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Exumer im Interview (April 2016)

„Wir haben es geschafft, ein Album zu produzieren, was in den Köpfen der Leute durchaus mit den ersten beiden Platten mithalten kann“

Interviewpartner Mem

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Zugegeben, die Thrasher Exumer haben bei mir einen Stein im Brett, da kommt das famose Album „The Raging Tides“ noch als feines I-Tüpfelchen dazu. Umso schöner, dass sich Mem zum Tourabschluss in Lünen vors Mikro zerren lässt, wobei das Interview auch noch in die Abendbrotzeit fällt, was aber Mem nicht abhält, auch mal schmatzend, aber immer gut gelaunt, bereitwillig die Fragen zu beantworten.

The-Pit.de: Hi Mem, heute ist euer letzter Tag eurer Tour mit dem Finale in Lünen. Wie würdest du die letzten vierzehn Tage zusammenfassen?

Mem: Die Tage waren super wichtig für die Band und auch wichtig, dass wir mal auf die Straße gehen, sobald wir mal ein Album veröffentlichen, fast zeitgleich eben, anstatt darauf zu warten, dass man irgendwann eine Tour zusammenkriegt, nachdem die Platte raus ist. Es war sehr wichtig, mal präsent zu sein und zeitgleich mit dem Release auf die Straße zu gehen. Das hat der Band viel gebracht. Darauf können wir dann eigentlich für die nächsten ein, zwei Jahre auch mit unseren Liveaktivitäten aufbauen, das war also sehr wichtig.

The-Pit.de: Ich habe euch bisher eher auf Festivals wahrgenommen wie beispielsweise auf dem Headbangers Open Air 2015, wo ihr den größten Moshpit des ganzen Wochenendes initiieren konntet und zu der positiven Überraschung des ganzen Festivals gehörtet. Wie stellst du solche Erfolge in Relation zu Clubshows?

Mem: Wenn der Laden voll ist und die Leute durchdrehen, dann sind Clubshows relativ ähnlich wie bei einer Festivalgeschichte. Es reicht auch, wenn die Leute gut drauf sind, der Laden muss nicht voll sein, aber wenn sie mitgehen, dann ist es relativ ähnlich. Ein Festival hat halt eine andere Atmosphäre. Ich finde beides interessant und spiele auch beides gerne. Auf einem Festival sehen dich auch Leute, die dich ansonsten nicht ansehen würden. Kann positiv, kann aber auch negativ sein. Zu den Clubshows kommen halt wirklich Leute, die dich sehen wollen, die dann auch mit einer bestimmten Erwartung kommen. Das ist aber kein Problem für uns. Die Show ist im Grunde genommen mehr oder minder das gleiche. Viel Energie, wir geben Vollgas, es kommt halt darauf an, wie so der Return von den Fans ist.

The-Pit.de: Mit „The Raging Tides“ habt ihr nun euer viertes Album in den Startlöchern, trotzdem reißt der Vergleich mit den beiden Alben aus den Achtzigern nicht ab. Inwieweit geht es euch auf den Keks, immer wieder mit den zugegeben famosen Scheiben „Possessed By Fire“ und „Rising From The Sea“ gemessen zu werden?

Mem: Ich glaube, das Problem haben eigentlich viele Bands aus den Achtzigern, auch größere Bands, auch Kollegen von uns. Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass Mille nicht unbedingt immer „Flag Of Hate“ spielen will, er tut es aber trotzdem. Die Referenzen bleiben eben immer dieselben für die Leute. Das einzig Wichtige ist, dass wir dieses Mal erreicht haben, dass die Resonanz von Presse und Fans sehr, sehr positiv ist und dass wir, so glaube ich, es geschafft haben, ein Album zu produzieren, was in den Köpfen der Leute durchaus mit den ersten beiden Platten mithalten kann. Das ist schon einmal viel wert.

The-Pit.de: Ich finde ja beim Opener und Titeltrack die Melodie so prägend, sodass man sie sofort in der Birne hat...

Mem: Wir legen ja auch Wert drauf, dass es eingängig ist, es sich aber trotzdem nach der Band anhört und dass die Leute einen Bezug zur Band, zu dem Sound haben. Wenn wir die Songs schreiben, dann haben wir im Hinterkopf, dass wir versuchen, unseren Bandbrandsound beizubehalten. Innerhalb dieses Rahmens schreiben wir die Songs.

The-Pit.de: Du hast gerade ja schon selbst eingeworfen, dass ihr mit dem Album gut angekommen seid. Wie sieht das Feedback konkret am Merchstand aus?

Mem: Wir haben bis auf ein Design alle T-Shirts auf dieser Tour ausverkauft, wir haben überhaupt nicht mehr viel Merch übrig. Wir sind mit richtig viel Zeug losgezogen und mittlerweile ist alles ziemlich rar. Das ist natürlich super, davon trägt sich halt eine Tour wie diese. Wir sind ja eine Nightliner-Tour gefahren, was ja auch Kosten verursacht. Klar, du bekommst von den Supportbands was dazu, aber du musst als Band schon darauf achten, dass man viel Merch verkauft, damit sich das alles finanziell trägt. Wir hatten jetzt extrem viel Glück. Die Tour ist für uns ein absolut finanzieller Erfolg.

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