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Final Depravity im Interview (Januar 2020)

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen

Final Depravity melden sich zurück ins Leben, irgendwie aus dem Nichts... Da kommen doch zwangsläufig ein paar Fragen auf. Sehr schön, dass spontan Dennis und Oliver sich Zeit genommen habe, um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

The-Pit.de: Dennis und Oliver, wie kam es zur plötzlichen „Rückbesinnung“, Final Depravity doch wieder zu „aktivieren“?

Dennis: Ahoi. Genau genommen waren Final Depravity niemals deaktiviert. Jeder hat so mit seinem privaten Kram zu tun gehabt und so fehlte einfach Zeit und die nötige Motivation für die Kapelle. Zwischendurch gab es immer wieder Zeiten, in denen wir Songs geschrieben haben, allerdings kam dann wieder die Zeit, in der sich jeder auf sein Privates konzentrieren musste. Klar zu benennen ist auch einfach, dass das Songwriting zu hundert Prozent von Oliver und mir in den letzten zwei Jahren übernommen wurde, gerade wir beide aber auch die mit dem ganzen privaten Stress waren. Doof gelaufen eben.

Dennis: Zusätzlich kristallisierte sich auch heraus, dass es keine weitere Zusammenarbeit mehr mit Jerome geben kann. Es war eine geile Zeit und wir haben einen Freund in Jerome gefunden, allerdings gab es musikalisch einfach zu viele Diskrepanzen. Gegen Sommer 2019 gab es dann wieder mehr Luft für uns und so fingen wir wieder an, Struktur und Planung in die Sache rein zu bekommen.

The-Pit.de: Wie viel ist eigentlich noch von dem jugendlichen Übermut geblieben, als vor zehn Jahren das Debüt „Nightmare 13“ erschien?

Dennis: Gar nichts mehr. Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen. Irgendwann muss man auch mal aus dem Proberaum raus, von Bier auf Wasser umsteigen, eine Ausbildung machen, Arbeiten gehen. Wer denn dann möchte: Haus, Frau, Kind, Boot etc. ... also Erwachsen werden. Es sei denn, man landet ein Nr. 1 Album, Dieter Bohlen entdeckt dich etc. Aber bekanntlich ist das Glück eben eine Hure. Ja gut, jeden Riff und jede Melodie gab es auch schon mal irgendwie, eine Gitarre hat eben "nur" 24 Bünde. Nein, wir sind keine Pessimisten, da ist auch viel Humor drin.

The-Pit.de: Mit „Call To The Grave“, „Waves Of Desperation“ und „Crystal Death“ hattet ihr 2016 schon neue Tracks live vorgestellt. Werden diese berücksichtigt?

Oliver: Die Songs waren erst der Anfang von Album Nummer drei, wurden dann zu einer eigentlich geplanten EP. Daraus wurde dann nichts und so soll es auch bleiben. Es sind für sich alles eigenständige Songs und werden nicht auf dem dritten Album erscheinen.

The-Pit.de: Was kannst du uns sonst noch schon jetzt zum neuen Album verraten, zumal ihr ja für Februar ein Studio gebucht habt?

Oliver: Hier ein paar Fakten zum Album: Produzent wird Tobias Barthel von Roadkill Music Production sein, bzw. manche kennen ihn auch als Livemischer vom Turock in Essen, Helvete in Oberhausen und der Zeche Carl in Essen. Ende Februar werden die Drums aufgenommen, für die Gitarren, Bass und Gesang nehmen wir uns im März und April Zeit. Mittlerweile sind acht bzw. neun Songs geschrieben, zehn bis dreizehn Songs haben wir uns für das Album vorgestellt. Mal sehen, was der Kopf so raus haut, zumal wir uns auch auf ein neues Gitarrentuning eingeschossen haben. Albumtitel als auch Artwork stehen ebenfalls schon fest.

Dennis: "Thrash Is Just The Beginning" war und ist für uns immer das Motto. Beim Thrash setzen wir vielleicht irgendwie an und schauen, wo es hingeht im Song. So viel können wir sagen: "Old School" wird es nicht werden und auf jeden Fall moderner. Die Musikrichtung ist Metal. Hierzu eine kleine Story: Oliver erzählte letztens, dass er einen geilen Part hat, der ihn irgendwie auch an die ganz alten Dimmu Borgir-Klamotten erinnert, also wirklich die alten von 1993. Aber wer jetzt was wie hört und woran es ihn erinnert, ist ja immer total unterschiedlich von Ohr zu Ohr. Nur das dazu, um zu untermalen, dass wir uns null auf Thrash Metal oder so einschießen.

The-Pit.de: Und wie sieht es dann auch wieder mit Liveauftritten auf?

Dennis: Erst einmal sind wir voll im Songwritingmodus. Bis jetzt haben wir nicht eine Note zusammen mit dem neuen Drummer gespielt, also mal schauen. Ein paar Live-Gigs werden aber auch dieses Jahr noch kommen, die Termine folgen.

The-Pit.de: Ist der Drummerposten noch vakant oder muss noch „eingespielt“ werden?

Oliver: Der neue Drummer steht fest und steckt tief in den Vorbereitungen für die kommenden Aufnahmen und Proben. Schließlich hat er einiges zu proben, da wir auch geplant haben, bei kommenden Shows Songs der ersten Platte "Nightmare 13" zu spielen, die wir so noch nie live gespielt haben.

So also der aktuelle Stand... Wie sich die „neue“ musikalische Ausrichtung dann wirklich anhören wird, das wird sich ja 2020 herauskristallisieren. Frühe Flausen hin, Erwachsensein her, wir wünschen der Truppe aus dem Ruhrpott viel Glück für den nicht so ganz neuen Neustart.

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