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Evil Invaders im Interview (Januar 2017)

„...ich habe eher das Gefühl, dass es gerade erst angefangen hat...“

Fast wären die Aufnahmen wegen eines defekten Diktiergerätes unbrauchbar gewesen, zum Glück lief aber auch die Aufnahmefunktion des Mobiltelefons parallel mit, sodass am Ende doch noch dieses Interview mit dem belgischen Compadres abtippbar war. Zur Tour saßen wir dann alle im kleinen Bus, nuckelten am Bierchen und warfen uns die Fragen und Antworten zu.

The-Pit.de: Ich soll euch eigentlich zu Beginn gleich mal vom Christian Ernsting vom Metal City Festival in Lünen grüßen. Wir hatten gestern noch telefoniert und heute Abend wird er ja auch zugegen sein...

Joe: Ja prima, dann werden wir ihn ja heute Abend auch sehen, ist immer wieder schön...

The-Pit.de: Als ich bei Napalm Records wegen dem Interview angefragt hatte, meinte ich, dass wenn sie doch aus Belgien kommen, wir uns doch auch auf Französisch unterhalten könnten, aber ich muss zugeben, dass ich nur „Je ne parle par francais“ sagen kann...

Joe: (während alles lachen muss)...moi aussi...

Max: ...das gilt für mich auch...

The-Pit.de: Vor langer Zeit hatten meine Eltern zu mir gesagt, dass diese Musik hören doch nur eine kurze Phase sein wird. Was war bei euch zuhause los, als nicht nur klar war, dass ihr Metal hört, sondern damit auch noch durch die Gegend tingelt?

Joe: Ich glaube nicht, dass meine Eltern wirklich verstanden haben, was ich fühlte, ich gehe stark davon aus, dass sie diese Musik nicht wirklich mochten. Sie unterstützen mich schon, nur als ich angefangen habe, Metal zu hören, dann meinten sie auch, dass es nur eine Phase sei. Heute ist das eher so, dass sie auch mal zu den Shows kommen und auch ein bisschen Stolz sind. Das finde ich cool.

Joeri: Meine Mutter hat sich darüber gefreut, dass ich mit Metal etwas anfangen konnte, sie selber hörte ja auch Metal. Mein Vater war selbst Musiker und sie haben sich darüber gefreut, dass ich mich ernsthaft damit beschäftige und eben sehr aktiv Musik spiele. Sie unterstützen mich und freuen sich mit mir.

Max: Meine Eltern hatten mit Musik nicht wirklich was am Hut, vielleicht ein bisschen Disco, das war es dann aber auch schon. Als ich dann angefangen hatte, Metal zu hören, gingen sie ja auch nur von einer Phase aus. Ich habe ja schon in einigen Bands gespielt, bevor ich zu Evil Invaders stieß. Das haben sie schon mitbekommen und akzeptieren das nicht nur, sondern hören sich sogar Metalbands an. Mein Vater respektiert das, meine Mutter allerdings ist ein richtiger Fan geworden. Sie wünscht sich, ich würde eher in einer kommerziell erfolgreicheren Band spielen, aber das ist schon in Ordnung so.

The-Pit.de: Würdet ihr sagen, dass Metal hören und sich damit auseinandersetzen irgendwann mehr bedeutet und auch eine Art Lebensphilosophie wird, wenn man einmal richtig infiziert ist?

Joe: Ich denke, es liegt einfach daran, dass es ein Subgenre der Rockmusik ist und eben eine bestimmte Art von Leuten diese Musik hört. Es ist eben nicht der Mainstream, der Metal hört. Und genau deswegen bringt die Musik die Leute auch einander näher, sie teilen die Leidenschaft, denn du kannst diese Musik nur dann wirklich so intensiv hören, wenn du mit Herz und Seele Metal hörst. So kann man eben nicht Musik hören, die man im Radio spielt. Das ganz normale Radioprogramm, welches tagein, tagaus gespielt wird, schalten ja auch viele Metalheads aus, weil es einfach nicht passt. Wenn du Metal wirklich gerne hörst, dann kannst du der Musik jeden Tag lauschen, dann nimmt sie dich mit, allein durch die Energie, die Metal eben in sich birgt, und genau deswegen ist es eben auf der ganzen Welt eine große Familie. Ich hab mich einmal mit einer Garagenband unterhalten, die mich fragten, wie ich das mit dem ganzen Touren und so weiter mache. Ich erzählte davon, wie ich ein paar Jungens einer Metalband in Italien anschrieb und ich ihnen vorgeschlagen habe, dass wenn sie eine Show mit uns in Belgien spielen wollen, sie mal eine Show in Italien klar machen sollen. Ich denke, so funktioniert das in dieser Szene. Im Mainstream denkt jeder nur an sich selbst und sie konkurrieren am laufenden Band, im Metal aber versuchen die Leute sich noch gegenseitig zu helfen und machen die Sache einfach nicht größer als sie eigentlich ist (alle anderen stimmen dem auch nickend zu).

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