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Distance Call im Interview (Dezember 2013)

Ist denn wirklich alles gesagt und unternommen?

The-Pit.de: Ihr wart im Studio vom Martin Buchwalter. Wart ihr mit den Songs schon fertig oder habt ihr im Studio noch einen Arschtritt gebraucht, um auch das letzte Quentchen Ehrgeiz aus euch herauszukitzeln?

Robert: Nein, eigentlich gar nicht. Wir sind wirklich eine Band, die vorproduziert. Die Songs werden dann geprobt, bis zum Erbrechen. Wenn wir live spielen, was demnächst wieder mehr wird, da werden wir nebenbei auch für das dritte Album komponieren, da werden wir auch proben und die Songs auch ausarbeiten, umarrangieren und dran rumfeilen. Das, was du auf der Platte hörst, werden wir auch live spielen. Sobald wir intern unsere Proben durchhaben, dann machen wir erst wieder einen Studiotermin. Bis dahin sind wir komplett vorbereitet und im Studio spielen wir die Sachen wirklich nur ein. Es wird im Studio nicht mehr herumexperimentiert, Kleinigkeiten, dass man sagen kann, hier könnte ich noch eine Stimme obendrauf setzen, hier könnte ich noch einen klitzekleinen Gitarrenlauf spielen, aber das sind dann wirklich nur kleine Ideen. Ansonsten gehen wir komplett vorbereitet ins Studio. Unser Trommler Jörn ist notenfest, der schreibt sich wirklich jede Note, die er spielt, auf Papier auf. Da kannst du dann im Studio sehen, wie er die Noten anheftet und loslegt. Heutzutage kannst du dir das als Band auch nicht mehr leisten, dir ein Studio zu mieten, um zu komponieren, es sei denn, du heißt jetzt Maiden, Metallica oder sonst wie. Aber eine Band mit unserem Status, wenn du da im Studio auf einmal anfängst, Songarrangements vorzunehmen, da weißt du auch nicht, ob es wirklich besser wird, und auch vom Preis her würde das einfach das Budget einer jeden Band übersteigen.

The-Pit.de: Modern ist ja heutzutage, sich mindestens ein oder zwei Gastmusiker dazuzuholen. Habt ihr bewusst darauf verzichtet oder hat es sich einfach nicht ergeben?

Robert: So etwas machen wir nicht. Und zwar ist es so, dass ich von diesem Namedropping nicht viel halte. Wenn jemand einen Song von einem bekannten Interpreten hören will, der würde sich eher eine Platte von denen kaufen als von uns. Deswegen sage ich: Nö. Es sind die Songs von uns, die Songs von Distance Call, dann sollen Distance Call auch diese Songs spielen. Wenn jetzt jemand mit Gastmusikern arbeitet, dann ist das vollkommen in Ordnung, aber wir denken uns, dass wir das Geld lieber für uns behalten, bevor wir da jemanden noch bezahlen müssen. Das Geld geben wir lieber für andere Klamotten, eine schöne Pulle Whiskey oder so, aus.

The-Pit.de: Beim ersten Album gab es mit „Rock The Night“ und „First Kiss“ auch zwei Videoclips. Auf welche Songs werdet ihr vom neuen Album zurückgreifen?

Robert: Wir haben uns da schon Gedanken drüber gemacht, nur kucken wir gerade, ob wir wirklich noch mal ein Video machen oder ich denke, dass wir eher dahin tendieren, dass wir lieber ein Livevideo machen werden. Mehr kann ich dazu aber noch gar nicht sagen, weil wir das im Detail noch nicht besprochen haben. Ein Livevideo würde ich persönlich schon irgendwie sehr geil finden. Auf einen Song haben wir uns auch noch gar nicht festgelegt.

The-Pit.de: Dieses Jahr war dann für euch auch ein bisschen erfolgreicher als sonst. Erst supportet ihr Pretty Maids fast zuhause, dann Queensryche. Wie stuft ihr diese beiden Gigs ein im Gegensatz zu den sonst deutlich kleinern Shows?

Robert: Das waren total geile Gigs gewesen. Pretty Maids war insofern geil, da wird die Band auch gerne hören, Pink Cream 69 sind ja auch sehr geil, da war es für uns schon eine Hausnummer. Mit Queensryche zu spielen, das war für mich persönlich eine Ehre, wenn du mit solch einer Band die Bühne teilen darfst. Das ist ein Ding…ich weiß nicht, ich hab hier bestimmt acht oder neun Queensryche-Platten. Die Jungs haben mich richtig weggehauen, wir fanden die Show total geil, das hat unglaublich viel Spaß gemacht, mit dieser Technik auf dieser Bühne zu stehen, das war schon eine Hausnummer. Die anderen Gigs, auch die kleineren, die wir gemacht haben, da sind natürlich auch immer wieder Gigs, die wir immer wieder machen würden. Bei solchen Shows kommen die Leute auch mal zu uns, wenn du aber einen Gig vor Queensryche spielst, dann kommen die Leute natürlich wegen Queensryche. Da müssen wir uns nichts vormachen. Wir sind schon sehr froh über solche Möglichkeiten und auch ein bisschen Stolz drauf. Wenn du wie bei Pretty Maids an einem Dienstagabend vor 250 Leuten spielst, da kannst du definitiv zufrieden sein.

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