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Evergrey im Interview (Juni 2011)

Mögt diese Band, damit sie von der Musik leben kann!

Fünf Lieblings-Metalalben auszusuchen, ist wahrlich keine leichte Aufgabe...

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The-Pit.de: Wie gut könnt ihr von der Musik leben?

Rikard: Ich hab auf jeden Fall noch einen „normalen“ Job. Von der Musik alleine können wir nicht leben.

The-Pit.de: Es dürften auch gerne mal etwas mehr Leute zu euren Shows kommen. Ich bin etwas enttäuscht, dass heute so verhältnismäßig wenig Zuschauer da sind. Die Stimmung war zwar eben wirklich gut, aber zahlenmäßig war das etwas mau, wenn auch besser als im letzten Mai. Als ich damals den Club betrat, dachte ich nur: „Was zum Teufel ist hier los?“ Allein bei der letzten Vorband waren in der ersten Reihe gerade einmal fünf oder sechs Leute – inklusive Fotografen.

Rikard: Das heißt, wir brauchen einfach mehr Leute, die uns mögen, so dass wir von der Musik leben können.

Johan: Das klingt nach einem Plan. Lass uns das jetzt verwirklichen! (lacht)

Rikard: Schreib das auf! Erzähl den Leuten, sie sollen Evergrey mögen, damit wir davon leben können, Musik zu machen! (allgemeines Gelächter).

The-Pit.de: Das waren eigentlich auch schon alle Fragen, denn die anderen, die ich noch vorbereitet habe, zu Texten und Ähnlichem, könnte wohl nur Tom beantworten. Aber vielleicht könnt ihr mir noch eure Top-5-Metalalben nennen. (Johan vergräbt den Kopf in den Armen.) Ja, ich weiß, das ist eine beschissen langweilige Standardfrage...

Johan: Nö, nicht langweilig, aber es ist so schwer, sich zu entscheiden.

Rikard: Ich glaube, ich wähle Queensrÿche: „Rage For Order“, Magnum: „On A Storyteller’s Night“, MSG: „Assault Attack“, Accept: „Breaker“ und Y&T: „Earthshaker“.

Johan: Das ist zwar nicht unbedingt Metal, aber ich glaube, ich nehme die ersten fünf Kiss-Alben (sofort bricht erneut großes allgemeines Gelächter aus).

The-Pit.de: Haha, da hast du dir es aber schön leicht gemacht! – Interessante Wahl aber mit „Rage For Order“; die meisten hätten sich wohl für „Operation: Mindcrime“ entschieden.

Rikard: Klar, aber mir geht „Rage For Order“ irgendwie noch mehr ans Herz. „Warning“ war das erste Queensrÿche-Album, das ich gehört habe, aber ich weiß noch, als sie „Rage For Order“ rausbrachten, bin ich ganz früh zum Plattenladen, um der erste zu sein, der die Scheibe kauft. Das war irgendwie ein besonderer Moment für mich.

Johan: Ich mag die Atmosphäre auf dem Album; es klingt ziemlich kalt.

The-Pit.de: Das liegt bestimmt auch an der Produktion.

Johan: Ja, definitiv.

Rikard: Die Drums haben sie wohl in irgendeiner Halle aufgenommen, in einem Hangar oder so, weil es da diesen Nachhall gibt, der sich aber doch sehr echt und nicht künstlich bearbeitet anhört.

The-Pit.de: Für mich wäre es jedenfalls selbst auch sehr schwer, die Frage zu beantworten.

Johan: Ja, es gibt einfach zu viele gute Alben.

Rikard: Normalerweise sind es die Alben, die dir aus irgendeinem Grund besonders viel bedeuten, mit denen du aufgewachsen bist oder so etwas. Allgemein mögen sie vielleicht nicht mal unbedingt als die allerbesten gelten, aber für dich selbst sind sie die besten.

The-Pit.de: Das war ein gutes Schlusswort. Ich danke euch vielmals für die Zeit und wünsche euch noch viel Spaß auf der restlichen Tour.

Rikard: Kein Problem, sehr gerne. Und vielen Dank.

Ein fettes Dankeschön geht auch an Pirate-Smile und an Tourmanager Mario Lochert für die Ermöglichung des Gesprächs; letzterer war übrigens auch für den fantastischen Sound bei Evergrey an jenem Abend verantwortlich. Die Fotos schoss Toni Gunner.

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