben das eher als positives Omen angenommen. Bei der ersten Platte haben wir ja auch eine 13 eingebaut. Das nehmen wir eher positiv auf. Das Dingen war, dass wir auf dem Endzeit Festival auch gut angenommen wurden. Es war cool, dass gerade bei uns auch viel los war, was bei den anderen Bands ja nicht so aussah. Wir haben auch einen coolen Slot erwischt und sind auch bei den anderen Bands gut angekommen. Der Endstille-Sänger sagte, dass es eine grandiose Show gewesen wäre, und auch der Drummer von Endstille sagte zum Jerome: „Du spielst so gut, so gut werde ich niemals im Leben spielen“. Die haben uns auf jeden Fall alle sehr herzlich aufgenommen.

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