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Dragonsfire im Interview (September 2013)

„…ich würde kein Geld bezahlen dafür, dass ich Musik mache“

Nicht zum ersten Mal tauchen die Riedstädter Power Metaller Dragonsfire hier auf. Grund dieses Mal aber ist nicht nur die hervorragende EP „Speed Demon“, sondern auch die A Chance For Metal-Festivalreihe, die sich immer mehr im Bewusstsein der Undergroundmetaller einnistet. Schlagzeuger Jan nimmt sich dankenswerterweise die Zeit, um am Telefon ein paar Fragen zu beantworten.

The-Pit.de: Hi Jan, lass uns doch gleich unvermittelt bei der EP „Speed Demon“ einsteigen. Ich bin gleich über den Terminus EP gestolpert, weil ihr etwa 35 Minuten draufgepackt habt. Da kommen andere Bands als Longplayer nicht dran. Hattet ihr vielleicht ein komplettes Album einspielen wollen?

Jan: Wirklich geplant war eigentlich, dass wir nur fünf Songs aufnehmen, das war die ursprüngliche Idee. Wie wir dann ins Studio gegangen sind, kam uns das dann doch arg kurz vor. Ich hatte dann im Prinzip noch den „Steel Eel“ gehabt, der eigentlich mal ein Hidden Track werden sollte. Wir hatten dann noch einen anderen Song in der Pipeline, den alle Leute zu gut fanden, um ihn wegzulassen. So hatten wir dann im Prinzip sechs Songs, da einen Livemitschnitt vom A Chance For Metal Festival 6 gemacht, weswegen noch aufkam, dass wir noch eine Livenummer mit draufhauen. Das war auch ein bisschen Thassilos Anliegen, weil er meinte, dass es unsere erste EP „Burning For Metal“ von 2005 seit gefühlten hundert Jahren nicht mehr zu kaufen gibt und wir dann noch ein Song von dieser EP mit draufwurschteln, weil es die ja noch nicht mit Thassilo am Gesang gab oder gibt. So kamen im Prinzip die acht Tracks zustande, eigentlich war eine ganz klassische EP mit fünf Songs geplant.

The-Pit.de: Im Review habe ich geschrieben, dass ihr noch immer die richtige Mischung aus Härte und Melodie hinbekommt, meiner Meinung nach aber dieser schmissige Faktor wie bei „Dragonsfire Rockxxx“ fehlt, wobei der Titeltrack „Speed Demon“ dem schon sehr nahe kommt. Wie beurteilst du das?

Jan: Erst einmal Danke. Im Prinzip muss man ganz klar sagen, dass es ein klassisches Dragonsfire-Album ist, man hört auch schon, dass es Dragonsfire sind. Wir haben der Sache schon ganz gut unseren Stempel verpasst. Insgesamt würde ich sagen, dass ich natürlich nicht dreimal dasselbe Album aufzunehmen brauche. Alles in allem hatte die „Visions Of Fire“, worauf ja „Dragonsfire Rockxxx“ zu finden ist, eine andere Geschwindigkeit wie z.B. später bei der „Metal Service“ von 2010, insgesamt war sie schneller. Für mich ist das so, dass ich bei den neuen Songs das Gefühl habe, dass diese Songs ausgereifter sind, irgendwie eine größere Bandbreite abdecken. Einen Song wie „Dragonsfire Rockxxx“ schreibt man nicht einfach noch mal so.

The-Pit.de: Man merkt ja bei euren Liveshows, dass sich gerade „Dragonsfire Rockxxx“ zu einer absoluten Bandhymne entwickelt hat.

Jan: Absolut.

The-Pit.de: Wie sieht bei euch das Songwriting aus und schafft ihr euren kreativen Prozess auch ohne Äppler?

Jan: Ohne Äppler ist es natürlich grundsätzlich schon mal schwer, weil wir ja eh viel zu wenig anstoßen. Auch wir bandintern stoßen viel zu wenig an. Insgesamt würde ich sagen, dass der Songwritingprozess sehr unterschiedlich läuft. Meistens ist es halt wirklich so, und das hat sich auch gar nicht geändert, dass irgendjemand mit einer Grundidee ankommt und das es dann im Proberaum wächst und gedeiht, so dass wir am Schluss sagen, dass der Song auch den Dragonsfire-Stempel bekommt. Zum einen müssen wir es zu unserem machen, zum anderen muss auch jeder damit zufrieden sein. Da wurden dann auch Aufnahmen verändert. Wenn ich dir die ersten Aufnahmen von irgendwelchen Songs vorspiele und du dann den Endsong hörst, ist es teilweise nicht mehr derselbe Song. Das ist wirklich ein Prozess, der da abläuft. Meistens hat der Thassilo da Ideen, der Timo auch, ich schau auch halt, dass ich mich so mit einbringe, wie ich das als Schlagzeuger irgendwie kann. Wir lassen uns ja auch relativ viel Zeit mit neuen Aufnahmen, weil wir halt auch viel live spielen. Eine richtige Songwritingstruktur mit einem „so genau wird es gemacht“ haben wir nicht.

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