Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Elane im Interview (September 2006)

"Ich würde mich mit meinen Freunden an einen Ort wünschen an dem man seine Ruhe hat..."
Zum Thema

Nach der Besprechung des wirklich ausgezeichneten Albums "Lore of Nén" war eigentlich klar, dass da noch etwas folgen musste: Demzufolge ließen wir es uns nicht nehmen, noch etwas tiefer in die geheimen und mystischen Welten von Elane einzutauchen... Heraus kam dabei folgendes Interview, bei dem wir euch nun viel Spass wünschen.

 

 

The-Pit.de: Hallo Leute... Wie geht es euch gerade und wie ist das allgemeine Wohlbefinden? 

 

Elane: Ganz gut :-)

 

 

The-Pit.de: Am 22.09.06 hat das Warten ja endlich ein Ende und es erscheint mit “Lore of Nén“ euer neues Album. Macht sich da nun schon so langsam die innere Anspannung bei euch breit, wie eure treue Anhängerschaft das neue Werk aufnehmen wird?

 

 

 

Elane: Es ist, denke ich, eher Vorfreude. Druck von außen gibt es für uns nicht. Wir machen nichts nur um irgendwem zu gefallen.

 

 

 

The-Pit.de: Wie lange hat denn die allgemeine Produktionsphase zu “Lore of Nén“ angedauert? Immerhin gab es ja bereits Ende des Jahres 2005 mit der EP “Love can´t wait“ einen kleinen Vorgeschmack auf dieses Schaffenswerk.

 

 

 

Elane: Wir haben Ende letzten Jahres mit der Produktion angefangen. Wir waren praktisch von Dezember bis Juli immer mal wieder im Studio.

 

 

 

The-Pit.de: Inhaltlich bietet “Lore of Nén“ eine in sich geschlossene Geschichte und ist zugleich eine erzählerische Weiterführung eures offiziellen Erstlings “The Fire of Glenvore“ aus dem Jahre 2004. Fällt es euch also eher leichter, euch in bereits „vertrauten Gefilden“ zu bewegen? Oder steckt einfach auch noch zuviel Potenzial und Herzblut in eurer Phantasiewelt, als dass man sich schon voreilig von ihr verabschieden könnte?

 

 

 

Elane: Eher zweiteres. Es ist für mich einfach wesentlich erfüllender, meine Intention in Glenvore zu behalten... Es gibt noch sehr viel mehr aus dieser Welt zu erzählen....

 

 

 

The-Pit.de: Der Vorgang des Schreibens (bzw. auch das Erschaffen einer ganz eigenen Welt) ist allgemein hin ja ein sehr intimer und gefühlsbetonter Prozess, der Zeit und Ruhe für sich in Anspruch nehmen muss. Wie geht ihr gemeinsam als Band - und Weggefährten - damit um? Ich meine, im Grunde wird doch bestimmt auch jeder einzelne von euch seine eigenen Ideen und Vorstellungen haben, welche Inhalte ein Lied transportieren soll und wie letztendlich auch die musikalische Umsetzung klingen soll.

 

 

 

Elane: Es ist so, dass jeder „seine“ eigenen Lieder hat, die er nach seinen Vorstellungen arrangieren und Instrumentieren kann. So kann sich jeder ausleben und gleichzeitig seinen Freiraum erhalten. Texte schreibt jeder von uns alleine.

 

 

The-Pit.de: Da wir gerade bei der musikalischen Seite von “Lore of Nén“ sind: In wie weit habt ihr euch musikalisch auf diesem Album weiterentwickeln können, wenn ihr es im Direktvergleich zu “The Fire of Glenvore“ betrachtet? 

 

Elane: Vieles ist einfach experimenteller und gewagter geworden, denke ich. Das hat allem noch mehr Ausdruck verliehen.

 

 

The-Pit.de: Ganz persönlich hat mich ja auch der Einsatz von Sopranistin Neniel Tindómerel auf eurem Album gefreut. Dort ist sie ja u.a. für die Gesangstrophen in quenyanischer Sprache (Tolkin´s Sprachwelt der Elben) auf dem Liedgut “Nen Ar Tasar“ verantwortlich. Wie kam damals die Zusammenarbeit mit Neniel zustande und wie zufrieden ist sie letztendlich selbst mit dem fertigen Ergebnis?

 

 

 

Elane: Ich habe sie vor einigen Jahren im Tolkienforum kennengelernt und irgendwie haben wir uns gegenseitig geholfen. Ich hab ihr was illustriert und sie hat für mich übersetzt. Daraus wurde eine Freundschaft und so habe ich sie eingeladen, auf unserem Album mitzusingen. Mit Maewen zusammen haben wir den englisch-quenyanischen Text zu „Nen Ar Tasar“ geschrieben. Die Entstehung dieses Liedes war wie ein einziges Fließen, und ich denke das hört man auch im finalen Ergebnis. Ich habe übrigens auch elbisch gesungen (das Lied ist bis zur Hälfte in Englisch und danach in Quenya). Es hat viel Spaß gemacht.

