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Fairytale im Interview (Februar 2012)

„Ich höre mir auch lieber Musik an, wo ich mir lieber ein Bier trinken kann“

 

The-Pit.de: Ich habe euch 8,5 von zehn Punkten für die Scheibe gegeben. Hat ihr jetzt eine ganze Latte an Argumenten parat, um noch etwas drauf zu packen?

Sascha: Aus dem privaten Umfeld habe ich schon den Kritikpunkt gehört, dass z.B. bei „Legend“… na ja… ich wollte jetzt nicht um Punkte feilschen.

Colin: Wichtig ist halt, und das haben wir uns auch schon selber gesagt, als wir das Master in der Hand hatten, dass wir das auch besser können. Es war halt ein bisschen stressig vorher, wir können es noch besser und das werden wir auch mit den nächsten Aufnahmen machen. Wichtig war uns aber auch, dass wir wieder eine neue Platte haben, dass den Leuten das gefällt und dass die Platte in sich stimmig ist und die Leute dazu animiert, die CD öfter als dreimal anzuhören. Ich habe auch schon total oft von Leuten gehört, die die Platte häufiger hören, dass sie ihnen gefällt, ob da jetzt spieltechnische Fehler drauf sind oder nicht. Hör die mal die erste Sodom-EP an. Wenn du da ein Click drauf legst, dann rennt er weg.

The-Pit.de: Hardy hat ja einen super Sound für euch hingelegt, erdig würde ich ihn nennen…

Sascha: Aber trotzdem nicht zu rumpelig, ich finde, er ist genau richtig.

The-Pit.de: Wie harmonisch war die Zusammenarbeit?

Colin: Es war relativ stressfrei. Wir haben so lange gebraucht, fast ein Jahr zum Produzieren, weil wir nur am Wochenende aufnehmen konnten. Hardy ist ja selber auch in Vollzeit beschäftigt wie wir alle auch, da kannst du dich nur am Wochenende treffen, und das war trotzdem total spannend. Es gab keinen einzigen Punkt, wo man gesagt hat: Wir machen das aber so, die Idee ist zwar cool, aber wir wollen das jetzt so. Keiner hat auf seinen Standpunkt beharrt. Mit ist es persönlich sehr wichtig, dass ich mich da sehr wohl fühle, wo ich etwas aufnehme oder auch spiele. Und das war bei Hardy im Studio total gegeben, weil die Jungs selber auch total cool drauf sind. Es war auch immer spaßig und lustig. Klar, du machst auch mal eine Viertelstunde lang Mist, aber dann fängst du auch wieder an zu arbeiten. Wir gehen da definitiv wieder hin.

Sascha: Das habe ich ihm auch schon gesagt.

Colin: Im Sommer nächsten Jahres dann.

The-Pit.de: Positiv wurde ja erwähnt, dass ihr ein gutes Gespür für einprägsame Refrains habt. Setzt euch das beim Songwriting für die Zukunft etwas unter Druck?

Colin: Ich glaube doch, dass wir den Druck ganz gut ausblenden können, aber ich schreibe ja die Songs in erster Linie für uns und nicht für die Leute, die vor der Bühne stehen. Ob da jetzt einer sagt, dass wir in einem Song aber mehr Melodien hatten oder nicht, ist eher gleich. Wenn die Melodie nicht ganz so passt, das Riff aber geil ist, dann egalisiert sich das meiner Meinung nach. Mich setzt das kein Stück unter Druck. Mit geht das eher auf den Sack, dass ich eine Idee vielleicht nicht fortführen kann, weil mir danach über ein halbes Jahr nichts mehr einfällt.

Sascha: Ich bin ja ein Fan von solchen Refrains. Das war auch damals so, als ich bei den Jungs eingestiegen bin, da fand ich einfach cool, dass der Refrain einfach zündet. Ich wollte das einfach versuchen, dass wir das hinbekommen, dass ein Song einen schmissigen Refrain hat. Das war auch unser ewiges Diskussionsthema bei „Private Purgatory“. Da war ich ja ganz dagegen, dass er so gelaufen ist wie er gelaufen ist. Wir hatten früher einen hammergeilen Refrain für das Lied, aber gut, ich war auch stimmlich zu limitiert, das so hinzubekommen, aber ich fand den alten Refrain einfach besser. Und so, wie der Song jetzt ist, gefällt mir persönlich der Refrain halt nicht, die Strophe dagegen find ich total geil. Generell finde ich einen Refrain schon sehr wichtig.

Colin: Find ich auch, denn es macht einfach mehr Spaß, wenn die Leute vor der Bühne mitsingen. Das steht doch völlig außer Frage. Ich höre mir auch lieber Musik an, wo ich mir lieber ein Bier trinken kann als kopflastige Sachen anzuhören. Progressive Metal find ich auch gut, aber wenn das zu anstrengend wird, dann ist das doch doof.

The-Pit.de: In euren Themen verwendet ihr häufig zahlreiche Fantasythemen. Fühlt ihr euch wohl in diesem Genre und ist es ein Weg für euch, der realen Welt ein wenig zu entfliehen?

Colin: Mir haben früher tausend Leute gesagt, dass "Fairytale" der voll klischeemäßige Name sei. Aber wieso? Der Name ist doch geil. Du kannst unter dem Namen "Märchen" alles machen, du kannst schreiben, wie scheiße die Politik in Deutschland momentan ist, du kannst aber auch einen Text der Gebrüder Grimm in den Song packen. Wir haben da mannigfaltige Möglichkeiten. Wir hatten früher auch schon politische Texte, auf dieser Platte dreht es sich halt mehr um Fantasy. Wir haben ja eine lose Storyline über Iceland mit Helden und Schurken, was natürlich totales Klischee ist, aber wenn das für den Song passt, dann kann man das durchaus auch einbauen.

Sascha: Wir sind ja jetzt nicht auf Gedeih und Verderb im Fantasy gefangen. Ein Text wie „Dreams“ ist ja jetzt auch nicht unbedingt Fantasy. Man bekommt ja immer viel Kritik zu hören nach dem Motto: Öh, immer die gleichen Klischeetexte. Wir sind aber alle auch Fantasyfans, spielen auch Fantasyrollenspiele am Rechner oder lesen Bücher und schauen Filme zu diesem Thema, und warum soll man das, was man auch so mag, nicht reflektieren?

Colin: Man muss ja auch sagen, dass es manchmal auch recht schwierig ist, ein passendes Thema in einen Power-Metal-Song zu packen. Ich kann keinen adäquat guten Text über Ted Bundy schreiben, wenn ich Tralala-Melodien dabei habe, das steht dann eher eine Death-Metal-Band.

Sascha: Es passt doch auch besser zu einem hymnischen Refrain, wenn du den richtigen Text dazu hast.

 

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