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Eisregen im Interview (Mai 2012)

"Wenn man ein neues Album macht, möchte man nicht die letzten Alben 'covern'..."

Thema war unter anderem die aktuelle CD "Rostrot"

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Dass die Dark-Metal-Band Eisregen in Hamburg Halt gemacht hat, war für uns Grund genug, Sänger Micheal "Blutkehle" Roth zu interviewen. Nachdem es im Backstage einen ersten Schnaps gab, wurden die Fragen nach dem aktuellen Album sowie den Band-typischen Indizierungen laut.

The-Pit.de: Ihr habt ein neues Album rausgebracht, welches ihr ordentlich promotet. Mir gefällt der Silberling, allerdings kenne ich euren vorherigen Werke nicht allzu gut. Seid ihr mit der Resonanz zu "Rostrot" zufrieden?

Michal Roth: Ja, das ist schon alles im Rahmen. Auch der Vorgänger wurde positiv aufgenommen, das hat sich fortgesetzt. Die Fans sind zufrieden, die Zuschauerzahlen auf der Tour stimmen auch und ich würde auch nie ein Album rausbringen, welches mir persönlich nicht gefällt - wobei ja eigentlich davon auszugehen ist, aber bei manchen Musiker haut das wohl nicht hin - aber wir als Band sind damit zufrieden und die Fans kommen auch sehr gut klar mit den neuen Material.

The-Pit.de: Wenn man die Reviews zu "Rostrot" liest, ist eine (häufige) Meinung, dass Rostrot definitiv ein starkes Album ist, die Vorgänger aber generell besser waren. Wie siehst du das?

Michal Roth: Das würde ich nicht behaupten. Generell ist das sowieso Geschmackssache, aber gerade auf dem neuen Album sind ein paar sehr, sehr schöne Nummern drauf, meiner Meinung nach jedenfalls. "Madenreich" finde ich zum Beispiel sehr gelungen, und die anderen sind in meinen Augen auch kein Ausfall. Aber das ist immer Geschmackssache und wenn man ein neues Album macht, möchte man nicht die letzten Alben "covern". Daher ist das immer eine Gratwanderung und wie die Leute drauf reagieren, kann man vorher nicht absehen.

The-Pit.de: In "Schakal! Ode an die Streubombe" behandelt ihr zum ersten Mal den Vietnamkrieg. Bisher habt ihr meistens den Zweiten Weltkrieg behandelt. Sind euch da die Themen ausgegangen oder habt ihr euren Horizont einfach nur erweitert?

Michal Roth: Ich finde Kriegsthematiken interessant und zur Band passend und der Vietnamkrieg ist einfach mal eine Sache, die man noch nicht behandelt hat. Ich hatte zu der Zeit, als ich den Song geschrieben habe, auch ein paar alte Klassiker wie zum Beispiel "Im Dreck verreckt" oder "Apocalypse Now", welches bekannter sein dürfte, ausgegraben und da war es dann naheliegend, das auch aufzugreifen, und dabei halt in unserer Form und nicht direkt auf die Filme bezogen. Aber die Stimmung war definitiv da, um so einen Text zu schreiben.

The-Pit.de: In dem Konzertbericht von 2006, den es auf The-Pit.de zu euch gibt, wird berichtet, dass viele rechte Arme oben waren. Ist euch so etwas bisher aufgefallen bzw. gibt es damit häufiger Probleme?

Michal Roth: Also generell ist es uns als Band noch nie aufgefallen. Wir haben, besonders im ehemaligen Osten, schon auf Konzerten Leute gesehen, welche eindeutig politisch motiviert waren, aber selbst die haben sich zurückgehalten. Es ist auch immer Sache der Ordner, auf so etwas zu achten. Wir als Band können da recht wenig machen, wir können so etwas aufgrund der Scheinwerfer, welche auf uns gerichtet sind, nur schwer sehen und wenn man etwas von der Bühne aus macht, dann kann es sehr leicht zu Ausschreitungen kommen. Daher sind uns da die Hände gebunden (auf dem Konzert in Hamburg waren nur die richtigen Hände in der Luft, Anm. d. Red.).

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