 

 

The-Pit.de: Aber mal ganz ehrlich: Wie lange hat es gedauert, bis all die Liederstrophen in quenyanischer Sprache verfasst waren? ;-) 

 

 

Maewn: Ich glaube, ich habe damals nicht allzu lange gebraucht. Vielleicht eine halbe Stunde?! Ich bin ziemlich in Übung, da ich so etwas ja praktisch ständig mache.

 

 

 

The-Pit.de: Auch der Albumtitel “Lore of Nén“ ist ja eine Symbiose aus englischer (Lore = Sage) und quenyanischer Sprache (Nén = Wasser). Ist reflektierend diese “Sage des Wassers“ auch ein Spiegelbild eurer eigenen und persönlichen Weiterentwicklung, die sich nun in euren beschriebenen Geschichten widerspiegelt?

 

 

 

Elane: Unter Anderem. Es bedeutet, dass alles im Leben immer im Fluss ist. Und dass es manchmal nicht das schlechteste ist, sich weiter treiben zu lassen, in das neue Unbekannte.

 

 

 

The-Pit.de: Wie schwer fällt es euch persönlich, „Abschied nehmen“ und sich mit dem „Fluss des (Weiter-)Lebens“ treiben zu lassen?

 

 

 

Elane: Man gewöhnt sich daran ;-) Meistens denke ich, dass viele gut überlegten Entscheidungen etwas Neues zu wagen, positiver Art waren und mir neue Türen öffneten. Manchmal fällt „Abschied nehmen“ natürlich auch schwer, wenn es sich auf Menschen bezieht, die einem nahe stehen.

 

 

 

The-Pit.de: Resultieren eure Vorlieben für mystische und magische Welten - sowie dem atmosphärischen Dark-Folk Genre im allgemeinen - u.a. daher, dass sie für euch einen gewissen „Gegenpol“ darstellen (also sozusagen Flucht und Ausbruch vor unserer allgegenwärtigen und hektischen Alltagswelt)?

 

 

 

Elane: Mag sein. In jedem Fall geht es aber um Träume und Visionen, die es zu erfüllen gilt ;-)

 

 

The-Pit.de: Gibt oder gab es diesbezüglich auch Ereignisse und Situationen in eurem Leben, die ihr dann im nachhinein bereut habt? 

 

Elane: Bezüglich der magischen Welt? Nein...

 

The-Pit.de: Angenommen, jeder von euch hätte einen ganz speziellen Wunsch frei: Welcher wäre das und warum? 

 

 

Elane: Ich würde mich mit meinen Freunden an einen Ort wünschen, an dem man seine Ruhe hat. :-)

 

 

The-Pit.de: Wenn ihr euch nicht gerade euren eigenen Geschichten und Sagenwelten widmen könnt: Wie sieht so allgemein hin euer herkömmlicher Alltag und Tagesablauf aus?  

 

Elane: Ich stehe auf und kümmer mich meist schon vor dem Frühstück um die Aufträge von Glenvore.com oder um Elane. Selbst und ständig halt ;-) Keine Wochenenden.... Aber vielleicht ändert sich das bald mal...

 

 

The-Pit.de: Wird es für kommende Live-Auftritte dann auch ein spezielles Show-Konzept geben, das sozusagen die „visuelle Ebene“ eurer Lieder und Geschichten wiedergibt?

 

 

 

Elane: Das würde ich sehr gerne mal umsetzen, es bleibt aber immer noch budgetabhängig. Ideen hätte ich schon...

 

 

The-Pit.de: In wie weit sind denn evtl. schon die nächsten Konzerte und Auftritte geplant? 

 

Elane: Eventuell treten wir Ende November noch mal auf. Ansonsten wieder im nächsten Jahr. Konkrete Termine haben wir aber noch nicht.

 

 

The-Pit.de: Nun zum Schluss auch mal eine ganz allgemeine Frage: Was waren bezüglich Neuveröffentlichungen in diesem Jahr bisher eure persönlichen CD-Highlights und auf welche freut ihr euch evtl. noch? :-)

 

 

Elane: Hmm, auf Unto Ashes und Die verbannten Kinder Evas bin ich gespannt. Ansonsten krieg ich ehrlich gesagt kaum etwas mit.

 

 

The-Pit.de: Okay... Dann möchte ich mich sogleich mal ganz herzlich bei euch für die investierte Zeit am Mitwirken dieses Interviews bedanken! An dieser Stelle überlasse ich euch die letzten Worte, die ihr an eure Fans und unsere Leser richten könnt...

 

 

Elane: Wir bedanken uns für deine interessanten Fragen!

Danke für Eure Unterstützung! Haltet die Ohren steif und vergesst nicht den Zauber des Lebens =)

 

So viel hierzu von Elane... Auch von unserer Seite aus nochmals vielen Dank, sowie alles Gute weiterhin!

comments powered by Disqus

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen