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Evil Cinderella im Interview (Januar 2017)

"Das darf man natürlich nicht erwarten, das wäre ja vollkommen vermessen"

The-Pit.de: Ich fand es eine sehr schöne Idee, einfach mal einen kleinen Song für euren Soundmischer vorzutragen. Wie ist die Idee entstanden und vor allem bei ihm angekommen?

Henrik: Im Prinzip ist unser Mischer auch unser fünftes Bandmitglied, er ist ein cooler Typ, mit dem wir uns super verstehen. Er könnte genauso gut in der Band sein, nebenbei ist er ja auch Profischlagzeuger, der einzige der ganzen Truppe, der mit Musik sein Geld verdient. Auch unser Manager ist ein weiteres Bandmitglied, eine relativ kohärente Struktur, wir sind da echt familiär. Wir vier waren quasi im Bandurlaub und haben im halbbesoffenen Kopf einen Song für ihn geschrieben, einfach weil wir ihn mögen. Er hat so seine Macken, die schon fast zu Running Gags geworden sind, und wir haben einfach angefangen, diese in einen lustigen Text zu packen und haben dazu die klischeehafteste Akkordfolge, die uns eingefallen ist, daruntergelegt und daraus den Song dann gemacht. Das war eigentlich total lustig. Wir haben den Song dann gespielt und ich habe ein bisschen die Melodie und so aufgearbeitet. Als wir den gespielt und aufgenommen haben, dachten wir, dass der Song für sich eigentlich ganz cool ist, eine kitschige Ballade. Da wir von vielen Seiten gehört haben, dass wir auch mal eine Ballade spielen sollen, zumindest von den Mädels, da haben wir uns gedacht, dass es bei einem eineinhalb Stunden Konzert das Ganze ein bisschen auflockern können. Wir hatten vorher auch gedacht, dass man den Text eigentlich nicht vor einem Publikum bringen kann. Da habe ich unserem Mischer ein Video von dem Song geschickt und teilte ihm mit, dass wir den Song spielen, den Text aber noch ändern, dass es nicht mehr um ihn ginge. Da meinte er dann aber, dass wir dann das doch auch richtig machen könnten. Zwei Abende vorher dachte ich noch drüber nach, denn der umgeschriebene Text klang einfach nicht mehr so gut, da habe ich den Jungs dann geschrieben, dass wir den Song dann doch als richtigen „Chodak“-Song spielen werden. Ihn haben wir darüber aber nicht informiert, dabei rechnete er mit der anderen Version. Das war ja dann das doppelt witzige an der Sache, er hat so dumm aus der Wäsche geguckt, das war klasse.

The-Pit.de: Mit „Dangerous Inside“ habt ihr jetzt frisch eure zweite EP am Start...die Rückmeldungen sind bis jetzt ja noch recht übersichtlich. Fühlt ihr euch da in der Eigenproduktionsfalle gefangen?

Henrik: Da steckt natürlich schon die Idee dahinter, dass man sich damit auch bei Labels im weiteren Sinne bewerben kann. Deswegen haben wir auch nur eine EP gemacht, weil es erstens finanziell deutlich leichter zu stemmen ist und zweitens man einen Longplayer ja auch mit gleich guten und hochwertigen Songs vollkriegen muss, vor allem in der kurzen Zeit. Dadurch, dass wir nur eine EP gemacht haben, hatten wir eine enorm große Auswahl für diese fünf Songs, wir haben also auch enorm viel ausgesiebt. Dadurch hat man tendenziell eine viel hochwertigere CD. Klar, sie ist nur halb so lang. Ich habe schon viel gehört, dass wir schon eine volle CD hätten aufnehmen sollen. Das habe ich wirklich unterschätzt, dass viele wirklich einen Longplayer wollen. Mit dem gerade geschilderten Hintergedanken sind wir dann ins Studio und haben die EP aufgenommen. Bisher haben wir mit Labels noch keinen Vertrag oder irgendwas. Man muss generell darüber nachdenken, dass viele Labels gerade keine Majorlabels sind und man an diese eh erst einmal nicht drankommt, dass die die ganzen Produktionen eh gar nicht bezahlen und nur die Promotion usw. übernehmen und dafür zum großen Teil die Verlagsrechte kriegen. Und da ist die Frage, ob es sinnvoll ist, was wir gerade ein bisschen ausloten, für weitere Releases die Produktion wieder selber zu übernehmen und dafür schauen, dass man einen Promoter hat. Mal schauen, da sind wir noch gar nicht tief in die Diskussion eingestiegen. Jetzt müssen wir erst einmal schauen, dass wir ein paar vernünftige Gigs spielen und wir da ein bisschen weiterkommen.

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