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Fairytale im Interview (Februar 2012)

„Ich höre mir auch lieber Musik an, wo ich mir lieber ein Bier trinken kann“

 

The-Pit.de: Für das Zweitwerk habt ihr jetzt fünf Jahre gebraucht, da ist man als Underground-Band schnell weg vom Fenster. Warum hat es so lange gedauert?

Sascha: Die Personalwechsel haben natürlich reingehauen.

Colin: Wir haben lange Jahre immer nur mit einer Gitarre gespielt, also immer nur meine. Bei den Gigs haben wir mit Sessiongitarristen gearbeitet, z.B. mit dem Ingo von Stormrider oder auch Christoph von Transnight, die uns öfters mal ausgeholfen haben. Das hat sich dann erst geändert, als die Besetzung konstant war, da haben wir dann auch wieder häufiger gespielt, Christopher und Mirko sind jetzt seit 2008 dabei. Seitdem sind wir eigentlich konstant. Was uns dann wieder zurück geworfen hat, war die Krankheit von unserem Schlagzeuger, was uns locker ein bis zwei Jahre gekostet hat. In der Zeit haben wir auch nur ein Konzert gespielt, und seitdem er wieder ganz fit ist, ging es auch mit der Platte recht schnell.

Sascha: Die Songs standen ja eigentlich so weit, zwei oder drei neue haben wir noch geschrieben.

The-Pit.de: Einen Großteil der Songs kannten die Fans ja schon von den Konzerten her. Inwieweit haben sich die Tracks dann noch verändert?

Sascha: “Witching Hour“ ist eigentlich so wie er schon immer war.

Colin: Bei „Witching Hour“ sind die Leute auf mich auch zugekommen und haben auch gefragt, ob wir den Song auch genau so auf die Platte packen. Wir wollten eigentlich noch mal drüber schauen, aber wenn die Leute das so hören wollen, da war das für uns dann ok.

Sascha: Was sich halt komplett geändert hat, ist der Song „The Dragon“. Den haben wir in der alten Version im Studio gespielt, da hat uns Produzent Hardy gesagt, dass er auch ein bisschen langweilig ist und wir uns noch etwas Neues ausdenken sollten. Da haben wir quasi auf dem letzten Drücker die Vocalline überarbeitet. Das war eigentlich auch interessant, denn du denkst: Geh dahin und sing wie immer: Und dann sagt dir einer, dass es voll langweilig sei und ich etwas ändern solle.

Colin: Ich glaube, dass es ein natürlicher Prozess ist, dass sich Songs im Studio verändern, weil gerade im Sounds Of Steel-Studio, welches von The Claymore betrieben wird, alles gute Musiker sind. Die haben natürlich auch eine gute Idee, wenn sie die Songs hören, das wertet im Prinzip einen Song natürlich auf. Aus „Dreams“ haben wir eineinhalb Minuten herausgeschnitten.

The-Pit.de: Bei der Presse seid ihr mit dem Album gut angekommen, da gibt es keinen wirklichen Ausreißer nach unten. Wie aber kommt die Scheibe bei den Fans an?

Colin: Die Leute, die uns schon jahrelang begleiten, die finden es geil, dass eine neue Platte da ist. Wir haben mit unserer Platte aber auch Leute überzeugt, die unsere Musik vorher nicht so mochten, das darf man ruhig mal so sagen.

Sascha: Das habe ich auch gehört. Leute, die eigentlich keinen Heavy Metal hören, die dann aber gesagt haben, dass sie die Scheibe ganz ok finden, obwohl sie nicht auf hohe Screams stehen. Das finde ich auch ganz bemerkenswert.

Colin: Der Tenor war eigentlich fast 100 Prozent positiv. Natürlich gibt es Kritikpunkte, keine Frage, aber man kann aus den Reviews auch herauslesen, dass es jemand wirklich am Herzen liegt, dass in einem Solo drei Töne falsch sind. Wenn man das herauslesen kann, dass es den Verfasser auch wirklich interessiert, dann nehmen wir uns die Kritik natürlich auch an.

The-Pit.de: Wenn Kritik kam, dann war deine Stimme, Sascha, häufig der Anlass – die Screams würden nicht immer druckvoll klingen usw. Wie gehst du damit um?

Sascha: Ich bin ja eigentlich mehr reingeflutscht. Ich habe vorher E-Gitarre gespielt, dann habe ich Colin und Frank auf einer Party getroffen und sie sagten mir, dass sie einen Sänger suchen. Ich hatte immer mal Bock, das auszuprobieren, und irgendwann 2006 meinten sie, dass ich mal vorbei kommen solle. Irgendwie hat das dann gepasst, mir haben auch die Songs sofort gefallen, da war ich dann auch richtig heiß drauf, das zu machen. Logisch war das natürlich nicht, von Hamm immer hierher zur Probe zu juckeln. Was den Gesang betrifft muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich reiner Amateur bin, ich habe jetzt auch nicht so die musikalische Vorbildung, mit der E-Gitarre habe ich nur simple Rhythmen gespielt. Ich kann die Kritik also schon verstehen, ich weiß ja auch selber, dass mir manchmal schnell auf der Bühne die Puste ausgeht. Vor unserer Releaseparty hatten wir ja das Frühlings Open Air in Beckum, da hatte ich so einen scheiß Tag, da hatte ich am nächsten Tag richtig Schiss, dass ich komplett abkacke.

Colin: Den Tag vorher haben wir alle komplett versaut. Da bin ich vom Wacken Open Air direkt eine Woche ins Ferienlager gefahren, keine Probe mit der Band und Freitag dann direkt um kurz nach zwölf ins Auto und zum Gig gefahren. Da war eine Glanzleistung wirklich nicht drin.

Sascha: Da kann man dann auch nicht immer wirklich etwas machen. Ich fühl mich dann immer kacke, hättest dich vor dem Gig doch noch mal auf's Ohr gehauen als direkt nach der Maloche zum Gig zu fahren, aber das geht halt nicht immer.

Colin: Das sind ja alles Kritikpunkte, die nehmen wir uns ja auch an. Der Gesang war zwar der größte Kritikpunkt und wir hören auch da hin, aber man darf auch nicht vergessen, dass der Sascha das rein als Hobby macht und auch relativ wenig Gesangsunterricht hatte. Die EP hatte er z.B. eingesungen, da war er erst zwei Wochen in der Band. Talent ist also da, und das werden wir jetzt ein bisschen fördern.

 

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