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Evil Cinderella im Interview (Januar 2017)

"Das darf man natürlich nicht erwarten, das wäre ja vollkommen vermessen"

The-Pit.de: Was bedeutet der EP-Titel für euch?

Henrik: Wir sind ja Freunde davon, dass eine CD auch einen Titeltrack hat. Es gibt genug Alben, die einen Titel für sich haben und es jetzt nicht wirklich dann den Titeltrack gibt. Wir hatten unsere ausgewählten Songs und haben geschaut, welcher Song auch als bester EP-Titel durchgeht. Letztendlich war es dann recht einfach, „Dangerous Inside“ auszuwählen, denn ich hatte den Song auch mit dem Hintergrund geschrieben, dass wir eine junge Band sind, fast schon wie „Wanna Get Dirty“, denn wir haben Bock, Gas zu geben, haben Bock, Rock'n'Roll zu spielen, uns sozusagen die Hände schmutzig zu machen. Bei „Dangerous Inside“ war das so ein bisschen der Gedanke, dass man zusammen mit dem Cover ausdrücken kann, dass man nicht wirklich weiß, was dahinter ist. Wir sind eine junge Band und wollen unabhängig von irgendwelchen Konventionen, von Genres, die gerade in sind, von Mucke, die im Radio läuft, einfach das machen, worauf wir Bock haben, was hoffentlich auch anderen Leuten gefällt, aber nicht unter der Prämisse, dass wir jetzt die Musik machen, die megageil ankommt. Wir machen Songs, die wir für gut halten, worauf wir Bock haben. Mit dem Text wollte ich ein bisschen das Gefühl „boah, wenn ich das Radio anmache, dann kriege ich einfach zu viel“-Gefühl vermitteln. Da ist ja auch die Zeile „ sometimes I wake up and I'm locked up in a cage“. Jeder kennt die Situation, dass man sich gerade eingeengt fühlt, man will im übertragenen Sinne ein bisschen ausbrechen. In unserem Falle als Musiker willst du einfach die Gitarre nehmen und allem ein bisschen den Kampf ansagen, ein bisschen klischeehaft naiv überspitzt formuliert. Das ist mir bei dem Text durch den Kopf gegangen.

The-Pit.de: Mit meinen Fragen bin ich nun auch schon durch, hier hab ich mir zwar noch einiges notiert, aber das hast du alles schon anderswo beantwortet. Möchtest du zum Abschluss noch ein paar Worte an unsere LeserInnen richten?

Henrik: Wir hatten ja jetzt in Oer-Erkenschwick unserer letzten Gig in 2016, wir schauen jetzt mal, wie schon angesprochen, was geht. Wir wissen alle, dass mit Musik, wie bei uns mit Metal und Hardrock, im Normalfall kein vergleichbares Geld wie in einem richtigen Beruf zu verdienen ist. Aber trotzdem, wenn du einmal auf diesen Zug aufspringst und ein bisschen Blut geleckt hast, auch wenn das nur eine Plattitüde ist, dann willst du auch schauen, was geht. Genau das ist das Gefühl, welches uns und auch mich gerade besonders reizt. Deswegen sind wir alle gewillt, mit allem, was wir haben, neben dem Studium und neben dem Job einfach nur Gas zu geben und das zu verwirklichen, was wir wollen, so gut wie es geht. Das ist der Weg, den wir verfolgen. Wir planen natürlich auch, relativ zeitnah einen Longplayer aufzunehmen. Wir haben jetzt auch schon wieder einen Haufen neuer Songideen und werden versuchen, den einen oder anderen Song fertigzustellen, um dann aus vielen Songs hoffentlich ein qualitativ hochwertiges Album zusammenstellen zu können. Bis dahin hoffe ich, dass alle geduldig und am Ball bleiben, auf unsere Konzerte kommen und vor allem die neue EP „Dangerous Inside“ kaufen und sich dann mit Freude auf unseren ersten Longplayer konzentrieren.

Der Auftrag ist klar: Wer Evil Cinderella wirklich unterstützen und geichzeitig auch ein Statement für die heimische Szene setzen will, der sollte sich „Dangerous Inside“, am besten auf einem ihrer Konzerte, zulegen. Wir von The-Pit.de bleiben am Ball, um die Entwicklung auch weiterhin zu beleuchten.

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