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Fairytale im Interview (Februar 2012)

„Ich höre mir auch lieber Musik an, wo ich mir lieber ein Bier trinken kann“

Support the Underground – häufig nur eine Floskel, doch wir von The-Pit.de nehmen das völlig ernst, weswegen immer wieder kleinere Bands genauso gut zu Wort kommen wie etablierte. Fairytale aus Recklinghausen gehören zu den Bands, die bisher im Power-Metal-Bereich noch viel zu unbekannt sind, was sich aber mit dem formidablen „Rise Of The Twilight Lord“ ändern sollte. Lest selbst.

The-Pit.de: Unser erster Kontakt war ja bei einer eurer Live-Shows, wo ihr mit großer Spielfreude und Energie überzeugt habt, so z.B. dein Tanz bei „Wichting Hour“, was du vermutlich immer so machen musst – fühlt ihr euch dann wie endlich wieder losgelassen, da ihr ja so viele Shows nun auch nicht spielt?

Sascha: In 2011 hatten wir ja schon mehr Shows als in den Jahren davor, was wir auch sehr sehr gerne machen. Im Vergleich zu den letzten Jahren war es sogar relativ viel.

Colin: Runtergerechnet haben wir einmal im Monat gespielt, und das wird hoffentlich im nächsten Jahr auch mehr werden.

The-Pit.de: Und wie bekommt ihr das dann mit den Jobs und den familiären Verpflichtungen gebacken?

Colin: Ich denke, dass bei der Konstellation, die wir aktuell haben, wir alle an einem Strang ziehen. Die Frauen wissen Bescheid: Wenn wir spielen, dann spielen wir halt, entweder kommen sie mit oder auch nicht.

Sascha: Ich habe damit jetzt noch nie Probleme gehabt. Mit der Arbeit ist es etwas anderes. Bei mir ist das schon so, dass ich lieber am Wochenende spiele, denn wochentags muss ich lange arbeiten, manchmal bis 19 oder 20 Uhr, und wenn ich dann von Hamm noch irgendwo hinfahren muss, dann ist das schwierig. Wenn wir etwas kriegen würden, was geil ist, dann klar, dann sieht das anders aus, dann muss man halt mal sehen, aber bisher hat es immer funktioniert. Abgesagt haben wir ein oder zwei Gigs. Einmal war ich halt krank, da ging gar nichts mehr, aber wegen Arbeit oder Freundinnen eher nicht.

Colin: Es ist natürlich schwierig, da wir nicht alle an einem Ort wohnen. Wenn z.B. ein spontaner Gig reinkommt, wenn ich z.B. Mittwoch die Ansage bekomme: Passt auf, ihr könnt am Samstag spielen, dann kann es sein, dass sich schon einer etwas vorgenommen hat, Kino oder so, worauf sich die Lebenspartnerin schon zwei Wochen drauf freut, dann kannst du schlecht absagen. Es läuft ja auch nicht immer reibungslos ab – man fährt hin, baut auf, spielt und geht wieder, es gibt ja auch mal Stress und im günstigsten Fall auch keine Gage, noch nicht einmal Spritgeld. Da habe ich jetzt letztens zwei Gigs gar nicht erst angenommen. Die eine Anfrage kam von Freitag auf Samstag, die andere von Donnerstag auf Samstag. Das heißt aber nicht, dass wir nicht spontan spielen können, wir haben auch ein relativ großes Repertoire, was wir an Material spielen könnten, aber alles organisatorisch unter einen Hut zu bekommen ist manchmal einfach schwierig.

The-Pit.de: Wenn ihr schon das Thema Gage oder Spritgeld andeutet – wie bewertet ihr da den Zusammenhalt der Szene bis hin zum Pay to Play?

Sascha: Tja, das ist manchmal schon nicht ohne. Da darfst du dir auch keine Gedanken drüber machen. Ich fahre ja schon immer zur Bandprobe relativ weit. Andere haben als Hobby vielleicht surfen und geben da relativ viel Geld aus, und unser Leben ist halt Metal, wir machen das auch gerne, und dann denke ich: Wir spielen den Gig und gut. Wenn wir da nicht spielen würden, wäre ich vielleicht auch so hingefahren. Aber bisher haben wir fast nur im Pott gespielt, einmal Paderborn, einmal Münster, sonst eigentlich nur im Ruhrpott.

Colin: Wir haben über Pay To Play im Proberaum diskutiert, das fällt völlig raus, das unterstützen wir auf keinen Fall. Ich spiele in der Band ja schon ein bisschen länger als die anderen, und wenn du alles mal aufrechnest, was ich da an Kohle schon reingesteckt habe, dann müsste ich sofort aufhören und mich erhängen. Was da an Kohle weg gegangen ist, da rede ich nicht von Gitarrensaiten kaufen. Viel Energie und Arbeit, eventuell musst du dir Urlaub nehmen, um eine Platte aufzunehmen, da darfst du das alles gar nicht aufrechnen, sonst kannst du den Laden echt dicht machen. Da darf man im Prinzip gar nicht drüber nachdenken, denn dann wäre der Underground tot. Aber Pay To Play unterstützen wir auf keinen Fall.

 

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