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Fairytale im Interview (Februar 2012)

„Ich höre mir auch lieber Musik an, wo ich mir lieber ein Bier trinken kann“

 

The-Pit.de: Ihr habt vorhin schon die Shows mit anderen Bands ins Spiel gebracht. Funktioniert das mit dem Gig-Austausch bei dem hohen Konkurrenzdruck hier im Pott oder kommt da eher mehr Neid auf, denn live könnte generell mehr passieren, oder?

Sascha: Bisher hat das immer ganz gut funktioniert, da haben wir uns schon öfter mit den Bands ausgetauscht. Ich habe jetzt auch nicht großartig Neid oder so einen Scheiß mitbekommen, aber es liegt vielleicht auch an der Musik, das kommt mir jedenfalls so vor, dass die Leute einfach mehr zusammenhalten und auch bei der Vorband vor der Bühne stehen.

Colin: Wenn es in irgendeiner Form Stress gab, dann waren das eher Bands, die irgendwo anders schon mit einer Band gespielt haben, die vermeindlich größer war, die dann irgendwelche Pseudoansprüche anmelden. Wir spielen ja relativ häufig im Ruhrgebiet, da gibt es tatsächlich ein paar Bands, mit denen wir häufiger spielen als mit anderen, weil wir sie auch mögen. Wir haben früher viel mit Stormrider gespielt, ich hoffe, dass es bei den Jungs auch wieder klappt, wenn sie auch wieder einen festen Drummer haben und die neue Platte raus ist, mit Custard spielen wir halt gerne, weil es auch Kumpels von uns sind. Neid gibt es da gar nicht. Ich freue mich, wenn Custard in Wacken um 20:15 spielen, dann finde ich das total geil, aber neidisch bin ich darauf nicht. Generell gibt es einfach zu viele Veranstaltungen im Ruhrpott. Im Prinzip musst du dir schon eineinhalb Jahre vorher einen Termin überlegen und mit allen anderen Veranstaltern absprechen, ob du an dem Wochenende etwas machen kannst. Da sind die Bands dann manchmal die Leidtragenden. Wir machen dann immer das Beste daraus, und wenn wir Spaß haben und die Leute dann auch, umso besser. Wenn ich die Zeit habe, dann gehe ich auch auf andere Konzerte. Aber das ist wohl nicht mehr ganz so häufig, sich andere Bands mal anschauen, die auch im Underground sind. Wenn die Zeit es erlaubt, dann fahre ich gerne auf Konzerte, ich treffe da auch gerne Leute, aber terminlich ist halt alles immer voll.

The-Pit.de: Auf Facebook habe ich gelesen, dass ihr an einem Konzert „Rock gegen Rechts“ teilgenommen habt. Inwieweit ist es euch wichtig, da Stellung zu beziehen?

Sascha: Ich find das schon wichtig. Es sagen ja viele, dass es schon lange her ist und man mit dem Scheiß aufhören solle. Als ich 2002 das erste Mal in Wacken war, da hat es mich total umgehauen, dass Leute aus aller Welt da waren. Da triffst du Leute aus der Ukraine oder welche aus Australien, aus Südamerika oder sonst wo und da denke ich mir, wie man heute noch so engstirnig sein kann und faschistoiden Ideen hinterherhecheln. Im Metal fand ich das eh schon immer fehl am Platz. Ich muss das jetzt nicht unbedingt in den Texten herüberbringen, das passt auch meiner Meinung nach nicht zu der Musik, aber ich finde schon, dass man schon Stellung beziehen muss. Die ganze Scheiße kann schnell wieder kommen, wenn man nicht aufpasst.

Colin: Als Teenies waren wir früher auch öfter mal auf Punk-Konzerten, aus der Ecke kommt es ja, die ganze antifaschistische Haltung, und ich kann das auch nur in der Hinsicht unterstützen. Klar sind die Mensche anders, aber irgendwo auch wieder gleich. Eine andere Kultur macht sie nicht schlechter oder besser als andere. Wenn mir Samstagabend einer auf die Mappe hauen will, dann ist mir die Nationalität egal. Beruflich habe ich ja auch mit Menschen mit Migrationshintergrund zu tun. Wenn also eine Veranstaltung mit unseren Einstellung konform geht, dann würden wir das auch wieder machen.

The-Pit.de: So, dann sind wir auch schon durch. Meine letzte Frage ist immer die selbe: Wie sehen bei euch musikalisch gesehen die Top Five aus?

Sascha: Der ultimative beste Metal-Song aller Zeiten ist für mich „Tornado Of Souls“ von Megadeth, ich kann es auch nicht erklären warum, wegen dem Text, wegen Dave Mustaines Gesang, obwohl er oft düpiert wird, singen kann er nicht, das aber gut. Dann bin ich auch riesiger Maiden-Fan, da kann ich gar keine Top fünf nennen, bis auf die Bayley-Alben mag ich eigentlich jedes Album, das wechselt bei mir auch immer durch. Top fünf ist auch immer schwer.

Colin: Bei mir ist das relativ einfach so. Manilla Road, King Diamond, Heathen, Maiden, Jag Panzer sind auch geil. Es gibt so viele Sachen. Wenn ich fünf Platten mit auf eine einsame Insel nehmen müsste, dann wird mit Sicherheit auch eine Mike-Oldfield-Scheibe dabei sein, weil ich die alten Sachen auch total super finde. Beim King hast du zum Beispiel, dass er seine Musik zur Horrorstory hat, und die passt wie Arsch auf Eimer.

Sascha: Maiden sind für mich einfach die Metalband, ich versuche auch auf jeder Tour wenigstens ein Konzert mitzunehmen, weil die auch alles machen. Die stehen halt nicht nur doof auf der Bühne herum, die rennen sich immer den Arsch ab, eine geile Show, geile Songs, da bekommst du auch immer noch value for money, ich bin da noch nie enttäuscht weggegangen.

Und natürlich lässt es sich prima weiterhin über die alten Helden quatschen, Platten werden näher beleuchtet, Metal und rechts wurden nochmals ausgeleuchtet – alles in allem ein sehr kurzweiliger Abend mit den beiden Jungs von Fairytale.

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