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Eure Erben / Darkness im Interview (Juli 2011)

Wir haben sechs Saiten und dreizehn Töne…

Arnd beim Metropole Ruhr Festival 2010

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Wo kann man sich mit Arnd von den Altenessener Thrashern Eure Erben besser treffen als in der ehrwürdigen Zeche Carl? Eben! So saßen wir dort weit über zwei Stunden, doch vieles lief auch außerhalb des „Protokolls“. Entspannter geht wohl kaum ein Interview über die Bühne. Dank geht hier an Eure Erben-Arnd, der sich so lange Zeit genommen hat und so manche Anekdote offenbarte. Zu Beginn las er sich erst einmal den Ausdruck zum Review „Terror 2.0“ durch, was auch gleich der Einstieg ins Gespräch war.

Arnd: Ja, da kann ich mich nur bedanken.

The-Pit.de: Ihr habt aber auch eine megageile CD abgeliefert.

Arnd: Da sind wir aber auch ganz stolz drauf. Du hast ja die Geschichte mitbekommen, denn einige Sachen sind ja schon etwas älter. Einige Songs sind teilweise 2008 als Demo entstanden. Da gibt es ein 7-Track-Demo, das habe ich auf CD gebrannt, und da habe ich schon immer gesagt, dass wir eine CD machen sollen. Wir haben dann 2009 die Songs aufgenommen, was ein Jahr gedauert hat.

The-Pit.de: Wenn wir über Eure Erben reden, müssen wir aber auch zuerst ganz weit nach vorne, und da landen wir im Jahr 1984, als Darkness gegründet wurden. Du warst damals ja noch nicht dabei, gelle?

Arnd: Ich war damals noch bei Crypt (immerhin fünf Demos von 1985 bis 1995; Anmerkung der Redaktion), einer Combo aus Gelsenkirchen. Hier in der Zeche Carl war ja früher auch Metaldisco, und da hat sich die Szene immer getroffen. So hatte ich Darkness kennengelernt. 1984 hatten wir uns dann auch mal beim Bier unterhalten, aber auch argwöhnisch beäugt, weil die einen eine Demo veröffentlichten, dann wir, dann wieder die anderen, da gab es dann schon ein Konkurrenzdenken. Ich bin dann 1986 dazu gestoßen. Bei Crypt hatte das nicht mehr so gefunzt, die Luft war für mich raus, und dann haben Darkness mir halt ein Angebot gemacht, würde man heute sagen, dann sind wir zusammengekommen. Es gibt ja auch die Demobox (Darkness: The Demos, 3-LP-Box von High Roller Records, lim. 500, 2008; Anmerkung der Redaktion), und da bin ich nirgends zu hören. Das 4-Track-Promo-Tape, das wir für einen amerikanischen Sampler gemacht haben, da bin ich zu hören („Promo-Tape“ 1987; Anmerkung der Redaktion). Wir haben dann von New Renaissance Records ein Angebot bekommen, die zwei oder drei Lieder auf einem Sampler bringen wollten, welcher dann auch erst Jahre später nach Europa kam (gemeint ist der Sampler „Satan’s Revenge Part II, NRR48 von 1988, Darkness waren mit dem Track „Armageddon“ vertreten; Anmerkung der Redaktion). Dafür hatten wir dann ein Demo aufgenommen, womit wir uns auch bei Plattenfirmen beworben haben, was dann auch geklappt hat. Da war ich vielleicht ein halbes Jahr bei Darkness.

The-Pit.de: Da seid ihr dann auch schnell durchgestartet.

Arnd: …jaaa, am Anfang war das schon sehr Rock’n’Roller-mäßig. Da haben wir auch große Hoffnungen und Energien reingesetzt, wir haben vier, fünf Mal die Woche geprobt, ich war öfter im Proberaum als ich zu Hause im Bett gelegen habe. Arbeit und Proben. Ich habe damals eine Ausbildung gemacht und nach der Arbeit ging es direkt in den Proberaum. Kurz etwas essen und ab der Fisch.

The-Pit.de: Soviel mal zum Stellenwert, wenn man etwas erreichen will. Jetzt war damals das Angebot noch überschaubar. Wie würdest du aus heutiger Sicht den Szenezusammenhalt beschreiben?

Arnd: Heute ist das Ganze schlimmer. Der Zusammenhalt war da ganz anders, ganz klar. Wir haben im Prinzip jedes Wochenende ein Konzert gehabt; kleine Konzerte, selbst organisierte Sachen, und die waren dann in der Regel auch immer voll. Voll hieß da 200 Leute, oder auch 150 Leute. Die Konzerte waren immer gut besucht, und da haben nur kleine Bands mit Demos gespielt. So wie Kreator am Start gekommen sind, als sie noch Tormentor hießen, da war Destruction auch noch keine Nummer. Die haben hier irgendwo in Altenessen ein Konzert gespielt (Altenessener Gig mit Sodom, Tormentor und Iron Angel, 1984; Anmerkung der Redaktion). Oder Violence Force und Living Death, die da aus der gleichen Ecke kommen, die auch kleine Sachen gespielt haben und dadurch bekannt geworden sind. Da war schon ein sehr guter Zusammenhalt, nachher auch weltweit. Auch ohne Internet passte durch das Tape-Trading alles so zusammen.

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