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Face Down Hero im Interview (November 2011)

„Die Thrash-Szene ist eigentlich eine sehr treue Szene“

Carsten von Face Down Hero steht Rede und Antwort

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Schon länger war das Interview mit Face Down Hero eingeplant, und dann ging es schneller als gedacht mit der Terminabsprache. Grund für dieses Gespräch ist natürlich die famose „Divisions And Hierarchives"-Scheibe, die unter dem Motto „Modern und eigentlich nur voll der Hammer“ so richtig fett ins Gemächt kickt. Am anderen Ende der Leitung nahm sich dann Schlagzeuger Carsten die Zeit.

The-Pit.de: Auf unserer Seite gibt es von Face Down Hero noch nicht sooo viel, da seid ihr noch kläglich unterrepräsentiert. Irgendwie war es aber auch die letzten beiden Jahre recht ruhig um euch, oder nicht?

Carsten: Mmmhh, die „Of Storytellers And Gunfellas“ kam 2009 heraus, danach sind wir dann mit Diablo auf Tour gegangen, da war jedenfalls auch eine von The-Pit.de in Bochum dabei, die neue Platte sollte ja schon 2010 herauskommen, das hatte sich dann aber ein bisschen verzögert, aufgenommen war sie ja schon, aber dann ist irgendwie der Vertrieb abgesprungen, den wir hatten, wir wussten dann auch nicht, ob wir die Platte bei Yonah Records herausbringen oder nicht, da war das alles zeitlich ein bisschen eng und wir sind dann doch bei Yonah Records mit neuem Vertrieb geblieben. Dadurch hat sich das alles ein bisschen hinausgezögert, sonst hätten wir da den Jahresrhythmus beibehalten, den wir bisher hatten.

The-Pit.de: Ihr habt euch 2004 gegründet, 2005 kam schon euer erstes Demo „Syndrome“ heraus und ab 2007 habt ihr dann im Jahresrhythmus eure Alben, lustigerweise immer im März, veröffentlicht. Was hat sich bei euch nach der anfänglichen Sturm und Drang-Phase am meisten geändert?

Carsten: So richtig viel hat sich gar nicht geändert, von der Einstellung her auf gar keinen Fall. Gerade weil Christian und ich schon lange Musik zusammen machen, wir hatten ja früher schon zehn Jahre lang eine Band namens Mind-Ashes, und nach der ganzen Mind-Ashes-Zeit wussten wir halt eher, wohin wir wollten und was wir nicht wollten, und genau das ist noch immer so bei uns. Wir haben vielleicht eine noch klarere Vorstellung, wie das alles klingen soll, das hatten wir aber bei dem Demo noch nicht, denn da haben wir einfach mal geguckt, die ersten Songs komponiert; wir haben die Scheibe auch keinem Label gegeben und gesagt, dass wir jetzt Thrash Metal machen. Wir haben einfach Songs geschrieben, natürlich war das Metal, aber wir hatten noch keine richtige Vorstellung, wie das alles mal klingen soll. Ganz am Anfang hatten wir auch kurzfristig einen Sänger, aber das war dann nicht so das Richtige, danach hat Christian den Gesang übernommen, dann hat sich mit den Jahren eigentlich mit der zweiten Platte „Where All This Anger Grows“ unser Stil gefestigt, dass wir diesen düsteren Thrash-Metal-Bay-Area-Style mit sehr vielen modernen Elementen festigten. Der größte Unterschied dürfte also sein, dass wir am Anfang nicht genau wussten, wohin das geht, wobei wir heute eine sehr klare Vorstellung davon haben, wie wir klingen wollen, wie Face Down Hero einfach klingt.

The-Pit.de: Eure Besetzung ist ja soweit recht konstant, nur in 2010 musstet ihr gleich zweimal einen Wechsel an der Gitarre hinnehmen. Aktuell ist jetzt René Schütz (ex-Accuser) zu euch gestoßen. Wie ist es dazu gekommen?

Carsten: Ein Gitarristenproblem sehe ich nicht, weil man ja bedenken muss, dass unser erster Gitarrist Jens schon vom Demo bis zur „Storytellers“ dabei, er hat auch die Deutschland-Tour mit Diablo mitgespielt, kurz danach hatte er allerdings eine andere Lebensplanung und er meinte, dass er alles nicht mehr so in seinen Lebensplan packen könne. Er hat eine Familie gegründet und Musik machen passte dann halt nicht mehr zusammen, so seine Meinung. Wir haben das dann auch so akzeptiert, danach haben wir eine Weile gesucht und uns diverse Gitarristen angehört, aber das war auch alles nicht so das Wahre, weil wir eben auch nicht seit gestern dabei sind und schon ziemlich genaue Vorstellungen haben, was derjenige leisten muss. Dann kam der Richard dazu, der ein sehr junger und hungriger Gitarrist, aber sehr gut ist, aber da hatten wir es wegen dem Altersunterschied auf einen Versuch ankommen lassen. Nach einer Weile war es dann halt nicht mehr das, was wir uns so vorgestellt haben. Ich kann das noch nicht einmal genau beschreiben, ob es nun an der Musik lag, aber man hat einfach schon gemerkt, dass er schon ein bisschen wie ein Fremdkörper bei uns war. Den René kenne ich schon durch Accuser sehr lange, er wollte ja ursprünglich bei unserer neuen Scheibe die Soli einspielen, aber das hatte aus diversen Gründen nicht funktioniert, vor allem zeitlich. Entweder hatte unser Produzent Martin keine Zeit oder halt René, und dann wurde das auf jeden Fall alles zu knapp, Christian hat dann doch alles allein eingespielt. Kurz danach war dann die CD auch fertig, dann hatten wir Richard dazu genommen, was dann auf längere Zeit dann halt nicht funktioniert hat. René ist ja irgendwann Anfang des Jahres bei Accuser ausgestiegen, aber der Kontakt zu ihm ist nicht abgebrochen. Ich habe dann einfach mal angefragt, dabei habe ich erst Mal gar nicht daran gedacht, dass er fest einsteigen würde; ich hatte nur so grob danach gefragt, ob er sich vorstellen könne, auch mal live auszuhelfen, da war er dann gleich Feuer und Flamme, was mich dann wieder total überraschte, weil ich damit im ersten Moment gar nicht gerechnet hatte, weil René ja schon einer von meinen alten Helden ist, da ich auch schon immer ein großer Accuser-Fan war. Jedenfalls hat er dann mal mit uns geprobt, er ist auch sofort eingeschlagen, das war eigentlich unbeschreiblich. Das klingt immer irgendwie blöd, wenn man das magisch oder so ein Quatsch nennt, aber irgendwie hat sich das schon so angefühlt. Es war einfach etwas besonderes. Wir haben dann gefragt, ob er sich auch vorstellen könne, fest einzusteigen, was er dann auch sofort bejaht hat. Es hatte ihm auch total Spaß gemacht, weil das voll sein Ding ist, weil wir auch ein bisschen die melodischere Schiene fahren, und das hat ihm bei unseren Sachen besser gefallen als im Vergleich zu den letzten Accuser-Sachen, die ja nicht ganz so melodisch sind, und so ist er halt dabei. Da sind wir alle glücklich drüber.

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