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Evergrey im Interview (Juni 2011)

Mögt diese Band, damit sie von der Musik leben kann!

Konnte Tom Englund überzeugen, weiterzumachen: Keyboarder Rikard Zander

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The-Pit.de: Kommen wir zur Musik: Ich finde, das neue Album geht wieder etwas mehr „back to the roots“. „Torn“ und insbesondere „Monday Morning Apocalypse“ waren doch wesentlich roher und reduzierter gehalten, im Gegensatz zu euren alten Alben wie „Recreation Day“ oder „Inner Circle“, die um einiges bombastischer tönten. Würdet ihr mit dieser Einschätzung übereinstimmen?

Rikard: Ja, möglicherweise. Allerdings haben wir da nicht großartig drüber nachgedacht, als wir das Album schrieben. Wir haben einfach nur die Songs gemacht, die uns gefielen. Aber vielleicht hast du recht; wir haben sicherlich wieder etwas mehr Keyboards hineingebracht, wodurch eher wieder die Verbindung zu unseren älteren Alben entsteht. Es ist sicherlich nicht ganz so gitarrenorientiert wie „Torn“ und „Monday Morning...“. Wir haben das nicht als Ziel gehabt, aber ich denke, du hast schon recht.

Johan: Ich schätze, das hängt auch damit zusammen, dass diesmal weniger Leute ins Songwriting involviert waren; da gleich drei Leute weg waren, haben im Prinzip nur du, Rikard, und Tom an den Songs gearbeitet und logischerweise schreibst du hauptsächlich am Keyboard, wodurch das Keyboard automatisch wieder ein bisschen mehr in den Vordergrund gerückt ist.

The-Pit.de: Den meisten Fans wird das gefallen.

Rikard: Ja, wahrscheinlich, das sind halt wieder mehr die „klassischen“ Evergrey und es scheint schon so, als mögen die Leute das.

The-Pit.de: Denkt ihr dennoch, dass eure etwas roheren Scheiben wichtig für die Entwicklung der Band waren; dass ihr den Sound quasi etwas „abgespeckt“ hattet?

Rikard: Na ja, wir versuchen natürlich bei jedem neuen Album immer, jedes Mal ein bisschen was anderes zu machen. Und bei „Monday Morning Apocalypse“ haben wir das erste Mal mit einem externen Produzenten zusammengearbeitet – alle vorigen Platten haben wir selbst produziert – (nun ja, streng genommen ist auf den ersten drei Alben Andy LaRocque als Co-Produzent aufgeführt, da war Rikard allerdings noch nicht in der Band – Anm. d. Verf.) und das hat die Songs möglicherweise etwas straighter werden lassen. Bei „Torn“ waren wir dann demnach einen Schritt weiter und hatten aus dieser Produzentengeschichte gelernt, so dass wir sozusagen die besten Dinge daraus genommen und verwendet haben. Viele Songs darauf basierten auf straighten Gitarrenriffs. Beim neuen Album allerdings war uns das egal, wir haben einfach das gemacht, von dem wir dachten, dass es uns Spaß bringt; wir haben diesmal nicht großartig nachgedacht, sondern einfach Songs geschrieben und danach erst entdeckt, was dabei herauskam, wenn du verstehst, was ich meine.

The-Pit.de: Und habt ihr jemals ernsthaft daran gedacht, die Band aufzulösen, nachdem die drei Jungs gegangen waren?

Rikard: (ohne Zögern) Ja, absolut. Es waren ja nur noch Tom und ich da und er fragte mich: „Was meinst du? Sollen wir hinschmeißen?“ und ich meinte: „Nein, lass uns auf jeden Fall weitermachen, wir haben immer noch eine tolle Band hier“. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir ziemlich schnell so fantastische neue Bandmitglieder gefunden haben, das hat den Entschluss, weiterzumachen, natürlich gefestigt.

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