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Enslaved im Interview (Dezember 2017)

Wer hat Angst vorm Saxophon?

Gitarrist Ice Dale ist neben seiner Tätigkeit bei Enslaved u.a. auch bei den Hard Rockern Audrey Horne aktiv.

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The-Pit.de: Auch Deep Purple sind stark präsent, allein durch den Einsatz der Hammondorgel. Und natürlich sowieso immer Pink Floyd. Da die wohl euren größten Einfluss darstellen, würde ich gerne wissen, was dein Lieblings-Pink-Floyd-Album ist.

Ivar: Oh, das verändert sich von Zeit zu Zeit. Es gibt so viele verschiedene Parameter, aber letztendlich ist das ultimative Floyd-Album immer noch „Dark Side Of The Moon“ – jedenfalls für mich. Denn es hat die besten Songs, die Produktion ist perfekt – man bedenke, dass das von 1973 ist, dennoch es ist für mich immer noch die Bibel, was Produktionen angeht – und dann ist es… nun, ich würde es nicht direkt als Konzeptalbum bezeichnen, sondern eher als Themenalbum, was uns stets sehr inspiriert hat. Nur im letzten Song wird der Titel direkt erwähnt: „I see you on the dark side of the moon“, ansonsten werden die Botschaften eher angedeutet; wir haben den sozio-politischen Kontext mit „Us And Them“, man hat die Entfremdung durch Kapitalismus mit „Money“, es gibt das Thema Geisteskrankheit, inspiriert durch Syd Barrett, was sie ja auf jedem Album hatten – und es ist schwer zu sagen, was dies alles zusammenhält, aber es hat dieses bestimmte Feeling…

The-Pit.de: Das passt ja, weil auch ihr ja themenbezogene Alben macht, wie jetzt eben das neue…

Ivar: Ja, so ist es.

The-Pit.de: Ich bin immer etwas erstaunt, dass ihr nach 14 Alben immer noch in so kleinen Schuppen wie heute im Logo auftreten müsst. Auch wenn ihr natürlich keine Musik für die großen Massen macht…

Ivar: Wir machen sozusagen Musik für unsere eigene Schallplattensammlung und spielen live die Musik, die wir mögen. Manchmal sind die Venues größer, mal kleiner, manchmal spielen wir auf Festivals – es ist aber die Summe des Ganzen, die uns motiviert weiterzumachen und die Band als Hauptfokus zu betrachten. Ich bin jedenfalls froh darüber, dass es nie unsere Ambition war, nicht mehr arbeiten zu müssen. Mir macht es überhaupt nichts aus, zu der Musik noch meinetwegen 30 Stunden die Woche zu arbeiten. Auch das ist ein Teil des Musikerdaseins, insbesondere im heutigen digitalen Zeitalter. In der letzten Zeit ist es auch wieder besser geworden – ich weiß noch, vor fünf, sechs Jahren haben viele Leute ihre Bands verlassen, weil das Einkommen so gering war. Unsere Einstellung hingegen war immer weiterzumachen!

The-Pit.de: 14 Alben in 26 Jahren – das ist beeindruckend. Da stellt sich, wo wir eh schon bei dem Thema sind, die Frage, ob ihr tatsächlich noch arbeiten geht oder könnt ihr doch schon von der Musik leben?

Ivar: Wir haben drei Leute in der Band, die tatsächlich nur davon leben. Die beiden Gitarristen, also Ice Dale und ich, wir arbeiten immer noch, aber das ist etwas, das wir uns selbst so ausgesucht haben. Das Problem ist, wenn man von einer Tour nach Hause kommt, muss man sich erst mal etwas Neues an Arbeit suchen und das ist natürlich schon nervig. Daher war für mich die logische Konsequenz, dass ich meine eigene Firma gründete. Es handelt sich um eine Company, die Bühnen aufbaut – vor allem natürlich im musikalischen Bereich. Das ist wirklich gut, weil ich da einen Kollegen habe, der sich um die täglichen Sachen kümmert, sodass ich auch mal zu Hause bleiben und alles mit dem Laptop verfolgen kann. Und vor ein paar Jahren wäre es sicher möglich gewesen, sich nur noch auf die Musik zu konzentrieren, aber für mich ist es gut, so wie es ist: Wenn ich morgens aufwache, will ich etwas tun und nicht nur bis zum Abend warten, bis das Konzert losgeht. Arbeit lässt uns bodenständig bleiben. – Und Ice Dale ist Musiklehrer, er unterrichtet Aufnehmen und Studioproduktionen.

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